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Management Buyouts in der Chemieindustrie

11.01.2005 - (idw) Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

In der Chemieindustrie ist der Trend zur Fokussierung auf Kerngeschäftsfelder und die Abgabe von Nebenaktivitäten ungebrochen. Um in den Kernaktivitäten wachsen zu können, trennen sich Unternehmen von Gebieten, die keine oder nur geringe Synergien zum Kerngeschäft aufweisen und in denen eine führende Position nicht erlangt werden kann. Auf einer Diskussionsveranstaltung wird die "Unterstützung des Strukturwandels der Chemieindustrie durch Management Buyouts" von der Vereinigung für Chemie & Wirtschaft, einer Sektion in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), thematisiert. Die Veranstaltung findet am 10. Februar 2005 bei der Cognis AG in Düsseldorf statt.

Aufgrund einer Vielzahl von Faktoren wie Größe und Fragmentierung mit vielen globalen Nischenmärkten eignet sich gerade die Chemieindustrie hervorragend für Buyouts, und deshalb gab es in der Vergangenheit in diesem Bereich bereits eine Vielzahl entsprechender Transaktionen.
Der Schwerpunkt der Buyout-Aktivitäten liegt dabei auf Transaktionen, bei denen strategische Käufer nicht zu finden sind. Der Einstieg eines Finanzinvestors ist manchmal die einzige Alternative, um Arbeitsgebiete zu restrukturieren. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn wettbewerbsrechtliche Probleme auftreten oder sich alle Industrieunternehmen mehr oder weniger aus diesen Bereichen zurückziehen möchten. Beispiele sind Acordis oder Trevira im Faserbereich oder Vestolit und Vinnolit bei PVC. Die zunehmende Realisierung von Industrieparkkonzepten an großen Chemiestandorten erleichtert es zudem, einzelne Geschäfte mittels Buyout aus einem bestehenden Verbund herauszutrennen.
In den Jahren 2002 und 2003 wurde das Thema Management Buyouts von der Vereinigung für Chemie und Wirtschaft in Expertenkreisen ausführlich behandelt. Mit der Diskussionsveranstaltung am 10. Februar bei Cognis soll dieses wichtige Thema einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden.
Im Rahmen des Vortragsprogramms werden Buyouts in der Chemieindustrie aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Dr. Antonio Trius, CEO von Cognis, schildert den Weg der ehemaligen Chemiesparte von Henkel zu einem eigenständigen Unternehmen. Ronald Ayles, der bei 3i Buyouts in der Chemieindustrie betreut, beschreibt die Sicht eines Finanzinvestors und insbesondere die Transaktionsgestaltung und -abwicklung. Speziell die Bedeutung von Forschung und Entwicklung bei einem Buyout schildert Dr. Thorsten Löhl, der bei Cognis Care Chemicals die Forschung und Entwicklung Chemieprodukte leitet. Die aktuelle Übernahme der Celanese durch einen Finanzvestor und die damit verbundenen Folgen zeigt Dr. Andreas Pohlmann auf, Chef der europäischen und asiatischen Aktivitäten der Celanese. Schließlich greift Dr. Gunter Festel, Gründer des Schweizer Beratungs- und Investmentunternehmens Festel Capital und Vorsitzender der GDCh-Vereinigung für Chemie und Wirtschaft, innovative Kooperationsmodelle zwischen Industrieunternehmen und Finanzinvestoren sowie mögliche Exit-Strategien wie Börsengang oder Verkauf von Anteilen an institutionelle Anleger auf.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 begrenzt. Anmeldung erforderlich bei Brigitte Hoff, Tel.: 0211/7940-2982, Fax: 0211/798-2014, E-mail: Brigitte.Hoff@cognis.com

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 27000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 25 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Vereinigung für Chemie & Wirtschaft mit über 160 Mitgliedern. Gegründet 2001, ist sie ein Forum für Chemiker, Ingenieure und Dienstleister in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, in dem die Diskussionen an der Schnittstelle von Chemie und Wirtschaft offen und offensiv geführt werden können. Fokus sind die wirtschaftlichen Aspekte der Naturwissenschaften. Das E-Journal "Chemie & Wirtschaft" informiert alle drei Monate über Neuigkeiten aus der Sektion und liefert Fachbeiträge zu chemiewirtschaftlichen Themen.


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