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Podiumsdiskussion "Neoliberalismus, Bürgergesellschaft und soziale Verantwortung" mit Prof. Paul Nolte, Dr. Wo

17.01.2005 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut

Eine stärkere Eigenverantwortung der Bürger und gemeinwohlorientiertes Handeln werden immer häufiger eingefordert. Doch wie können diese Forderungen umgesetzt werden - zumal ökonomische Erwägungen bei der Verteilung von Verantwortungsaufgaben eine wichtige Rolle spielen? Der Übergang vom Sozialstaat zu einer Verantwortungsgesellschaft und die damit verbundenen Chancen einer neuen Kultur der Selbständigkeit sind das Thema einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion (mit Prof. Dr. Paul Nolte, Prof. Dr. Klaus Günther, Dr. Manfred Krüper und Dr. Wolfgang Schäuble, MdB) zu der das Kulturwissenschaftliche Institut alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in die Essener Philharmonie einlädt. Wohin man blickt, überall werden neue Verantwortlichkeiten eingefordert - in der Umwelt- und Wirtschaftspolitik, bei der Reform des Sozialstaates, aber auch auf globaler Ebene. So erwartet die Bundesregierung eine stärkere Eigenverantwortung der Bürger in der medizinischen Selbstversorgung und der Finanzierung der Renten. Firmen und Konzerne schreiben sich die Leitlinien der Corporate Social Responsibility auf ihre Fahnen. Umweltinitiativen und NGOs klagen die globale Verantwortung der Industrienationen für den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen und für die humanitären Belange unterentwickelter Länder ein.

Die Podiumsdiskussion "Neoliberalismus, Bürgergesellschaft und soziale Verantwortung" wird sich vor diesem Hintergrund mit der Frage befassen, wie die Forderungen nach eigenverantwortlicher Lebensführung und gemeinwohlorientiertem Handeln in marktwirtschaftlich geprägten Gesellschaften umgesetzt werden können. Dabei kennzeichnet das Schlagwort "Neoliberalismus" insofern eine neue Situation, als ökonomische Erwägungen bei der Verteilung von Verantwortungsaufgaben eine immer wichtigere Rolle spielen. So sind die Reform der Arbeitslosen- und Sozialhilfe (Hartz IV), aber auch die Debatten um die Renten- und Krankenversicherung, Ausdruck für eine Neubestimmung sozialer Verantwortung, die nicht mehr vorrangig vom Staat geleistet, sondern den Gesellschaftsmitgliedern in Form wirt¬schaftlicher und privater Eigeninitiativen übertragen wird.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion:
Der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Klaus Günther (Universität Frankfurt a.M.), der Historiker Prof. Dr. Paul Nolte (International University Bremen), Dr. Manfred Krüper, Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied der E.ON AG (Düsseldorf) und der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Wolfgang Schäuble, werden vor allem darüber diskutieren, wie die Forderungen nach eigenverantwortlicher Lebensführung und gemeinwohlorientiertem Handeln in marktwirt¬schaftlich geprägten Gesellschaften umgesetzt werden können.
Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Thomas E. Schmidt (DIE ZEIT, Hamburg).

Ort der Veranstaltung:
Philharmonie Essen (Weißer Saal), Eingang Huyssenallee, 45128 Essen

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Forschungsgruppe "Kulturen der Verantwortung" des Kulturwissenschaftlichen Instituts, Essen statt.
Die wissenschaftliche Leitung haben PD Dr. Ludger Heidbrink und PD Dr. Alfred Hirsch.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kwi-nrw.de oder unter der Telefonnummer 0201/7204-160.

Sabine Rehorst
Kulturwissenschaftliches Institut. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Goethestr. 31. 45128 Essen. Tel.: 0201/7204-160. Fax: 0201/7204-159
www.kwi-nrw.de

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