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Karl-Hofer-Preis 2004 vergeben

09.12.2004 - (idw) Universität der Künste Berlin

Den Karl-Hofer-Preis 2004 der Universität der Künste Berlin teilen sich der Hamburger Künstler Jan Köchermann sowie das Künstlerteam Nina Schmitz und Oliver Mauelshagen Das Thema der Ausschreibung lautete dieses Jahr "Führung". Jan Köchermann wurde von der Jury für seine Installation "Führung 6" im Hamburger Kaispeicher A ausgezeichnet, die sich als Architekturform mit dem Thema auseinander setzt: Führung als Ort des Durchgangs und der Veränderung, als Form des Übergangs und Instrument der Welterkundung. Seit fast einem Jahrzehnt beschäftigt sich Jan Köchermann mit Verbindungen von und Übergängen zu unterschiedlichen Räumen als eine besondere Form der Realitätserfahrung.

Die Künstlerin Nina Schmitz und Oliver Mauelshagen haben sich die Frage gestellt, was passiert, wenn die Fiktionen der Filme die Führung der Realität übernehmen. Ihre "Skyangels" verhalten sich wie eine Gruppe von Außerirdischen, denen nur Kinofilme als Erfahrungsquelle dienen und die beim Nachspielen von Kinoszenen ihrerseits wieder fotografiert werden: ein faszinierendes und einfallsreiches Wechselspiel zwischen bewusster Fiktion und geglaubter Realität im Grenzland zwischen Führung und Verführung.

Der Karl-Hofer-Preis wird jährlich von der Universität der Künste Berlin ausgelobt und trägt den Namen ihres ersten Nachkriegspräsidenten. Die Teilnahme am interdisziplinären Wettbewerb steht internationalen Einzelkünstlern oder Gruppen offen. Die Werke von Jan Köchermann, Nina Schmitz und Oliver Mauelshagen haben sich gegen 134 weitere Einsendungen, darunter solche aus China, Spanien und Italien, durchgesetzt. Neben dem Preisgeld von je 2.500 Euro erhalten die Preisträger die Möglichkeit, eine Lehrveranstaltung an der UdK Berlin durchzuführen.

Der diesjährigen Jury gehörten unter anderem der Präsident der UdK Berlin, Prof. Lothar Romain, die Kieler Künstlerin Gudrun Wassermann und der Professor für Ästhetik an der Universität Potsdam, Prof. Dr. Christoph Menke, an.

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 27. Januar 2005 im Foyer des Konzertsaales der UdK Berlin an der Hardenbergstraße statt. Eine gesonderte Einladung versenden wir frühzeitig.

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