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Neues Abrechnungssystem: KBV-Spitze unterstützt urologische Belegärzte

22.11.2004 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Urologie

Salzhausen/Lüneburg. Mehr als 130 Ärztinnen und Ärzte aus dem gesamten Bundesgebiet waren am vergangenen Wochenende Gäste der 8. Salzhäuser Gespräche, um sich aus erster Hand von anerkannten wissenschaftlichen Referenten über die neuesten Erkenntnisse und Studien der Inkontinenzdiagnostik und -Therapie zu informieren.
Mit dem ersten Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)
Dr. Manfred Richter-Reichhelm sowie dem Geschäftsführer der KBV, Dr. Andreas Köhler, diskutierten die Urologen während der dreitägigen Veranstaltung im Hotel Bergström in Lüneburg das neue Abrechnungssystem EBM 2000plus, das im April 2005 in Kraft tritt. Diese seit Jahren vorbereitete neue Vergütungsregelung sorgte bis zuletzt für Verwirrung und Unruhe in der Ärzteschaft.
Die Belegärzte kritisierten vor allem die von der KBV zunächst geplanten Bewertungen der stationär erbrachten Eingriffe. Insbesondere bei größeren Operationen mit erforderlichen Assistenzen sei keine kostendeckende Leistungserbringung mehr zu gewährleisten und damit, sollte keine Korrektur erfolgen, das Belegarztsystem Historie.
"Sie können sicher sein, der EBM 2000plus tritt nicht in Kraft, ohne vorherige Korrektur dieser nicht beabsichtigten Verwerfungen", versicherte Dr. Köhler. In die erforderlichen Nachverhandlungen werde Dr. Klaus Schalkhäuser, Vorsitzender des Bundesverbandes einbezogen. Köhler versprach darüber hinaus, das Belegarztsystem als Ganzes zu stützen: "Als 'Freiberufler' sind gerade die Belegärzte in der Lage, modellhaft als Versorgungsalternative zur geplanten institutionellen Öffnung der Krankenhäuser einzutreten. Zudem praktizieren die Belegärzte als Vertragsärzte der Kassen seit Jahrzehnten die so vehement geforderte Aufhebung der scharfen Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung." Der KBV- Geschäftsführer empfahl darüber hinaus, dieser Versorgungsform als ein gutes Beispiel, für die Verzahnung des ambulanten mit dem stationären Bereich, mehr Öffentlichkeit zu verschaffen.
Die Teilnehmer waren auch in diesem Jahr wieder vom Konzept der Salzhäuser Gespräche überzeugt: "Aus den medizinischen Fachvorträgen konnte ich viele Informationen für die Praxis übernehmen. Die Ausführungen zum neuen Abrechnungssystem brachte uns insgesamt mehr Klarheit und ich persönlich blicke nun optimistischer in die Zukunft", sagte Dr. Werner Martell, Urologe aus Geseke, stellvertretend für viele seiner Kollegen.
Fazit des Auditoriums: Das war wieder Fortbildung auf hohem Niveau.
Geschäftsführerin des Krankenhauses Salzhausen und Schirmherrin der Veranstaltung Margit Johns und Initiator Dr. Andreas W. Schneider können deshalb zufrieden sein.
"Ich freue mich natürlich über das positive Echo der Kollegen und über die hohe Teilnehmerzahl an dieser einzigen Fortbildungsveranstaltung für Belegärzte in Deutschland", so Dr. Schneider. Vor allem die feste Zusage der KBV-Spitze, das Belegarztwesen zukünftig zu stärken, kann er für sich und seine Berufsgruppe als großen Erfolg verbuchen.
Weitere Informationen: http://www.urologen.net
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