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FiBS zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

17.11.2004 - (idw) Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS)

Forschungsinstitut unterstützt die Veranstaltung "Familie und Beruf - eine Herausforderung!" in Köln - Dr. Dieter Dohmen referiert über kommunale Familien- und Bildungspolitik als Standortfaktor im demografischen Wandel "Familie und Beruf - eine Herausforderung!" - so lautet der Titel der Fachtagung im Historischen Rathaus der Stadt Köln, die das Kölner Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) unterstützt. Auf Einladung des Oberbürgermeisters Fritz Schramma treffen sich am 20. November 2004 ab 10.30 Uhr Bürgerinnen und Bürger zu Talkrunden, Workshops und 45 Infoständen, die vom Amt für Gleichstelltung von Frauen und Männern organisiert wurden.

Hier diskutieren namhafte VertreterInnen aus Betreuungs- und Beratungspraxis, Wirtschaftsunternehmen, Politik, Verwaltung, Bildung und Wissenschaft. Themen wie Familiengründung, Lebens- und Arbeitsgestaltung mit Kindern, Bedarf und flexible Lösungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Finanzierung und betriebswirtschaftlicher Nutzen stehen im Zentrum der Gespräche. Ideen, Informationen und Erfahrungen mit Kinderbetreuung, Bildung und Arbeit, Haushaltshilfen, Personal- und Unternehmensentwicklung sowie individuellen Lebenskonzepten sollen ausgetauscht werden. Wer Beratung braucht, kann hier AnsprechpartnerInnen finden.

Aussteller neben dem FiBS sind Unternehmen, Institute, Kirchen, städtische Einrichtungen, gemeinnützige Verbände und Beratungsstellen. Zu den Sponsoren der Veranstaltung gehören unter anderem auch Ford, GEW RheinEnergie, GAG Immobilien und die Stadtsparkasse Köln.

Dr. Dieter Dohmen, Bildungsökonom und Leiter des FiBS, wird ab 13.45 Uhr im Workshop über "Kommunale Familien- und Bildungspolitik als Standortfaktor im demografischen Wandel" Anforderungen und Perspektiven für Köln vorstellen. Peter Hoffstadt, der Familienbeauftragte der Stadt Köln, wird hier aktuelle Initiativen der Stadt Köln darstellen. Das Ziel des Workshops, der von dem Bildungsjournalisten Armin Himmelrath moderiert wird, besteht darin, Handlungsfelder aufzuzeigen, mit denen Köln sein Leitbild einer Bildungs- und familienfreundlichen Stadt realisieren kann. Diskussionsbeiträge und Erfahrungen der Eltern sind hierbei von zentraler Bedeutung.

Die Kölner Fachtagung mit Infobörse bietet allen Interessenten, jungen Paaren, Müttern und Vätern, VertreterInnen aus Firmen, Politik und Verwaltung eine Plattform für intensive Gespräche, Beratung, Wissens- und Erfahrungsaustausch. Sie ist eine Initiative im "Kölner Bündnis für Familien", das sich für eine Verbesserung der Kinder- und Familienfreundlichkeit in Köln einsetzt.

Kommune, Wirtschaft und Gesellschaft sind angesichts aktueller Betreuungs- und Bildungsentwicklung, rückläufiger Geburtenzahlen, Arbeitsmarkt- und Unternehmensentwicklung im Kölner Raum und stetig steigender Qualifikationsanforderungen auf besser ausgebildete Kinder und auf eine stärkere Erwerbsbeteiligung beider Elternteile angewiesen. Die Bedeutung von nachfrageorientierter Kinderbetreuung, von nachhaltiger Familien- und Bildungspolitik ist beträchtlich. "Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch in Köln ein wichtiges Thema für Eltern und diejenigen, die es werden wollen. Sie brauchen nachfrageorientierte und finanzierbare Lösungen," sagt Dr. Dieter Dohmen. "Darüber hinaus sind Familien- und Bildungspolitik aber auch wesentliche Standortfaktoren im bevorstehenden demografischen Wandel. Kommunen und Regionen, die mit einem besseren Bildungs- und Betreuungssystem aufwarten können, werden leichter hochqualifizierte Arbeitskräfte und damit auch Unternehmen anziehen können. Köln konkurriert regional mit Bonn und Düsseldorf, aber auch mit den umliegenden Kreisen.

Das Angebot an flexiblen und zuverlässigen Krippen-, Kindergarten- und Hortplätzen ist ein Kernelement in einem solchen, unbedingt erforderlichen Konzept. Hierbei geht es nicht nur um Versorgungsquoten, sondern um qualitativ hochwertige Angebote. Von den Kölner Kindern haben 40 Prozent einen Migrationshintergrund, viele andere kommen aus benachteiligten Familien, so dass nicht Betreuung, sondern auch Bildung und Erziehung immer wichtiger werden. Leere Stadtkassen sind ein Problem, können aber letztlich nicht als Dauerargument gegen die nötigen Veränderungen gelten. Wer jetzt richtig handelt, wird für die Zukunft gut gerüstet sein. Mit einer übergreifenden Strategie werden die erforderlichen Finanzmittel letztlich an anderer Stelle frei."

Weitere Hinweise zur Veranstaltung gibt der beiliegende Flyer und das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern, Ulrike Han, Telefon (0221) 221-22744 oder E-Mail ulrike.han@stadt-koeln.de.

Das Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie hat sich in den letzten Jahren mehrfach mit ökonomischen Aspekten von Kinderbetreuung und Bildung engagiert: Aktuelle Arbeiten sind z.B. ein Beitrag zur Kindergartenfinanzierung sowie ein Gutachten zu Kosten-Nutzen eines Gütesiegels in der Kinderbetreuung für das Deutsche Jugendinstitut. Darüber hinaus werden derzeit Studien zu den Effekten des demografischen Wandels im Bildungssystem und zu Bildungs-Benchmarking durchgeführt. Schon 2001 war nachfrageorientierte Bildungsfinanzierung für Kindertagesstätten ein Thema der FiBS-Konferenz. Im gleichen Jahr wurde der Eltern-Ratgeber "Kinder-Karte Köln. Ein Wegweiser durch Krabbelgruppe, Kindergarten und Hort" veröffentlicht, der 2005 in einer aktualisierten, erweiterten Fassung aufgelegt werden soll. Um den Ratgeber möglichst günstig und breit verteilen zu können, werden für die Realisierung noch Sponsoren und Werbepartner gesucht.


Nähere Informationen zum FiBS und seinen Arbeiten bietet die Homepage des Forschungsinstituts (www.fibs-koeln.de).

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Kontakt: Birgitt A. Cleuvers (FiBS), Tel. 02 21 / 550 95 16
Wir freuen uns über einen Hinweis auf Ihre Berichterstattung. Vielen Dank!
Weitere Informationen: http://www.stadt-koeln.de/stadtinitiativ/gleichstellung/artikel/07111/index.html - Hinweis der Stadt Köln zur Veranstaltung
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