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Litauen und Europa

12.11.2004 - (idw) Universität Erfurt

"Liegt Litauen im Zentrum Europas?", fragen am Dienstag, dem 16. November, die Ingenieurwissenschaftler Prof. Hartmut Münch von der Fachhochschule Erfurt und Prof. Antanas Klibavicius von der Technischen Universität Vilnus. Der gemeinschaftliche Vortrag von zwei Professoren aus den Partnerstädten wird im Rahmen der 9. Ringvorlesung der Universität zur "EU-Osterweiterung" um 18.00 Uhr im Rathausfestsaal gehalten. "Litauen liegt geografisch im Mittelpunkt Europas, politisch und wirtschaftlich ist es um eine Annäherung an Mitteleuropa bemüht, ohne die wirtschaftlichen Verflechtungen mit seinen östlichen Nachbarn aufzugeben", so die Einschätzung der Ingenieurwissenschaftler. Ihr Vortrag will versuchen, Aspekte der Verkehrsinfrastruktur und der Stadtentwicklung in Litauen zu beleuchten. "In der ehemaligen Sowjetrepublik gab es in der Vergangenheit durchaus vergleichbare Entwicklungen wie in der ehemaligen DDR", so Prof. Münch. Die Plattenbaugebiete - errichtet in den 70iger und 80iger Jahre - haben dagegen einen etwas anderen Weg genommen als vergleichbare Gebiete in den ostdeutschen Kommunen. Positive Beispiele zeigten sich bei der Nachnutzung bzw. Umwandlung ehemaliger Militärflächen. "Einfamilienhaussiedelungen sind an den Rändern von Städten, in kleinen Gemeinden, aber auch zwischen den Siedlungen entstanden und befördern so eine flächenhafte Suburbanisierung". Der Eisenbahnverkehr nehme eine untergeordnete Rolle in Litauen ein, wogegen der Straßenverkehr und im öffentlichen Bereich der Busverkehr sowohl im regionalen, überregionalen und auch internationalen Verkehr besondere Bedeutung erlangt habe.

Prof. Dr.-Ing. Hartmut Münch lehrt seit 1993 im Fachgebiet Verkehrswesen an der Fachhochschule Erfurt und war vorher an der heutigen Bauhaus-Universität in Weimar tätig. Das erste Mal besuchte er Litauen 1978. Mit der Hochschule in Vilnius verbinden ihn seitdem vielfältige Aktivitäten vom Studentenaustausch, über die Teilnahme an Konferenzen und Forschungsaktivitäten bis hin zu vielen persönlichen Kontakte so z.B. zu Prof. Dr.-Ing. Antanas Klibavicius, der an der Gediminas Universität Vilnius Verkehrsplanung lehrt. Prof. Klibavicius ist international ein anerkannter Fachmann und Deutschlandkenner.

Die gemeinsam mit der Fachhochschule, mit Unterstützung der Sparkassenfinanzgruppe, der Stadtverwaltung Erfurt und der Universitätsgesellschaft Erfurt e.V. veranstaltete und von der Thüringischen Landeszeitung präsentierte populäre Reihe bietet jeweils dienstags (Beginn 18.00 Uhr im Rathausfestsaal/ außer am 3. November in der Michaeliskirche) in insgesamt 14 Veranstaltungen Vorträge von Europapolitikern und Professoren verschiedener europäischer Universitäten sowie ein abschließendes Podium mit dem Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus.

Nächster Termin der Reihe:
Dienstag, 23.11.2004; 18.00 Uhr; Rathausfestsaal
"Das erneuerte Herz Europas? Die Tschechische Republik nach der Samtenen Revolution", Professor Jan Sokol Ph.D. Csc., Karls-Universität Prag
Weitere Informationen: http://www.uni-erfurt.de/presse/veranstaltungen/ringvorlesung/osterweiterung.html - das komplette Programm
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