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RUB-Germanistik: Das Bankwesen auf Russisch

08.12.2004 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Russische Wirtschaftsstudenten lernen die deutschen Fachbegriffe des Bankwesens nun mithilfe einer CD aus Bochum. Germanisten der Ruhr-Universität haben gemeinsam mit der Universität für Wirtschaft und Finanzen in St. Petersburg einen entsprechenden Fachsprachenkurs entwickelt. Nach zweijähriger Arbeit schließen sie damit ein Forschungsprojekt ab, das die Volkswagen-Stiftung finanziell gefördert hat. Bochum, 08.12.2004
Nr. 378

Das Bankwesen auf Russisch
Fachsprachenkurs auf CD-ROM erschienen
RUB-Germanisten schließen Forschungsprojekt ab

Von A wie Aktienfonds bis Z wie Zinsen: Russische Wirtschaftsstudenten lernen die deutschen Fachbegriffe des Bankwesens nun mithilfe einer CD aus Bochum. Germanisten der Ruhr-Universität um Prof. Dr. Hans-Rüdiger Fluck haben gemeinsam mit der Universität für Wirtschaft und Finanzen in St. Petersburg einen entsprechenden Fachsprachenkurs entwickelt. Nach zweijähriger Arbeit schließen sie damit ein Forschungsprojekt ab, das die Volkswagen-Stiftung finanziell gefördert hat.

Situationen aus dem Bankalltag

"Das fertige Produkt können russische Hochschulen nun in der Lehre einsetzen", sagt Prof. Fluck: "Besonders wichtig war für uns die Zusammenarbeit mit verschiedenen Banken. Dabei leisteten vor allem die Sparkasse Bochum und die Marburger Bank große Hilfe." So gelang es, realistisches Material aus dem Bankalltag zu bekommen. Der Sprachkurs deckt eine breite Palette an Textsorten ab und enthält zum Beispiel Interviews mit Bankangestellten sowie aufgezeichnete Kunden- und Beratungsgespräche.

Authentische Dokumente

Ursprünglich war geplant, dass Mitarbeiter des Projektteams bei den Aufnahmen in die Rolle der Kunden schlüpfen. "Für die Zielgenauigkeit der Gespräche erwies es sich jedoch als günstiger, dass die Bankmitarbeiter auch die Kundenrolle spielen", so Fluck. "Insofern kann man hier von authentischen Dokumenten sprechen." Zugleich erfülle die CD die didaktische Vorgabe, eine Fachsprache nur über Fachtexte zu lernen und zu lehren.

Material für künftige Projekte

"Die umfassenden Aufnahmen bieten noch reichlich Stoff für künftige Projekte dieser Art", sagt Prof. Fluck: "Wir verfügen damit über einen Materialienpool zur Wirtschaftssprache." Denkbar sei zum Beispiel, basierend auf diesem Material ähnliche Sprachkurse auch für andere Länder wie China oder die Türkei zu entwickeln.

Unterstützung aus der Wirtschaftswissenschaft

Unterstützt wurden die RUB-Germanisten übrigens von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft: Aufnahmen, etwa Vorlesungs-, Seminarmitschnitte und Interviews vom Lehrstuhl für Finanzierung und Kreditwirtschaft (Prof. Dr. Stephan Paul) ergänzen die CD. Der Fachsprachenkurs "Bankwesen" kann auf selbst erstellten oder anderen lizenzfreien Bild- und Tonmaterialien aufbauen, wie sie zum Beispiel von der Dresdner Bank oder der Europäischen Zentralbank in Frankfurt zur Verfügung gestellt wurden.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Hans-Rüdiger Fluck, Germanistisches Institut der RUB, Fakultät für Philologie, Tel. 0234/32-25099, E-Mail: hans.r.fluck@rub.de

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