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Politologie-Nachwuchs simuliert in New York die Vereinten Nationen

12.01.2005 - (idw) Technische Universität Darmstadt

Darmstädter und Frankfurter Studenten bereiten sich auf hartes diplomatisches Planspiel vor. Im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Institut für Politikwissenschaft der Technischen Universität Darmstadt und dem Institut für Vergleichende Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen der Universität Frankfurt/Main werden 30 Studierende beider Unis im März am National Model United Nations in New York teilnehmen.

Das jährlich stattfindende Planspiel ist die weltweit größte und bedeutendste UN-Simulation. Insgesamt werden dieses Jahr ca. 3000 Studierende von mehr als 200 verschiedenen Universitäten aus aller Welt in New York erwartet. Die Herausforderung des NMUN besteht darin, die Außenpolitik des Landes möglichst realistisch dar-zustellen und während der fünftägigen Simulation überzeugend - also wie ein "echter Diplomat" - zu vertreten. Darauf bereiten sich die Studierenden aus Frankfurt und Darmstadt bereits seit dem vergangenen Sommersemester in einem Seminar sowie verschiedenen Wochenendveranstaltungen vor. Die Gruppe wird in diesem Jahr die Republik Peru vertreten und holt derzeit umfangreiche Informationen über das süd-amerikanische Land ein.

Vom 27.01.-29.01.2005 findet außerdem als vorbereitende Simulation das so genannte MainMUN in Frankfurt statt. An dieser Simulation werden über 150 Studierende deutscher und europäischer Universitäten sowie Schüler teilnehmen und dabei an vier Tagen in drei UN-Gremien aktuelle weltpolitische Probleme verhandeln.

Die Kooperation beider Universitäten entstand auf Initiative von Prof. Dr. Klaus Dieter Wolf (TU Darmstadt) sowie der Juniorprofessorin Dr. Tanja Brühl (Uni Frankfurt), die für die Projektführung verantwortlich ist. Wolf erklärt dieses Engagement mit der gestiegenen Notwendigkeit, Theorie mit praxisnahen Inhalten zu verbinden: "Das Thema 'Vereinte Nationen' rückt in den Mittelpunkt des Darmstädter Lehrschwerpunktes 'Effektives und legitimes Regieren in politischen Mehrebenensystemen', das sich mit Organisation und Koordination politischer Steuerungsprozesse zur Ermöglichung von good governance auf allen Ebenen beschäftigt. Das NMUN fügt sich sehr gut in unsere Bemühungen ein, die theoretische Analyse mit praxisnahem Erfahrungslernen zu verknüpfen."

Durch die Zusammenarbeit der beiden Institute können in diesem Jahr erstmals Studierende der TU Darmstadt an dieser außergewöhnlichen und international renommierten UN-Simulation teilnehmen. Unter ihnen befinden sich auch zwei Master-Studenten des Instituts für Politikwissenschaft der TU Darmstadt, die zu den ersten Absolventen des seit dem Wintersemester 2001 angebotenen Bachelor of Arts-Studiengangs ge-hören.

Auch wenn das Projekt mit einem enormen Mehraufwand im Vergleich zu anderen Seminaren verbunden ist, zeigen sich die teilnehmenden Studenten von der Kooperation begeistert. "Das NMUN ermöglicht uns, bisher erlerntes theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden und macht so internationale Politik greifbar" erzählt der Darmstädter Student Florian Kießling, und fügt hinzu: "Die Erfahrungen, die man im Zu-sammenhang mit dieser Simulation sammelt, kann das beste Theorieseminar nicht vermitteln".

Kontakt: Juniorprofessorin Dr. Tanja Brühl / Dr. Klaus Roscher, Tel.: 069-798-23360, NMUN-Pressesprecherin: Bettina Gaspers, Tel.: 0179-9430786
Weitere Informationen: http://Weitere Informationen: http://www.nmun-frankfurt.de http://www.mainmun.de
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