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Neue Wege in der Juristenausbildung an der Uni Kassel

19.11.2004 - (idw) Universität Kassel

Mit einer Feierstunde im Gießhaus der Universität wurde am 19. November das Institut für Wirtschaftsrecht eröffnet. Minister Corts würdigte die Gründung des Instituts als einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Lehr- und Forschungskompetenz der Universität Kassel. Er betonte, dass der vom Institut verantwortete neue Studiengang Wirtschaftsrecht eine echte Alternative zum herkömmlichen Jura-Studium darstelle.
Das Institut legt besonderen Wert auf den Praxisbezug seiner Arbeit und auf Kontakte mit der Praxis. Seit Jahren finden Veranstaltungen gemeinsam mit dem Bundessozialgericht zu sozialrechtlichen Fragen sowie Veranstaltungen mit der Alcatel-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung zu Fragen des elektronischen Rechtsverkehrs und des Datenschutzrechts statt. Aus der bisherigen Arbeit der Institutsmitglieder sind neben zahlreichen Dissertationen und Monographien auch mehrere Lehrbücher sowie Standard-Kommentare und -Handbücher für die Praxis hervorgegangen. Wissenschaftsminister Corts eröffnet Institut für Wirtschaftsrecht

Kassel. Mit einer Feierstunde im Gießhaus der Universität wurde am 19. November das Institut für Wirtschaftsrecht eröffnet. Minister Corts würdigte die Gründung des Instituts als einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Lehr- und Forschungskompetenz der Universität Kassel. Er betonte, dass der vom Institut verantwortete neue Studiengang Wirtschaftsrecht eine echte Alternative zum herkömmlichen Jura-Studium darstelle. Er freue sich besonders darüber, dass der Studiengang in Module gegliedert ist, studienbegleitende Prüfungen ermögliche und bereits nach sieben Semestern zum Bachelor of Laws (B.LL.) und nach drei weiteren Semestern zum Master of Laws (M.LL.) führe. Corts begrüßte, dass in der Juristenstadt Kassel mit seiner Vielzahl von hohen Gerichten und Behörden nun ein juristischer Studiengang angeboten werde, von dem er viel erwarte. Die UNIK habe ihre Fachkompetenzen klug genutzt und damit ein Beispiel gegen das phantasielose Beharren auf tradierten Strukturen in der Juristenausbildung geschaffen.

Der Präsident der Bundessozialgerichts von Wulffen betonte in seinem Grußwort, dass die Gründung des Instituts für die Juristenstadt Kassel eine Bereicherung darstelle. Er hoffe, dass die bereits bestehende Kooperation mit seinem und anderen Gerichten in Kassel intensiviert werde. Der frühere Finanzvorstand der Volkswagen AG, Dr. h.c. Bruno Adelt, begrüßte den neuen Studiengang Wirtschaftsrecht, weil dieser an den praktischen Bedürfnissen der Wirtschaft an jungen Juristen mit wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnissen orientiert sei. Dem Institut bestätigte er, praxisrelevante wirtschaftsrechtliche Themen zu erforschen, und sah in ihm einen geeigneten Partner der Wirtschaft und öffentlicher Institutionen. Der Student Christoph Schäfer wies auf die große Nachfrage nach dem neuen Studiengang hin. Er und seine 60 Mitstudierenden seien froh, unter den 537 Bewerbern einen Studienplatz in Kassel bekommen zu haben.

Dem Institut für Wirtschaftsrecht gehören die fünf rechtswissenschaftlichen Fachgebiete Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialrecht (Prof. Andreas Hänlein), Wirtschaftsrecht (Prof. Bernhard Nagel), Öffentliches Recht, Umwelt- und Technikrecht (Prof. Alexander Roßnagel), Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht (N. N.) sowie Grundlagen des Rechts, Privatrecht und Ökonomik des Zivilrechts an. Neben diesen fünf Professoren, gehören dem Institut zwei Honorarprofessoren, ein Privatdozent, fünf Lehrbeauftragte aus der Praxis sowie 15 Wissenschaftliche Mitarbeiter an.

Schwerpunkte der Forschung des Instituts liegen im europäischen Wirtschaftsrecht, in verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Fragen des Umwelt- und Technikrechts, in der Erfassung des Sozialrechts in seiner spezifischen Ausprägung als soziales Wirtschaftsrecht und in Fragen der Rechtsökonomik, insbesondere der Bildungsfinanzierung. Gegenwärtig sind umfangreiche Drittmittelprojekte zu Themen des elektronischen Rechtsverkehrs in Arbeit, die das Fachgebiet Öffentliches Recht mit seiner Projektgruppe verfassungsverträgliche Technikgestaltung (provet) durchführt, ebenso Untersuchungen zur Bedeutung der Dienste im allgemeinen wirtschaftlichen Interesse in Europa. Im Aufbau befindlich sind Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Public Governance, Ökonomische Analyse des Rechts, Umweltrecht und Recht der beruflichen Bildung.

Das Institut legt besonderen Wert auf den Praxisbezug seiner Arbeit und auf Kontakte mit der Praxis. Seit Jahren finden Veranstaltungen gemeinsam mit dem Bundessozialgericht zu sozialrechtlichen Fragen sowie Veranstaltungen mit der Alcatel-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung zu Fragen des elektronischen Rechtsverkehrs und des Datenschutzrechts statt. Aus der bisherigen Arbeit der Institutsmitglieder sind neben zahlreichen Dissertationen und Monographien auch mehrere Lehrbücher sowie Standard-Kommentare und -Handbücher für die Praxis hervorgegangen.


jb
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tel (0561) 804 2255
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