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Klinikum Nord: "Behandlungsverabredung" fördert Vertrauen - Neues Instrument für die Zusammenarbeit von Arzt,

15.12.2004 - (idw) LBK Hamburg (Landesbetrieb Krankenhäuser)

Eine neuartige "Behandlungsverabredung" soll im Klinikum Nord die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Therapeuten und Patienten in der Behandlung unter anderem von Schizophrenie-Patienten weiter verbessern. Das Klinikum Nord des LBK Hamburg ist die erste Hamburger Klinik, die dieses auf Initiative der Wertekommission entwickelte Instrument anwendet. Die schriftlich festgehaltenen Absprachen zwischen Arzt und Patient über bestimmte Bereiche der Versorgung beinhalten wichtige Hinweise für eine individuell angemessene Behandlung der Patienten, Angaben über Kontakte zum persönlichen Umfeld und zur sozialen Situation, über die Verträglichkeit von Medikamenten und den Umgang in Krisensituationen. Die Behandlungsverabredung soll im Rahmen der patientennahen Versorgung dazu beitragen, den Patienten mehr Verantwortung für ihre psychische Entwicklung zu übertragen und den Therapieverlauf zu verbessern.

"Eine Behandlung muss von Vertrauen und einer Haltung gegenseitiger Achtung und Wertschätzung getragen werden, die auch über die Klinikzeit hinaus Bestand haben soll", erklärte Dr. Dietrich Eck, Oberarzt der IV. Psychiatrie im Klinikum Nord, auf der heutigen Pressekonferenz. Er ist Ärztlicher Leiter der Behandlungseinheit Schizophrenie (BES), die die Behandlungsverabredung bereits einsetzt: "Patienten und Behandler verpflichten sich gleichermaßen, die in der Vereinbarung festgehaltenen Absprachen einzuhalten."

Die acht Seiten umfassende Behandlungsverabredung wurde innerhalb der Wertekommission im Klinikum Nord mit dem Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Hamburg e.V. und dem Landesverband der Angehörigen Psychisch-Kranker Hamburg e.V. entwickelt. "Wir haben in der Vergangenheit große Anstrengungen unternommen, um die Bedürfnisse der Patienten in der Psychiatrie durchzusetzen", sagte Wolfgang Heuer vom Landesverband Psychiatrie-Erfahrener: "Mit der Behandlungsverabredung ist es in Hamburg erstmals gelungen, die Interessen von Psychiatrie-Erfahrenen auf vorbildliche Weise zu integrieren."

Auch die Angehörigen von Patienten profitieren von der neuen Vereinbarung: "Sie ist ein wichtiger Baustein im integrierten Behandlungsprozess", betonte Gerhard Heß vom Landesverband der Angehörigen Psychisch-Kranker: "Sie schafft Vertrauen und Transparenz auch über den Klinikaufenthalt hinaus."
Weitere Informationen: http://www.klinikum-nord.lbk-hh.de
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