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Christian Thomasius - Wegbereiter moderner Rechtskultur und Juristenausbildung

17.12.2004 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

"Christian-Thomasius-Jahr 2005"
Die Juristische Fakultät der Martin-Luther-Universität ehrt den Gelehrten anlässlich seines 350. Geburtstages

Rechtswissenschaftliche Konferenz vom 20. bis 23. Januar 2005

Am 1. Januar 2005 jährt sich der Geburtstag von Christian Thomasius (1655-1728) - geistiger Gründungsvater der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Mitbegründer der deutschen Frühaufklärung - zum 350. Mal.
"Das Jubiläum ist für die Juristische Fakultät der Universität willkommener Anlass", so der Rechtshistoriker Prof. Dr. Heiner Lück (verantwortlich für die wissenschaftliche Konzeption und Organisation der geplanten Aktivitäten) "den großen Gelehrten, in dessen Tradition sie sich mit Stolz sieht, mit einem 'Christian-Thomasius-Jahr 2005' zu würdigen." Zum Auftakt werden am 11. Januar 2005, 14.00 Uhr, VertreterInnen der Universitätsleitung, der Juristischen Fakultät und der Stadt Halle mit einer Kranzniederlegung an der Grabstätte auf dem Stadtgottesacker in Halle (Saale) den berühmten Gelehrten ehren.
Im Mittelpunkt des Gedenkjahres steht die rechtswissenschaftliche Konferenz "Christian Thomasius (1655-1728) als Wegbereiter moderner Rechtskultur und Juristenausbildung" vom 20. bis 23. Januar 2005, die dem Rechts- und Studienreformer Christian Thomasius gewidmet ist. Während in den letzten Jahrzehnten Thomasius auf vielbeachteten Tagungen überwiegend eine Würdigung in philosophischen, germanistischen und literarischen Kontexten erfahren hat, soll es zu seinem 350. Geburtstag vor allem um die nahezu zeitlosen Wirkungen seines juristischen/rechtsphilosophischen/studienreformerischen Werkes gehen.
Dabei ist es das Anliegen der Konferenz, die Positionen und wissenschaftlichen Konzepte von Thomasius auf dem Gebiet der Juristenausbildung, Rechtswissenschaft und Rechtspraxis seiner Zeit, die - ähnlich wie in der Gegenwart, stark von Reformerfordernissen geprägt waren - und deren Wirkungen in die Moderne zu zeigen. Diesem Anspruch wollen sich 21 ReferentInnen aus Deutschland, der Schweiz und der Ukraine mit Vorträgen zu den Themenkomplexen Christian Thomasius im Licht der (Rechts-)Philosophie, Fürstenrecht und Kirchenrecht, Juristenausbildung und Rechtssprache, Gesetzgebung und Rechtspraxis, Christian Thomasius als Rechtslehrer und das moderne Recht stellen.
Unter den RednerInnen sind sowohl renommierte Thomasius-ForscherInnen als auch junge NachwuchswissenschaftlerInnen, die sich mit dem großen Geist des aufgeklärten Halle auseinandersetzen werden.

Die Konferenz beginnt am 20. Januar 2005, 18.15 Uhr, im Freylinghausen-Saal der Franckeschen Stiftungen zu Halle, den öffentlichen Abendvortrag "Christian Thomasius als Jurist der Aufklärung" hält Prof. Dr. iur. Klaus Luig aus Köln.

Informationen zur Konferenz unter:
http://www2.jura.uni-halle.de/lueck/download/thomasius.pdf

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Heiner Lück
Tel.: 0345 55-23200
E-Mail: lueck@jura.uni-halle.de

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