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Universitäts-Augenklinik testet neues Mittel gegen Altersblindheit

14.12.2004 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Patienten mit "feuchter" Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) können teilnehmen / Medikament stoppt Wucherung der Blutgefässe in der Netzhaut Die Universitäts-Augenklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Hans Eberhard Völcker) bietet Patienten mit altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) die Teilnahme an einer Studie mit dem neuen Arzneimittel Macugen an, das das Fortschreiten der Erkrankung, die oft zu einem massiven Sehverlust führt, möglicherweise stoppen kann.

Macugen wird in Heidelberg bei der so genannten "feuchten" Form der AMD getestet, an der ca. 10 Prozent der Betroffenen leiden. Dabei wachsen Blutgefäße der benachbarten Aderhaut in den zentralen Sehfleck (Makula) der Netzhaut ein und lassen diese anschwellen; die Sehschärfe kann innerhalb kurzer Zeit verloren gehen. Einem kleinen Teil der Patienten kann durch eine Laserbestrahlung der Blutgefässe geholfen werden.

Das neue Präparat Macugen, welches intraokular appliziert wird, ist möglicherweise das erste Medikament, das die "feuchte" Form der AMD stoppen kann. Im Auge blockiert der Wirkstoff Pegaptanib einen körpereigenen Botenstoff, das so genannte Wachstumshormon VEGF, und hemmt dadurch die Gefäßneubildung. "Erste Erfahrungen aus vorklinischen Tests und aus Patientenanwendungen weisen darauf hin, dass sich die wuchernden Blutgefässe unter der Netzhaut nicht weiter ausbreiten und ggf. sogar zurückbilden", erklärt Privatdozent Dr. Stefan Dithmar, Leiter des Schwerpunktes Netzhauterkrankungen der Universitäts-Augenklinik Heidelberg. Das Präparat der Firma Eyetech wird vermutlich Anfang 2005 in den USA zugelassen; eine europäische Zulassung wird derzeit beantragt.

Patienten, die an "feuchter" AMD leiden und an einer Teilnahme interessiert sind, wenden sich bitte an:
Priv. Doz. Dr. med. Stefan Dithmar
Schwerpunkt Netzhauterkrankungen
Universitäts-Augenklinik Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg
Tel. 06221 56 1363
Fax 06221 56 1769
e-mail: stefan.dithmar@med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
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