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Präsident der TU Darmstadt lenkt internationalen Uni-Verbund

11.11.2004 - (idw) Technische Universität Darmstadt

Johann-Dietrich Wörner bleibt Präsident der TU Darmstadt und steht europäischem Verbund Technischer Universitäten vor Die Technische Universität Darmstadt (TUD) geht ab 1. Januar 2005 den Weg einer selbstständigen und eigenverantwortlichen Modellhochschule mit dem Präsidenten Professor Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner an der Spitze. Der 50jährige Bauingenieur für Massivbau und Statik, seit 1995 Präsident der TUD, wurde von der 61 Mitglieder zählenden Hochschulversammlung mit großer Mehrheit für sechs weitere Jahre im Amt bestätigt. Wörner erhielt 44 von 57 Stimmen.
Die hessische Landesregierung überträgt der TU Darmstadt zum 1. Januar 2005 weit reichende Freiheiten und Verantwortung. Dazu zählen eine "Studiengarantie" gegenüber den Immatrikulierten für einen zügigen und Erfolg versprechenden Studienverlauf, die autonome Entscheidung über die Berufung und Besoldung von Professoren (auch als Angestellte), das alleinige Recht zur Strukturierung von Studiengängen und neuen Prüfungsordnungen sowie die Hoheit über den Haushalt, die Vermietung, den Ankauf und Verkauf von Grundstücken und Gebäuden.

Wörner wird künftig auch dem bedeutendsten Netzwerk der europäischen Technischen Universitäten vorstehen. Der Bauingenieur wurde von der Generalversammlung der "Conference of European Schools of Advanced Engineering, Educaction and Research (CESAER) in Istanbul zum neuen Präsidenten gewählt. Der Verbund vereint 55 führende europäische Technische Universitäten und setzt sich für strategische Reformen und hohe Qualitäts-Standards in der Ingenieurausbildung und der wissenschaftlichen Forschung in Europa ein. Dem neuen CESAER-Vorstand gehören auch Vertreter der University Chalmers (Göteborg) und der École Centrale Paris an.
Das Netzwerk bekennt sich zu umfassender universitärer Autonomie und Wettbewerb, setzt sich für "Cross-over"-Kooperation mit anderen Fachdisziplinen ein und stellt einander "Best practise"-Beispiele vor. Ein wesentliches Ziel von CESAER ist es, die Attraktivität des europäischen Hochschulraums für exzellente Nachwuchswissenschaftler und Studierende aus anderen Kontinenten zu steigern und den "brain drain" in die USA zu drosseln. In diesem Zusammenhang wird die Gründung einer European Graduate School in Engineering auf einer CESAER-Plattform diskutiert.

Zur Person: Johann-Dietrich Wörner wurde 1990 als Professor für Bauingenieurwesen an die TU Darmstadt berufen und ist seit 1995 Präsident der TUD. Derzeit ist er Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der 24 Technischen Universitäten und Hochschulen in Deutschland.
Wörner war einer der treibenden Kräfte zur Gründung des deutschen Akkreditierungsverbundes für Ingenieurstudiengänge und der Akkreditierungsagentur für Studiengänge des Ingenieurwesens und der Informatik. Für die TU Darmstadt rief er den international viel beachteten Evaluationsverbund mit den Universitäten Karlsruhe und Kaiserslautern unter Moderation der ETH Zürich ins Leben. Seit 2000 gehört Wörner dem Hochschulrat der École Centrale Paris an.
Wörner wendet sich prinzipiell gegen Studiengebühren, weil er "Investition in Köpfe und Bildung" als vornehmste staatliche Aufgabe ansieht. Die Universitäten sollten sich auf die Reform von Studiengängen und einen Mix aus besserer Betreuung und klaren Leistungshürden für die Studierenden konzentrieren.

Ansprechpartner: Jörg Feuck, Pressestelle der TU Darmstadt, Tel. 06151/164731

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