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Hirnregeneration fördern - Nierenversagen verhindern: RUB-Mediziner erhalten Heinemann-Förderpreise

09.12.2004 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Eine Anschubfinanzierung von je 5000 Euro erhalten die RUB-Mediziner Elke Frombach und Dr. Oliver Vonend für ihre Forschungsarbeiten an der Medizinischen Fakultät: Die beiden Wissenschaftler wurden mit den diesjährigen Förderpreisen der von der Dresdener Bank AG Bochum betreuten Sophia und Fritz Heinemann Stiftung ausgezeichnet. Elke Frombach erforscht die Regeneration des Gehirns nach Verletzung oder Schlaganfall mithilfe von Medikamenten und Magnetstimulation. Dr. Oliver Vonend untersucht die Mechanismen der Entstehung der chronischen Niereninsuffizienz bei Diabetes oder Bluthochdruck. Bochum, 09.12.2004
Nr. 380

Medikamente unterstützen die Hirnregeneration
Ursachen fürs Nierenversagen
Heinemannpreise an RUB-Mediziner verliehen

Eine Anschubfinanzierung von je 5000 Euro erhalten die RUB-Mediziner Elke Frombach und Dr. Oliver Vonend für ihre Forschungsarbeiten an der Medizinischen Fakultät: Die beiden Wissenschaftler wurden mit den diesjährigen Förderpreisen der von der Dresdener Bank AG Bochum betreuten Sophia und Fritz Heinemann Stiftung ausgezeichnet. Elke Frombach erforscht die Regeneration des Gehirns nach Verletzung oder Schlaganfall mithilfe von Medikamenten und Magnetstimulation. Dr. Oliver Vonend untersucht die Mechanismen der Entstehung der chronischen Niereninsuffizienz bei Diabetes oder Bluthochdruck.

Die Regeneration von geschädigten Hirnbereichen anregen

Das Gehirn ist ein anpassungsfähiges Organ: Auf geänderte Umweltbedingungen, Verletzungen oder Ausfälle von Nervenzellen nach einem Schlaganfall kann es reagieren und sich reorganisieren. Solche Veränderungen lassen sich auch von außen hervorrufen, z.B. durch die transkranielle Magnetstimulation (rTMS), bei der ein starkes Magnetfeld auf die Hirnnervenzellen wirkt und ihre Aktivität anregt oder hemmt. Die Medizin macht sich diesen Effekt bereits zunutze, z.B. bei Depressionen oder Parkinson. Elke Frombach (Neurologische Klinik der RUB in den BG-Kliniken Bergmannsheil) untersucht jetzt, inwiefern verschiedene Medikamente diesen Reorganisationsprozess unterstützen können. Sie will z.B. testen, ob die rTMS besser oder länger wirkt, wenn die Probanden vorher den aktivierenden Botenstoff L-Dopa eingenommen haben. Ihre Ergebnisse sollen helfen, Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma oder Schlaganfall eine schnellere und besserer Rehabilitation zu ermöglichen.

Was schuld ist am Nierenversagen

Das Ziel von Dr. Oliver Vonend (Medizinische Klinik I, Marienhospital Herne, Klinikum der RUB) ist es, mit Hilfe verschiedener experimenteller Ansätze die Mechanismen aufzudecken, aufgrund derer Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Bluthochdruck (Hypertonie) zum Verlust der Nierenfunktion führen können. Maßgeblich beteiligt scheint der Rezeptor PY2 zu sein, den Dr. Vonend nun genauer untersuchen wird. Jährlich erleiden allein in Deutschland über 15.000 Patienten ein endgültiges Nierenversagen. "Auch wenn es heutzutage, dank aufwendiger und zeitintensiver Blutreinigungsverfahren (Dialysen) möglich ist, ohne ausreichende Nierenfunktion zu überleben, wäre ist es für Patienten eine großer Zugewinn an Lebensqualität, wenn sie zu Lebzeiten ohne diese Verfahren auszukommen würden", so Dr. Vonend.

Stiftung fördert Humanmedizin

Die von der Dresdener Bank AG Bochum betreute Sophia und Fritz Heinemann Stiftung fördert unter anderem Projekte auf dem Gebiet der Humanmedizin. Der Förderpreis soll als Anschubfinanzierung für junge Mediziner unter 30 Jahren dienen. Fritz Heinemann (1903-1975) war von 1952 bis 1969 Bochumer Oberbürgermeister.


Weitere Informationen

Dr. Thorsten Wiethege, FoRUM Sekretariat, Dekanat der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, c/o Wi-Med Bergmannsheil, Bürkle-de-la-Camp-Platz 1, 44789 Bochum, Tel. 0234/97656-13, Fax: 0234/97656-19, E-Mail: thorsten.wiethege@rub.de

Richard Csaki, Dresdener Bank AG, Sophia und Fritz Heinemann Stiftung, Husemannplatz 6-7, Postfach 100570, 44705 Bochum, Tel. 0234/9110-255, Fax 0234/9110-285

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