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Was macht den Menschen aus? Internationale Jahrestagung der Forschungsgruppe "Was ist der Mensch?"

10.11.2004 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut

Wie viel von dem, was uns zu Menschen macht, ist angeboren? Wie viel Menschentypisches ist auf Interaktionen mit der physischen und sozialen Umwelt zurückzuführen? Mit dieser Frage beschäftigen sich führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der ersten internationalen Jahrestagung der interdisziplinären Forschungsgruppe "Was ist der Mensch? Kultur - Sprache - Natur" am 6. und 7. Dezember 2004 im Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen. Die alte Frage, was es heißt, Mensch zu sein, wird häufig als Frage nach der menschlichen Natur gedeutet, die es im Spannungsfeld zwischen "natürlicher Ausstattung" und kultureller Prägung zu deuten gilt. Während die Erforschung der "natürlichen Ausstattung" Gegenstand der Naturwissenschaften ist - zuallererst der der Biologie und der Neurowissenschaften - ist die Frage der kulturellen Prägung Gegenstand von Psychologie und Kulturwissenschaften. Gerade im postgenomischen Zeitalter steht diese Aufteilung von Forschungsgegenständen auf unterschiedliche Disziplinen und die zugrunde liegende Unterscheidung zwischen "Angeborenem" und "Erworbenem" zur Debatte. Die gemeinsam vom Kulturwissenschaftlichen Institut, Essen und der Universität Dortmund im Januar 2004 eingerichtete Forschungsgruppe "Was ist der Mensch? Kultur - Sprache - Natur" hat es sich zur Aufgabe gemacht, in interdisziplinärer Zusammenarbeit die Fruchtbarkeit der alten Dichotomien zu prüfen und neue, integrative Forschungsansätze zu entwickeln. Diesem Ziel entsprechend ist die erste Jahrestagung dem Thema "Language, Culture and Nature: innate or acquired?" gewidmet. Führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland werden vom 6.12. bis zum 7.12.2004 die Frage nach angeborenen menschlichen Fähigkeiten anhand von Forschungsergebnissen auf den Gebieten Erstspracherwerb, biologische Ausstattung und Kulturaneignung diskutieren.

Zu den Referenten gehören u.a. der Philosoph und Kognitionswissenschaftler Daniel Andler (Paris IV - Sorbonne/Ecole normale supérieure), der Neurowissenschaftler und Neurochirurg Hans-Werner Bothe (Universität Münster), die Entwicklungspsychologin Malinda Carpenter (Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig), der Linguist Harald Clahsen (University of Essex), der Gießener Biologe Hans-Rainer Duncker, die Münchener Linguistin Hilke Elsen, der Marburger Philosoph und Biologe Mathias Gutman, die Linguistin Elena Lieven (Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig/ University of Manchester), der britische Philosoph Richard Samuels (King´s College, London), der Linguist und Anthropologe Dan Sperber (CRNS/Institut Jean Nicod, Paris), der Essener Philosoph Dieter Sturma und der Psychologe und Neurowissenschaftler Michael Thomas (Birkbeck College/ University College London).

Die Tagung findet am Kulturwissenschaftlichen Institut, Essen statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist bis 26.11.2004 erforderlich (Anmeldung bitte telefonisch unter 0201/7204-206 oder über monika.wuehle@kwi-nrw.de).
Weitere Informationen: http://www.kwi-nrw.de
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