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Kooperation mit Kaliningrader Universität wird 2005 fortgesetzt

08.12.2004 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Weitere Förderung für Projekt von Politologen der Universität Jena zum Ausbau von Studiengang an russischer Partneruni Jena (08.12.04) Das Kaliningrad-Projekt des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen der Friedrich-Schiller-Universität Jena wird im nächsten Jahr fortgeführt. Die Kooperation der Jenaer mit den Politikwissenschaftlern der Staatlichen Universität Kaliningrads (KSU) zielt langfristig auf den Aufbau eines Lehrstuhls für "Internationale Beziehungen" und "Europäische Studien" an der Partneruniversität. Zunächst soll jedoch die Lehre in diesen Studienfächern verbessert werden. Dazu hat einerseits der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) die Finanzierung des von Professor Dr. Helmut Hubel 2003 initiierten Ausbaus der Politikwissenschaft an der KSU um ein Jahr verlängert. Andererseits konnte der Jenaer Lehrstuhl für 2005 private Fördermittel einwerben. Dank der Unterstützung der Schweizer Stiftung "Avec et pour autres", die sich um Völkerverständigung in Europa bemüht, kann das Projekt weiter ausgebaut werden.

Mit den Mitteln in Höhe von insgesamt rund 43.000 Euro können Studierende und Doktoranden aus Kaliningrad und Jena mit Stipendien ausgestattet bis zu einem halben Jahr an der Partnereinrichtung studieren, lehren und forschen. Bereits seit dem Frühjahr 2004 bieten Jenaer Wissenschaftler in Kaliningrad Kurse für die Studierenden der Politikwissenschaft an. Die in Jena weilenden russischen Dozenten-Kollegen sollen ihrerseits in die Lage versetzt werden, entsprechende Seminare künftig in Eigenregie anzubieten. Weitere Gelder werden investiert, um den jungen politikwissenschaftlichen Zweig der Kaliningrader Uni mit moderner Technik sowie dringend benötigten Lehrmitteln auszustatten.

Ein weitere wichtige Komponente des Projektes sind binationale Seminare. Das erste dieser Art wird derzeit durchgeführt. In einwöchigen Sitzungen, die in Jena (27.11.-3.12.04) und Kaliningrad (11.12.-18.12.04) stattfinden, erarbeiten die russischen und deutschen Studierenden gemeinsam Lehrstoff. Die diesjährige Veranstaltung steht unter dem Thema "Regionalismus und Föderalismus in Russland und Deutschland". Die Förderung ermöglicht im Rahmen des Seminars Exkursionen sowohl in der russischen Exklave als auch in Thüringen durchzuführen. Auf dem Programm standen u. a. die Besichtigung des Thüringer Landtags und der Thüringer Staatskanzlei. In Kaliningrad sollen die Gebietsduma und der Gouverneur besucht werden.

Kontakt:
Holger Obbarius (Projektkoordinator)
Tel.: 03641 / 945410
E-Mail: kaliningrad.kooperation@uni-jena.de

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