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Auszeichnung für die Entwicklung neuer Glasbauteile in Nanopositioniermaschinen08.12.2004 - (idw) Technische Universität Ilmenau
Die Ilmenauer Werkstoffwissenschaftler Annett Hesse und Stefan Belau werden mit dem Forschungspreis "Innovative Gläser und Glasverbundwerkstoffe" ausgezeichnet.
Die Preise zu je 2500 ¤ , gestiftet von der BÜRGER AG, Hildesheim/DBW Lauscha Fiber International GmbH, werden in einem Festakt am Donnerstag, dem 16.12.2004, ab 11.00 Uhr im Gebäude Werkstoffe I, Gustav- Kirchhoff- Str. 6, Raum 124, überreicht. Die Preisübergabe nehmen der Prodekan der Fakultät für Maschinenbau, Prof. Mathias Weiß, und der Geschäftsführer der BÜRGER AG, Herr Bürger, vor.
Beide auszuzeichnenden Diplomarbeiten sind im Fachgebiet Glas- und Keramiktechnologie der Fakultät für Maschinenbau im Rahmen des DFG-Sonderforschungsbereiches 622 "Nanomess- und Nanopositioniermaschinen" im Teilprojekt "Glasbauteile für NPM" entstanden.
Stefan Belau hat über "Prozessuntersuchungen zum Verziehen von Glashalbzeugen" gearbeitet, wobei Glasrohre und -stäbe gewünschter Geometrie nach einem vorher berechneten Muster gebündelt, mechanisch fixiert, durch einen Ofen geführt und verzogen werden. Im weiteren Bearbeitungsprozess entsteht ein Glasminibauteil mit kleinen, regelmäßig angeordneten Kanälen in Nanoabmessungen mit photonischen Eigenschaften. In dieses Glaswerkzeug sollen elektromagnetische Wellen zur Werkstoffbearbeitung eingekoppelt und gleichzeitig das Bearbeitungsergebnis optisch beobachtet werden.
Annett Hesse hat zur "Modifizierung von fotostrukturiertem Glas durch partielle Kristallisation" geforscht. Für Nanopositioniermaschinen werden mikrostrukturierte Glasbauteile als Festkörpergelenke und Taster erprobt. Ihre Anwendung in Anlagen, in denen es um Nanometer geht, setzt exzellente, hervorragend reproduzierbare mechanische Eigenschaften voraus.
Da die partielle Kristallisation die mechanischen Eigenschaften von Gläsern positiv beeinflusst, wurde dies für ein UV-unterstützt mikrostrukturiertes Glas getestet. Dabei ist es gelungen, die Festigkeit der mikrostrukturierten Glasbauelemente zu verdoppeln; die Festigkeiten liegen etwa sechs mal so hoch wie für Fensterglas.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zur Preisverleihung herzlich eingeladen.
Kontakt/Information:
TU Ilmenau, Fachgebiet Glas- und Keramiktechnologie
Frau Prof. Dagmar Hülsenberg
Tel. 03677 69-2801
e-mail: dagmar.huelsenberg@tu-ilmenau.de
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