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future point - imm cologne 2005 - Internationaler Hochschulwettbewerb und Symposium "corporate architecture"

12.01.2005 - (idw) Fachhochschule Köln

Die Projektgruppe des Institutes für Gestaltung / C3 Raum- und Objektgestaltung der Fakultät für Architektur der FH Köln ist in diesem Jahr mit der Konzeption und der Durchführung der Trendschau der Hochschulen betraut. Zudem führt der Aufbaustudiengang "Architektur der Messen und Freizeitanlagen" am Dienstag, 18. Januar 2005, von 10.30 Uhr bis 18.00 Uhr auf der imm cologne 2005 ein Symposium zum Thema "corporate architecture" durch. Eingebunden in den "future point 05" soll das Symposium einen Beitrag leisten zur Diskussion des gemeinsamen Arbeitsfeldes von Architekten, Szenographen, Designern und Marketingstrategen. Im Auftrag der Koelnmesse kuratiert und organisiert die Fakultät für Architektur der Fachhochschule Köln die Ausstellung und den Preis für den studentischen Nachwuchswettbewerb unter dem Titel "future point". Weltweit wurden im vergangenen Jahr Architektur- und Designhochschulen aufgefordert sich mit visionären Design-, Objekt- und Raumkonzepten aus den Bereichen Möbel, Interior Design und Architektur für den future point auf der imm cologne 2005 zu bewerben. In den letzten Jahren präsentierte sich die Fachhochschule Köln selbst mit innovativen Standkonzepten auf der Internationalen Möbelmesse. Dieses Jahr ist die Projektgruppe des Institutes für Gestaltung / C3 Raum- und Objektgestaltung unter der Leitung von Prof. Jochen Siegemund, Prof. Gunther Vettermann und Dipl.-Ing. Dominik Lengyel (Professorenvertreter) mit der Konzeption und der Durchführung der gesamten Trendschau der Hochschulen betraut. Zudem führt der Aufbaustudiengang "Architektur der Messen und Freizeitanlagen" am Dienstag, 18. Januar 2005, von 10.30 Uhr bis 18.00 Uhr auf der imm cologne 2005 ein Symposium zum Thema "corporate architecture" durch. In Anbindung des "future point 05" soll das Symposium als Forum einer längst überfälligen Diskussion zum gemeinsamen Arbeitsfeld von Ausstellungsarchitekten, Szenographen, Designern und Marketingstrategen dienen. Mit der Veranstaltung soll die Vielfältigkeit dieses fälschlicherweise oft nur mit Messestand- und Systembau in Verbindung gebrachten Arbeitsfeldes vermittelt und insbesondere auch die Bedeutung für die Architekturentwicklung allgemein thematisiert werden. Die imm cologne 2005 findet vom 17. bis 23. Januar 2005 statt.

Die Trendschau soll im Rahmen ausgewählter Hochschulauftritte Raum- und Designvisionen erfahrbar und erlebbar machen. Der Mensch, seine Sinne und die Kommunikation stehen hierbei im Mittelpunkt. Ziel ist es, neben Produktpräsentationen und Inszenierungen internationaler und nationaler Hochschulen, den Besucherinnen und Besuchern sowie den Ausstellerinnen und Ausstellern ein unvergessliches und nachhaltiges Erlebnis mitzugeben. Der intensive Informationsaustausch mit den teilnehmenden Hochschulen ist die Grundlage für ein klares Konzept. Die Ziele der Besucher, Aussteller und Gastgeber sind im kommunikativen Austausch definiert und in ein räumliches Konzept umgesetzt worden. Ergänzend zu den Planungskriterien Information und Kommunikation für den "meeting point" steht ein Marketingkonzept, das in Form von temporärer Architektur für sieben Tage umgesetzt wird.

SYMPOSIUM "CORPORATE ARCHITECTURE"
Dem Bereich der "temporären" und auch der "imaginären" Architektur kommt als offenes Experimentierfeld der Architekturentwicklung eine bislang kaum anerkannte Bedeutung zu. Zwar folgen temporäre Gebäude eigenen Vorgaben, indem sie für den Abriss errichtet werden. Jedoch avancieren Bauten, die im Idealfall schon während der kurzen Zeit ihrer Existenz höchste Aufmerksamkeit genießen, nicht selten erst nach ihrer Demontage, zu einzigartigen Dokumenten der Architekturentwicklung. Beispiele hierfür sind Mies van der Rohes Barcelona-Pavillon, Le Corbusiers Pavillon "L'Esprit nouveau" oder Konstantin Melnikoffs Konstruktionen. Sie gelten bis heute als Synonym für wegweisende Bauten der Moderne. Und doch handelt es sich um vergangene Bauten, die höchstwahrscheinlich nicht realisiert worden wären, wenn sie unter "normalen" Umständen für Standorte im urbanen Raum vorgeschlagen worden wären.

Grund genug, nachzufragen und zu erörtern, was die Qualität jener "temporären" Architektur bestimmt, die insbesondere auch den Dialog mit anderen Fachrichtungen und das Bekenntnis zu ihrer eigentlichen Zweckbestimmung als merkantile Botschafter nicht scheut. Vor diesem Hintergrund dürfen der immer wieder beschworene Gegensatz zwischen "temporärer" und scheinbar "dauerhafter" Architektur und die darin verborgene implizite Wertung durchaus hinterfragt werden. Architektur ist immer auch ein in der Dauerhaftigkeit zeitlich begrenztes Produkt. Spätestens seit der konstruktiven Loslösung von Tragkonstruktion, Hülle und technischem Ausbau und unter dem beschleunigten Wandel von Nutzungen kann kaum mehr von originären dauerhaften und unveränderbaren Architekturen gesprochen werden. Architektur sind auch diese sich ständig wandelnden und verändernden Gebäude und Strukturen. Mehr noch, der Architekturbegriff spannt sich weit vom imaginären Raumerlebnis bis zum traditionell in Stein gehauenen Raum.

Der Koelnmesse kommt der Verdienst zu, seit langem auf der "imm cologne" Vertreterinnen und Vertretern vorbildlicher Ausbildungsstätten ein Forum zu geben, um Ideen, Entwicklungen und Arbeitsergebnisse einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Deshalb ist dies auch der geeignete Ort der Diskussion zum Thema der "corporate architecture", das den Bogen spannt von der Architektur, über Kommunikations- und Produktdesign bis hin zum Marketing. Für alle Beteiligten ist damit als Ausdruck ihres Berufsbildes verbunden die Bereitschaft, interdisziplinär zu arbeiten und zu positionieren: "corporate architecture" als notwendig kooperative Architektur. Dieser Anspruch wird im Zusatzstudiengang "Architektur der Messen und Freizeitanlagen" der Fachhochschule Köln aufgegriffen und in fachübergreifender Zusammenarbeit weiterentwickelt.

PROGRAMM DES SYMPOSIUMS "CORPORATE ARCHITECTURE AM 18. JANUAR 2005
10:30 Begrüßung
Prof. Dr. Joachim Metzner, Rektor FH-Köln
Jochen Witt, Vors. d. Geschäftsführung KölnMesse
11:45 Die traditionelle "Dauerhaftigkeit" ikonografisch aufgeladener Architektur als nur scheinbarer Gegensatz zum temporären Architekturereignis.
Referent: Dr. Thomas Schriefers, Köln
12:30 Die Rolle der Architektur als Bühnenbild für die permanente szenographische Inszenierung einer verschmolzenen Arbeits-, Freizeit- und Konsumwelt im urbanen Kontext.
Referent: Prof. Uwe Brückner, Stuttgart/Basel

14:30 mediale Objekte, Installationen, Räume und Architekturen
Referent: Prof. Joachim Sauter, Berlin
15:15 Podiums-Gespräch mit den Referenten
. Moderation: Dr. Dietmar Danner Chefredakteur der Fachzeitschrift AIT
18:00 Party

Weitere Informationen
E-Mail: jochen.siegemund@fh-koeln.de
http://www.f05.fh-koeln.de
Projektgruppenmitglieder: Ulla Beck, Nicle Bartosiewicz, Dennis Enders, Jonas Langhoff, Mira Schäfer, Mirco Schwung, Iga Schulik, Martin Trinks, Thomas Völzgen, Waldemar Zier

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