Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 22. Dezember 2014 

Kommunikation für das Katastrophenmanagement

02.12.2004 - (idw) Fraunhofer-Gesellschaft

Fraunhofer IMK und die Feuerwehr Dortmund starten das gemeinsame Projekt SHARE - Datenfunkgestütztes multimodales Informationsmanagement für die Einsatzleitung bei großen Schadenslagen Am 7./8.12.2004 findet in Dortmund unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Medienkommunikation IMK in Sankt Augustin das Kick-off-Meeting des Projekts SHARE statt. Innerhalb des SHARE-Projekts wird ein innovatives mobiles Kommunikationssystem entwickelt, das eine umfassende multimodale Kommunikation und Dokumentation für Feuerwehr und Rettungsdienste beim Katastrophenmanagement bieten soll. Es soll die Kommunikation und Dokumentation bei großen Schadenslagen vereinfachen, Rettungskräfte unterstützen, die wenig Fremdsprachenkenntnisse haben, und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Rettungsorganisationen in Europa und bei internationalen Einsätzen gewährleisten.

Derzeit benutzen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste die analoge Halbduplex-Sprechfunktechnologie mit einfacher Push-To-Talk-Sprachkommunikation. Die gesamten Lageinformationen, Berichte und Dokumentationen zur Entscheidungsunterstützung werden weitgehend manuell bearbeitet. Nach der Einführung des neuen Systems sollen die Einsatzleitungen Online-Zugänge zu Datendienstleistungen nutzen, die aktuelle Lageinformationen einschließlich Audio, Video, Text, Graphik sowie Details zum Notfall, zum Standort und zur Umgebung bereitstellen. So kann die Einsatzstelle Videos vom Einsatzort einsehen und schneller auf sich ausbreitende Brände reagieren und die Rettung gefährdeter oder vermisster Personen veranlassen. Interaktive digitale Karten zeigen den Standort der einzelnen Einsatzfahrzeuge.

Das SHARE-Konzept soll in eine auf UMTS-Datenfunkkommunikation und mobilem WLAN basierte Kommunikations-Infrastruktur integriert werden. Die technologischen Innovationen umfassen Impulse und neue Anwendungen für den im Aufbau befindlichen Digital-Funk für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste, die Weiterentwicklung der multimodalen Push-to-Share-Technologie (innovative Technologie für mobile Dienstleistungen), intelligente digitale Landkarten, die standortbasierte Dienstleistungen und Informationen beinhalten, semantische Indexierung von Multimediadaten sowie robuste Sprach- und Bildverarbeitungsalgorithmen.

Außer dem Fraunhofer IMK und der Feuerwehr Dortmund sind etliche europäische Partner aus Forschung und Wirtschaft an SHARE beteiligt: Universität Paderborn - CIK, Telisma S.A. und Siemens Réseaux Informatique et Télécommunications SAS, Frankreich, Loquendo SpA, Italien, Tele Atlas, Belgien, Aristoteles-Universität Thessaloniki und Nationales Zentrum für Wissenschaftliche Forschung "Demokritos", Griechenland. SHARE wird von der EU im 6. Rahmenprogramm "Technologien für die Informationsgesellschaft" mit 2,86 Mio. gefördert. Nach drei Jahren werden die Projektergebnisse von der Feuerwehr Dortmund in der Praxis getestet.

Kontakt Fraunhofer IMK:
Jobst Löffler jobst.loeffler@imk.fraunhofer.de
Tel: 02241 / 14-1956 Fax: 02241 / 14-2597
http://www.imk.fraunhofer.de
Weitere Informationen: http://www.imk.fraunhofer.de
uniprotokolle > Nachrichten > Kommunikation für das Katastrophenmanagement
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/92220/">Kommunikation für das Katastrophenmanagement </a>