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Brasilianischer Abend

06.12.2004 - (idw) Fachhochschule Reutlingen. Hochschule für Technik und Wirtschaft

Brasilianische Studierende der Hochschule Reutlingen stellen ihr Heimatland vor Der im Dezember organisierte Länderabend stand unter dem Motto "Brasilien kennen lernen". Diese Veranstaltung wurde von brasilianischen Studierenden realisiert, die mit viel Engagement und Freude an der Sache durch den Abend führten. Die Akteure im Vordergrund waren Giselle Beyer Thó aus Writiba, DAAD-Stipendiatin, und Maylis Zacher Baptistella aus Camaqua, beide aus dem kalten Süden Brasiliens. Beide Studentinnen studieren im MBA-Studiengang Internationales Marketing des Fachbereichs ESB (European School of Business). Insgesamt sind sechs Studierende aus Brasilien an der Reutlinger Hochschule eingeschrieben.

In einer Präsentation über Land und Leute erhielt das Publikum eine Runduminformation über Geschichte, Geografie, Wirtschaft, Kultur und Sehenswürdigkeiten. Im Bereich der Wirtschaft erhielten Giselle und Maylis Unterstützung von einem ecuadorianischen Studenten, der über Mercorsur berichtete, einem Handelsabkommen, das eine schrittweise Schaffung eines gemeinsamen Marktes in Südamerika zum Ziel hat (Mercosur: Mercado Común del Cono Sur ist das am 26.03.1991 von Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay unterzeichnete Asunción-Abkommen, assoziierte Mitglieder sind Chile seit 10/1996 und Bolivien seit 5/1997). Die deutschen Sprachkenntnisse dieser internationalen Studierenden waren bemerkenswert.
Welche Besonderheiten gibt es in Brasilien?
Zum einen die Sprache, Brasilien ist das einzige Land Südamerikas, wo portugiesisch gesprochen wird, zum anderen eine sehr ungleichmäßige Verteilung des Reichtums in der Bevölkerung, eine kulturelle Vielfalt in friedlichem Zusammenleben verschiedener ethnischer Bevölkerungsgruppen und vor allem zwei Leidenschaften, nämlich Fußball und Karneval, die alle Brasilianer, ob arm oder reich, gleichermaßen teilen.
Welche besonderen Eigenschaften findet man in Brasilien vor?
Giselle und Maylis fassten dies in anschaulichen Schlagworten zusammen:
Gastfreundlichkeit und Lebensfreude der Menschen begegnen einem überall, das Aussehen ist den Menschen wichtig, es wird auch gern angegeben mit seinem Eigentum und Reichtum (dazu habe man ihn ja), aber ganz besonders gilt
"Geht nicht" gibt es nicht
"Zack-zack" geht nicht
"No Stress"
Mit kulinarischen Spezialitäten und brasilianischer Musik und Tanz wurde anschließend das internationale Publikum eingebunden. Die lockere Atmosphäre ermöglichte ein miteinander sprechen, diskutieren und tanzen. Dieses zu Recht als "gelebte Internationalität" bezeichnete Miteinander weckt das Interesse an den anderen und deren Nationen, man lernt sich kennen und verstehen.
Rund 150 Studierende, Professoren und Mitarbeiter der Hochschule sowie andere Gäste waren der Einladung der Studierenden gefolgt. Die Veranstaltung wurde von InWEnt gGmbH (ehemals Carl-Duisberg Gesellschaft), der evangelisch-katholischen Hochschulgemeinde ekhg und dem Akademische Auslandsamt der Hochschule Reutlingen ermöglicht.

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