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Kolloquium: Neue Entwicklungen in Computer-Hardware

30.11.2004 - (idw) Universität des Saarlandes

Gemeinsames Kolloquium der Universität Kaiserslautern und der Universität des Saarlandes
Montag, 6. Dezember 2004, 16 Uhr,
Campus der Universität des Saarlandes, Informatikgebäude 45, Hörsaal 2
Dr. David Kirk, Chief Scientist bei Nvidia und
Prof. Peter Shirley, University of Utah Zu einem internationalen öffentlichen Vortrag lädt das kürzlich gegründete Kompetenzzentrum Informatik der Universität des Saarlandes gemeinsam mit der Universität Kaiserslautern ein. Das mit zwei hochkarätigen Wissenschaftlern besetzte Kolloquium diskutiert aktuelle Entwicklungen in der Computer-Hardware und ihre weit reichenden Konsequenzen. Am Beispiel der Computergraphik werden David Kirk, Chief Scientist bei Nvidia, dem größten Hersteller von Graphikkarten für Computerspiele, und Prof. Peter Shirley von der University of Utah aktuelle Trends in Hardware und Software aus sehr unterschiedlichen Richtungen beleuchten.

Die Computerindustrie steht an einem Scheideweg: Die Zeiten der dramatisch schneller werdenden Prozessoren ist vorbei. Statt auf höhere Taktraten setzt die Industrie verstärkt auf Parallelisierung der Prozessoren, indem immer mehr Recheneinheiten auf einem Chip integriert werden. Dies verändert die Informationstechnologie grundlegend, wie am Beispiel der Graphik-Prozessoren (GPUs) deutlich wird. Durch starke Parallelisierung verfügen sie heute über eine hohe Rechenleistung, sind aber deutlich günstiger als die Hauptprozessoren (CPUs) eines Rechners. Erstaunlicherweise entwickeln sich die Graphikprozessoren sogar schneller als es das bekannte Mooresche-Gesetz (Verdoppelung der Geschwindigkeit in 18 Monaten) vorsieht.

Heute kann man auch Graphik-Prozessoren vollständig programmieren. Sie werden daher zunehmend für allgemeine Anforderungen in der nicht-graphischen Programmierung verwendet (Datenbanken, wissenschaftliches Rechnen, etc.). Allerdings benutzen heutige Graphik-Prozessoren ungewöhnliche Programmiermodelle (z.B. Stream-Computing). Gleichzeitig erhöht sich aber auch die Leistungsfähigkeit heutiger Prozessoren durch parallele Eigenschaften wie SIMD-Befehle, mehrere CPUs pro Chip (Multi-Core), oder ganz neue CPU-Architekturen. Leider sind diese parallelen Architekturen nur schwer zu programmieren. Die IT-Industrie ist auf diese neuen Herausforderungen bisher nur sehr unzureichend vorbereitet und auch auf die Forschung und Lehre an den Hochschulen kommen neue Aufgaben zu.

Bei dem vom "Kompetenzzentrum Informatik" der Universität des Saarlandes organisierten Kolloquium werden die beiden amerikanischen Wissenschaftler die aktuellen Hardware- und Software-Entwicklungen am Beispiel Computergraphik aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und ihre Konsequenzen diskutieren.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Programm: http://graphics.cs.uni-sb.de/fg-bildsynthese/20041206kolloquium.php

Sie haben Fragen? Bitte wenden Sie sich an das
Kompetenzzentrum Informatik
Friederike Meyer zu Tittingdorf
Tel. (0681) 302-3647
E-Mail: presse@cs.uni-sb.de

Fachliche Fragen:
Prof. Philipp Slusallek
Tel. (06 81) 3 02-38 31
E-Mail: slusallek@cs.uni-sb.de

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