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Für den Strom der Zukunft: Universität Hohenheim weiht vollautomatisches Biogaslabor ein

06.12.2004 - (idw) Universität Hohenheim

Deutschlands modernste Anlage optimiert Stromerzeugung auf dem Boom-Sektor. Presse-Vorführung und offizielle Einweihung am 9.12. um 15.00 Uhr im Institut für Agrartechnik, Garbenstraße 9, 70599 Stuttgart Einen Boom ähnlich der Windenergie erfährt derzeit die Stromerzeugung aus Biomasse: Seit 1. August 2004 garantiert das Erneuerbare-Energie-Gesetz den Betreibern von Biogasanlagen bis zu 20 Cent pro Kilowattstunde. Mit seinem neuen Biogaslabor gibt die Universität Hohenheim Antworten, wie solche Anlagen künftig noch besser konzipiert und betrieben werden können. Am Donnerstag, 9.12. um 15:00 Uhrsetzen sich die 28 vollautomatischen Reaktoren von Deutschlands modernster Anlage in Betrieb.

Gerade 65 Megawatt produzierten Biogasanlagen noch zur Jahrtausendwende. Fast 1.000 Megawatt sollen es Ende des nächsten Jahres sein. Die derzeitige Zahl der Biogasanlagen wird sich von 2.500 auf 4.000 Anlagen fast verdoppeln, schätzt der Fachverband Biogas. Erzeugt wird der Strom mehr oder weniger aus Abfällen: Gülle, Gras und anderen Pflanzen. "Dank garantierter Preise für die nächsten 20 Jahre ist das für viele Landwirte ein lukratives Geschäft", sagt Prof. Dr. Thomas Jungbluth, Direktor des Instituts für Agrartechnik der Universität Hohenheim.

"Mit dem neuen Labor wollen wir eine neue Generation effizienter Anlagen entwickeln und testen", erklärt Dr. Hans Oechsner, Leiter der Hohenheimer Landesanstalt für Landwirtschaftliches Maschinen- und Bauwesen. Mit 28 Reaktoren können gleichzeitig verschiedene Materialien an Biomasse bei unterschiedlichen Geräten und variablen Verfahren getestet werden. Dabei werden die Reaktoren kontrolliert-maschinell gefüllt und die produzierte Gasmenge automatisch computergenau erfasst.

Eine kurze Führung und Antworten auf alle Fragen zum Thema erwartet Sie bei der offiziellen Einweihung am 9.12. um 15:00 Uhr im Institut für Agrartechnik, Garbenstraße 9, 70599 Stuttgart. Die Begrüßung sprechen Prof. Dr. Jungbluth und Rektor Prof. Dr. Hans-Peter Liebig.

Hohenheim und regenerative Energien:
Bereits im September 2004 reagierte die Universität Hohenheim mit dem ersten Hohenheimer Energiepflanzentag auf den neuen Boom in der Branche. Unter anderem bündelte die Veranstaltung Forschungsergebnisse aus Pflanzenbau, landwirtschaftlichem Maschinenbau und Gärungstechnologie. Mit acht von 16 Projekten hat die Universität Hohenheim eine Spitzenstellung im Forschungsprogramm "Nachwachsende Rohstoffe - Forschungsprojekte für den Ländlichen Raum" des baden-württembergischen Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum.

Kontaktadresse für Rückfragen (nicht zur Veröffentlichung):
Dr.sc.agr. Hans Oechsner, Landesanstalt für Landwirtschaftliches Maschinen- und Bauwesen
Tel.: 0711 459 2684; Fax: 0711 459 2519; E-Mail: oechsner@uni-hohenheim.de

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