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DEUTSCHLAND WIRD ATTRAKTIVER

26.11.2004 - (idw) Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.

15% MEHR US-STUDENTEN ABSOLVIEREN AUSLANDSSTUDIUM IN DEUTSCHLAND Die Zahl der US-Studenten, die einen anerkannten Teil ihres Studiums in Deutschland verbringen, ist im Hochschuljahr 2002/03 um 15% gestiegen. Das ist der stärkste Anstieg seit Jahren - und ein größerer als für alle anderen wichtigen Zielländer. Mit 5.587 Studierenden aus den USA liegt Deutschland auf Platz 7. Das zeigen Daten, die das Institute of International Education (IIE) in New York in der vergangenen Woche veröffentlicht hat.
Insgesamt ist die Zahl der US-Auslandsstudierenden gegenüber dem Vorjahr um 8,5% auf 175.000 gestiegen. Die begehrtesten Zielländer sind weiterhin Großbritannien (31.700), Italien und Spanien (je 19.000) sowie Frankreich (13.000).
In den letzten sechs Jahren hat das Auslandsstudium von jungen Amerikanerinnen und Amerikanern um 76% zugenommen. Deutschland war bei diesem kleinen "Boom" gegenüber anderen Zielländern stark in Rückstand geraten. Nach den neuesten Zahlen holen wir nun auf. Gegenüber 1996/97 verzeichnet Deutschland einen Zuwachs von 46%, in einer ähnlichen Größenordnung wie Großbritannien (+ 39%) und Frankreich (+ 56%). Es zahlt sich aus, dass sich deutsche Universitäten stärker um amerikanische Studierende bemühen. Der DAAD hat seine Informations- und Beratungsarbeit in den USA in den letzten Jahren stark ausgebaut und erstmals auch für Studierende im Erststudium (undergraduates) Stipendien angeboten.
Freilich bleibt noch viel zu tun: Mit einem "Marktanteil" von gut 3% schöpft Deutschland sein Potenzial bei weitem nicht aus. In Italien und Spanien, wo zahlreiche US-Universitäten Sommerprogramme unterhalten, haben sich die Zahlen in sechs Jahren mehr als verdoppelt.
Kurze Programme sind bei US-Studierenden besonders populär: Mehr als die Hälfte der Auslandsstudierenden geht für weniger als 8 Wochen ins Ausland, nur 8% bleiben länger als ein Semester. Der DAAD wird daher demnächst ein Pilotprogramm ausschreiben, um deutsche Hochschulen bei der Entwicklung von kürzeren Studienangeboten zu unterstützen, die auf die besonderen Erwartungen und Bedürfnisse amerikanischer Studierender abgestellt sind.

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