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Händels Messias in selten gespielter Fassung

19.11.2004 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Am 3.,8., 10. und 12. Dezember 2004 führen Chor und Orchester der Universität Witten/Herdecke das Oratorium in der von Wolfgang Amadeus Mozart bearbeiteten Fassung auf Seit 14 Jahren gehören die alljährlichen Aufführungen großer Oratorien durch Chor und Orchester der Universität Witten/Herdecke zum festen Bestandteil des kulturellen Lebens der Region. Universitätsmusikdirektor Ingo Ernst Reihl achtet bei der Werkauswahl darauf, dass neben weltbekannter Literatur eben auch selten zu hörende Oratorien einstudiert und aufgeführt werden.

So nahmen sich die Wittener vor dem berühmten Verdi-Requiem (1997) der unbekannteren Totenmesse Dvoráks an (1996), und nach Haydns beliebter "Schöpfung" (2002) und dem zu Unrecht vergessenen Oratorium "Moses" von Max Bruch im Vorjahr folgen in diesem Winter Aufführungen des berühmten "Messias" von Georg Friedrich Händel - allerdings in der selten gehörten Fassung von Wolfgang Amadeus Mozart. In den Aufführungen des Wittener Uni-Ensembles wird zudem eine weitere klassische Tradition aus der Vergessenheit gehoben: Die Rezitative werden nicht vom Cembalo, sondern von einer Glasharmonika begleitet - für diesen Part konnte der bekannte Glasmusiker Sascha Reckert gewonnen werden.

47 Jahre nach der Uraufführung des Händelschen Oratoriums erhielt Mozart 1789 vom Wiener Aristokraten und Musikförderer Gottfried van Svieten den Auftrag, den "Messias" für die "Gesellschaft des associierten Cavaliers" aufzuführen. Barocker Praxis entsprechend enthielt dieser Auftrag gleichzeitig die Verpflichtung, das Werk für die praktischen Gegebenheiten einzurichten. Dies könnte heute als Sakrileg erscheinen, war es aber keinesfalls für Mozart und seine Zeitgenossen. Neben der Straffung der Form sorgte Mozart für eine "moderne" Orchestrierung. Die barocke Struktur wurde sozusagen aufklärerisch-klassisch mit dem spezifischen Klang eines Mozart-Orchesters neu eingekleidet.

Als Solisten wurden verpflichtet: Benita Borbonus (Sopran), Dagmar Linde (Alt), Wolfram Wittekind (Tenor) und Almas Svilpa (Bass).

Termine (jeweils 20.00 Uhr): Freitag, 03.12.2004, Universität Witten/Herdecke, Alfred-Herrhausen-Straße 50, Witten, Mittwoch, 08.12.2004, St. Hippolytus-Kirche, Industriestraße, Gelsenkirchen-Horst, Freitag, 10.12.2004, Mariendom (Wallfahrtskirche) zu Velbert-Neviges, Sonntag, 12.12.2004, St. Marien-Kirche, Marienplatz, Witten-Zentrum

Karten für EUR 10,- / erm. EUR 5,- an der Abendkasse. Vorverkauf (zzgl. VVK-Gebühr) über "Der Kulturladen", Ruhrstraße 13-15, Witten, Tel.: 02302/28 28 3-0
Weitere Informationen: http://www.demond.de/chor http://www.reihl-kultur.de http://www.dasjungeorchester.de http://www.uni-wh.de/stufu
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