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Akademische Gedenkfeier für Professor Dr. Richard van Dülmen

03.01.2005 - (idw) Universität des Saarlandes

und Vortrag des neuen Trägers des bedeutenden deutschen Historiker-Preises und international renommierten Wiener Historikers Prof. Dr. Michael Mitterauer

19. Januar 2005, 16.00 Uhr,
Musiksaal (Gebäude 11.2.),
Saarbrücker Universitätscampus Die Philosophische Fakultät I Geschichts- und Kulturwissenschaften, das Historische Institut und die Arbeitsstelle für Historische Kulturforschung der Universität des Saar-landes laden ein zu einer Akademischen Gedenkfeier für den am 18. Januar 2003 verstorbenen langjährigen Saarbrücker Universitätsprofessor für Geschichte der Frühen Neuzeit unter besonderer Berücksichtigung der Landesgeschichte Dr. Richard van Dülmen. Die Feier findet statt im Rahmen eines akademischen Gedenktages für Prof. Dr. Richard van Dülmen am 19. Januar 2005 um 16.00 Uhr im Musiksaal (Gebäude 11.2.) auf dem Saarbrücker Universitätscampus.

Nach der Begrüßung durch die Universitätspräsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel und der Einführung durch den Dekan der Philosophischen Fakultät I - Geschichts- und Kulturwissenschaften - Prof. Dr. Karl-Heinz Ohlig würdigen Prof. Dr. Dr. h.c. Rainer Hudemann "Richard van Dülmen als Hochschullehrer" und der Ministerpräsident des Saarlandes a. D. Reinhard Klimmt "Richard van Dülmens Wirken in der Öffentlichkeit". Den Gedenkvortrag hält der emeritierte Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Mitterauer über "Die Vielfalt und Widersprüchlichkeit, mit der sich Menschen Welt aneignen. Zur Entwicklung der Histori-schen Anthropologie". Bundespräsident Horst Köhler hat dem international bekannten Wiener Historiker im November 2004 den bedeutenden deutschen Historiker-Preis, den mit 30.000 Euro dotierten Preis des Historischen Kollegs München, verliehen und damit Mitterauers Lebenswerk und sein neuestes Buch "Warum Europa? Mittelalterliche Grundlagen eines Sonderwegs" ausgezeichnet. Forschungsschwerpunkte Prof. Dr. Dr. h.c. Mitterauers sind die historische Familienforschung, Alltagsgeschichte der "einfachen Leute", Geschichte der Jugend und der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung, mittelalterliche Markt- und Stadtgeschichte sowie Geschichte der Land- und Reichsstände.
Die Gedenkfeier wird musikalisch gestaltet von Prof. Yaron Windmüller und Lutz Gillmann.

Am 18. Januar 2003 ist Prof. Dr. Richard van Dülmen während einer Tagung in Erfurt verstorben. Er gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen und internationalen Geschichtswissenschaft als inspirierender Gestalter der neueren Kulturgeschichtsschreibung und Mitbegründer der historischen Anthropologie mit außergewöhnlich facettenreichen Standardwerken und weit ausstrahlenden Ausstellungen wie "Prometheus" oder "Hexenwelten". Am 3. Mai 1937 in Cloppenburg geboren, studierte er in Münster, Würzburg, Paris und München und hatte nach der Habilitation 20 Jahre den Saarbrücker Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit unter besonderer Berücksichtigung der Landesgeschichte inne. Einen ehrenvollen Ruf an die Universität Wien lehnte er ab. An der Universität des Saarlandes begründete er 1994 die Arbeitsstelle für Historische Kulturforschung, 1999 den neuen interdisziplinären Studiengang Historisch Orientierte Kulturwissenschaften und 2002 das Tschechisch-Deutsche Graduiertenkolleg. Gastprofessuren führten ihn, dem Liberalität, Internationalität und Interdisziplinarität auch hochschulpolitisch stets Verpflichtung waren, nach Berlin, Prag und Bern. Zu seinem weiten, von der Reformation zur Gegenwart reichenden, in mehrere Sprachen übersetzten Oeuvre gehören etwa die Studien über "Reformation als Revolution" , "Die Entstehung des frühneuzeitlichen Europa", "Kultur und Alltag in der frühen Neuzeit", das "Fischer Lexikon Geschichte" und zuletzt eine "Kulturgeschichte der Romantik". In die Region wirkte er beispielsweise durch die mit Reinhard Klimmt herausgegebene "Saarland-Bibliothek" und Projekten zur Industriekultur und zur Saarabstimmung 1935.


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Prof. Dr. Wolfgang Behringer, Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit und Arbeitsstelle für Historische Kulturforschung der Universität des Saarlandes, Postfach 15 11 50, 66041 Saarbrücken, Telefon (0681) 302-2319, E-Mail: behringer@mx.uni-saarland.de

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