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Professor Hüfners Krimi "Der Tote von Dresden" im universitären Diskurs

03.12.2004 - (idw) Universität des Saarlandes

Wie kam die Physik zur Literatur?
Prof. Dr. Hüfner liest
Prof. Dr. Anke-Marie Lohmeier kritisiert

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen:
Freitag, 10.12.2004, 15 Uhr c.t.
Hörsaal II, EG, Bau 22

Pressemitteilung des Conte-Verlags zum Erscheinen des Buchs im September 2004:
Der Campus der Technischen Universität Dresden, einige Jahre nach der Wende: Eines Morgens liegt Professor Weißmüller, der Direktor des Instituts für Werkstoffforschung tot in seinem Büro. Er hat sich bei einem Sturz das Genick gebrochen. War es ein Unfall, oder hat jemand nachgeholfen? Fand eine handgreifliche Auseinandersetzung statt? Dass es in dem Institut Spannungen gibt, bleibt den beiden Kripobeamten Bernd Hartmann und Jens Weiss nicht lange verborgen. Nach der Wende war das einst zur Akademie der Wissenschaften gehörende Institut von Grund auf umorganisiert worden. Über die Hälfte des Personals hatte man entlassen, fast alle Leistungspositionen mit Forschern aus dem Westen besetzt. Der Physiker Weißmüller war aus Köln gekommen, um das Institut nach westlichen Managementkriterien flott zu machen und Forschungsmittel aus der Industrie an Land zu ziehen. Mit wem hat sich der wissenschaftliche Direktor in einem Büro gestritten? Der Verdacht fällt auf einen ehemaligen Institutsmitarbeiter. Der war zu DDR-Zeiten mit der Leitung politisch aneinander geraten, jetzt fühlte er sich von den "neuen Kolonialherren" gemobbt. Aber auch untereinander sind sich die neuen Herren offenbar nicht grün. Dem "Ossi"-Beamten Jens Weiss begegnen diese "Wessis" mit Herablassung.
Vorurteile, Ressentiments, aber auch reale Gegensätze zwischen Ost und West erlebt Weiss im Dresden der 90er Jahre auf Schritt und Tritt. In der nüchternen Atmosphäre des Forschungsinstituts, im herbstlich-melancholischen "Elbflorenz" wird der Leser zum Zeugen eines Landes im Umbruch. Spannend ist der "Tote von Dresden" nicht zuletzt durch die Fragen, die er aufwirft über die Zusammenhänge zwischen Kriminalistik und Physik.

Stefan Hüfner schickt seinen Ermittler in ein Umfeld, das ihm bis ins Detail vertraut ist. Der 1935 geborene Autor war selbst Professor für Experimentalphysik. Hüfner forschte und lehrte unter anderem an der FU, Berlin, in den USA, der Schweiz und in England. Vor seiner Emeritierung war er Vizepräsident der Universität des Saarlandes. Er lebt heute in Saarbrücken. Von Hüfner erschienen bisher drei Romane, "Der Tote von Dresden" ist sein erster Krimi.

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