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Ausgewählte Publikationen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Viadrina im zurückliegenden Halbjahr

18.01.2005 - (idw) Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Aleksandrowicz, Dariusz: Zwischen Marktordnung und Staat, In: Funktionen und Leistungen von Nonprofit-Organisationen, hrsg. v. Dieter Witt, Robert Purtschert, Reinbert Schauer, Wiesbaden (DUV) 2004, S. 87-98.
Inhalt: Definitionsprobleme; Die Besonderheiten der drei Sektoren: Ordnungstheoretische Aspekte, Handlungstheoretische Aspekte, Legitimationstheoretische Aspekte; Allgemeines vs. partikulares Interesse: Was ist "allgemeines Interesse"?, Allgemeines vs. partikulares Interesse im dritten Sektor.

Brünneck, Alexander von: Landesrecht Brandenburg, 10. Auflage, Nomos-Verlag.
Inhalt: Die 10. Auflage der bewährten Gesetzessammlung wurde neu gestaltet und gegliedert. Weniger bedeutsame Vorschriften sind entfallen. Alle für die juristische Praxis und Ausbildung zentralen Vorschriften sind aber weiter in der Sammlung enthalten. Mit dem Stand vom 15. November 2004 erschienen, ist das brandenburgische Landesrecht damit in der Fassung abgedruckt, die es am Ende der dritten Legislaturperiode des brandenburgischen Landtages erreicht hat. Im letzten Jahr dieser Legislaturperiode wurden ungewöhnlich viele Gesetze geändert oder gänzlich neu gefasst. Hervorzuheben sind weitreichende Änderungen im Landesorganisationsgesetz, Verwaltungsverfahrensgesetz, Kommunalabgabengesetz, Polizeigesetz, Ordnungsbehördengesetz, Naturschutzgesetz, Waldgesetz, Wassergesetz und im Hochschulgesetz. Wie bisher enthält die Sammlung ein ausführliches Stichwortregister und eine aktualisierte Bibliographie zur Einführung in das brandenburgische Landesrecht.

Beichelt, Timm 2004: Die EU nach der Osterweiterung. UTB (VS-Verlag)
Inhalt: Das Buch setzt sich systematisch mit der Frage auseinander, welche Folgen die Osterweiterung für das Funktionieren der EU hat. Auf der Folie früherer Erweiterungswellen wird geprüft, ob es bei den neuen Mitglieder Tendenzen zu "integrationistischem" oder zu "souveränitätsorientierten" Verhalten innerhalb der EU gibt. Dafür werden die neuen Mitglieder in komparativer Perspektive im Hinblick auf die politische Kultur, Parteien und Institutionen betrachtet. Außerdem werden einige Herausforderungen an die EU betrachtet. Unter anderem werden die wirtschaftspolitische Steuerungsfähigkeit, die Verteilungspolitik (Agrar-, Struktur- und Regionalpolitik) sowie die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik auf Neuerungen durch die Erweiterung und die Vertragsänderungen der jüngeren Zeit untersucht.

Ebert, Christa: Die Seele hat kein Geschlecht. Studien zum Genderdiskurs in der russischen Kultur. Peter Lang GmbH. Europäischer Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main 2004.
Inhalt: Warum stößt Feminismus in Russland auf Ablehnung? Warum dominieren in der russischen Literatur noch immer traditionelle Geschlechterbilder? Der Band geht diesen Fragen nach. Der Umgang mit Genderfragen wird als Teil des russischen Kulturtextes betrachtet, der sich aus nationalen Traditionen und "Übersetzungen" aus dem Denk- und Bildarsenal der westeuropäischen Moderne speist. Konventionelle Muttermythen sind ebenso unverkennbar wie die Idee der "neuen Frau". Der kulturgeschichtliche Bogen der Einzelstudien wird von der Aufklärung (Frauenbildung im Smolnyj-Institut) bis zur Literatur der postsowjetischen Gegenwart gespannt.

Frey, Kaspar: Nebenintervention und Anfechtungsklage, EWiR 2004, 1059.
Inhalt: Grundlegende Entscheidungen trifft die Aktiengesellschaft durch Beschlüsse ihrer Hauptversammlung. Diese Beschlüsse können von einzelnen Aktionären gerichtlich angefochten werden. Weil die Entscheidung des Gerichts auch gegen alle anderen Aktionäre wirkt, können sich diese als Nebenintervenienten nachträglich am Prozess beteiligen und ihre Argumente vorbringen. Alle Anwälte von theoretisch hunderten von Nebenintervenienten erhalten so Gebühren auf Kosten des unterliegenden Teils. Das lädt zu Missbrauch ein. Diesem kann entgegengewirkt werden, indem man den Nebenintervenienten insgesamt nur die Gebühren eines gemeinsamen Anwalts erstattet. Darüber hinaus brauche man Nebeninterventionen nicht zu beschränken, denn ihr Erpressungspotenzial sei gering, die Möglichkeit zum Selbstschutz sinnvoll.

Häde, Ulrich: Der EuGH und die Haushaltsdisziplin - Das Urteil vom 13.7.2004 zum Verfahren bei einem übermäßigen Defizit, Europarecht (EuR) 2004, S. 750-764.
Inhalt: Am 13.7.2004 hat der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (EuGH) ein wichtiges Urteil gesprochen. Gegenstand war ein Streit zwischen der Kommission und dem Rat über das Verfahren bei einem übermäßigen Defizit. Das europäische Gemeinschaftsrecht sieht vor, dass das Haushaltsdefizit der Mitgliedstaaten grundsätzlich 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nicht übersteigen darf. Deutschland und Frankreich verstoßen seit einigen Jahren dagegen. Der Rat weigerte sich 2003 das Vorgehen gegen beide Länder zu verschärfen. Der Aufsatz stellt die Entscheidung des EuGH vor, analysiert sie und zeigt die rechtlichen Konsequenzen daraus auf.

Hausmann, Andrea / Duda, Alexandra: Professionelles Management als Erfolgsfaktor im Kultursponsoring: eine empirische Studie. In: Stiftung & Sponsoring, Heft 5/2004, S. 34-37.
Inhalt: Kultureinrichtungen und -veranstaltungen sind zunehmend in ihrer Existenz gefährdet: Denn die meist gemeinnützig ausgerichteten Institutionen arbeiten in aller Regel nicht kostendeckend und können nur einen geringen Teil ihrer Ausgaben durch Eigeneinnahmen ausgleichen. Gleichzeitig kürzt die öffentliche Hand ihre Zuschüsse, so dass der Abbau von Leistungen oder auch Schließungen einzelner Sparten bzw. ganzer Einrichtungen die Folge sind. In dieser Situation sind bereits heute zahlreiche kulturelle Angebote nur durch privates Engagement von Einzelpersonen oder Unternehmen möglich. Während Privatpersonen vor allem Spenden und ehrenamtliche Mitarbeit einbringen, erfolgt die unternehmerische Unterstützung kultureller Angebote - neben der Förderung durch Stiftungen - besonders häufig im Rahmen von Sponsoring.

Haverkamp, Anselm: Adieu, adieu: Kein Abschied von Derrida. Nachruf auf Jacques Derrida, In: Texte zur Kunst, November 04 (in Kurzform Süddeutsche Zeitung am 09.10.2004).
Inhalt: Würdigung des französischen Philosophen Jacques Derrida, des wichtigsten Anregers der neueren Kulturwissenschaften. Jacques Derrida hat im Juni 1996 an der Viadrina, das Graduiertenkollegs Repräsentation-Rhetorik-Wissen, mit einer Rede über "Das Gesetz der Gastfreundschaft" eröffnet.

Heghmanns, Michael: "Daten- und Datennetzdelikte", In: Achenbach/Ransiek, Handbuch Wirtschaftsstrafrecht, Heidelberg 2004, S. 405-485.
Inhalt: Der Beitrag enthält eine systematische und insbesondere für den in Unternehmen tätigen Berater oder Rechtsanwalt, aber auch für den Richter und Staatsanwalt geeignete, Darstellung der Daten- und Datennetzkriminalität sowie ihrer strafrechtlichen Bewertung. Die einschlägigen Straftatbestände werden umfassend erläutert. Zudem behandelt der Beitrag die besonderen Probleme, die sich aus der Speicherung und aus der Verbreitung von Informationen in bzw. über Datennetze ergeben, seien es betriebsinterne Intranets, sei es das Staatengrenzen ignorierende Internet.

Heintschel von Heinegg, Wolff: Casebook Völkerrecht, C. H. Beck 2005, ISBN 3-406-52747-7.
Inhalt: Die Neuerscheinung behandelt das Völkerrecht nicht nur systematisch, sondern integriert durchgängig die Kernaussagen wichtiger Entscheidungen internationaler und nationaler Gerichte. Auch die völkerrechtlichen Abkommen und anderen Materialien sind in der Darstellung, die teilweise auch in englischer Sprache abgedruckt werden, enthalten. Dadurch erhält der Student bereits einen repräsentativen Überblick über die im Völkerrecht besonders wichtigen Originalquellen, die ansonsten nur schwer oder gar nicht zugänglich sind. Gleichzeitig wird er auch an eine fallorientierte Arbeitsweise im Völkerrecht herangeführt. Im Einzelnen besteht der neue Band in der Casebook-Reihe aus folgenden Kapiteln: Völkerrechtssubjekte, Rechtsquellen, Grundrechte und Pflichten der Staaten, Staatenverantwortlichkeit, Humanitäres Völkerrecht, Diplomaten- und Konsularrecht, Seerecht, Luft- und Weltraumrecht, Menschenrechte.

Hübinger, Gangolf: Capitalisme et Kulturgeschichte: la crise de l'historisme, In: Hinnerk Bruhns (Hrsg.): Histoire et économie politique en Allemagne de Gustav Schmoller à Max Weber, Paris 2004, S. 133-157.
Inhalt:: Der Aufsatz widmet sich der Frage, wie die Kulturwissenschaften um 1900 methodisch und sachlich die neue soziale Welt des Industriekapitalismus erfassen.

Joerden, Jan C.: Logik im Recht, Springer Berlin, Heidelberg 2005, 385 S., 100 Abb.
Inhalt: In diesem Lehr- und Studienbuch wird gezeigt, in welchem Maße logische Strukturen das Rechtsdenken mitbestimmen. Dies geschieht anhand einer Darlegung der wesentlichen logischen Grundlagen und ihrer anschließenden Anwendung auf ausgewählte Beispiele auf dem Gebiet des Rechts. Das führt zu einem besseren Verständnis der juristischen Dogmatik und einer systematischen Durchdringung des jeweils relevanten Rechtsstoffes. Indem sich die Überlegungen zwischen den Disziplinen der Logik und der Rechtswissenschaft bewegen, tragen sie zu neuen Einsichten für beide Fächer bei. Behandelt werden aussagenlogische, klassenlogische, kombinatorische, quantorenlogische, modallogische, deontologische, relationenlogische, handlungslogische, syllogistische, fuzzylogische und paradoxe Strukturen des Rechts.

Kittsteiner, Heinz Dieter: Mit Marx für Heidegger. Mit Heidegger für Marx, Wilhelm Fink Verlag, München 2004, 238 S.
Inhalt: Karl Marx und Martin Heidegger haben das gemeinsame Schicksal, dass ihre Rezeption politisch überformt war. Seit dem Jahr 1989 hat sich das geändert. Ein verfehlter Sozialismus ist zusammengebrochen - Marx ist philosophisch vogelfrei. In eben diesem Jahr erschienen Heideggers "Beiträge zur Philosophie", die einen genaueren Blick auf sein Denken in den 30er Jahren erlauben. Von diesem Ausgangspunkt her werden beide gemeinsam gelesen. Die Rezeption hatte sie zunächst und zumeist in zwei verschiedene Lager auseinander dividiert. Der hier vorgelegte Essay macht sich umgekehrt daran, ihr Denken wirklich und wahrhaftig ineinander zu montieren. Ein einleitender Teil umreißt die "Extreme des Formbegriffs" bei Marx und Dilthey. Dann wird der späte Marx in Heideggers "Kehre" implantiert. Vor diesem Hintergrund fällt neues Licht auf das "Ereignis".

Krätke, Stefan / Borst, Renate: EU-Osterweiterung als Chance. Perspektiven für Metropolräume und Grenzgebiete am Beispiel Berlin-Brandenburg". Band 1, 2004.
Inhalt: In diesem Buch wird in exemplarischer Weise untersucht, welche Perspektiven die EU-Osterweiterung für die Region Berlin-Brandenburg eröffnet und wie die deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen als Chance für die regionale Entwicklung genutzt werden können. Von der EU-Osterweiterung werden vor allem strukturstarke Regionen der alten EU wie auch der Beitrittsländer profitieren, einschließlich der großen urbanen Wirtschaftszentren in grenznaher Lage der Nachbarländer Deutschland und Polen.
Die Reihe "Beiträge zur europäischen Stadt- und Regionalforschung" soll zur Weiterentwicklung der europäischen Raumforschung in Theorie und Empirie dienen.

Kritikos, Alexander S. / Vigenina, Denitsa: The individual micro-lending contract: is it a better design than joint-liability? In: Economic Systems 28, 155-176 (2004).
Inhalt: We analyze the incentive mechanism of individual micro-lending contracts and we compare its key factors with those of joint-liability loan contracts. Using our data set, we firstly show that in the individual contract there are three elements, the demand for non-conventional collateral, a screening procedure which combines new with traditional elements, and dynamic incentives in combination with the termination threat in case of default, which ensure high repayment rates of up to 100%. We further show that the joint-liability approach may lead to similar repayment rates, however based on a different incentive system. We reveal that the target group which can be efficiently served by either one of the two mechanisms is different. There is no better design than a combination of individually-based and joint-liability loan contracts if a micro-lender aims to reach all types of micro-entrepreneurs in a certain region.

Kurbel, Karl / Loutchko, Iouri / Teuteberg, Frank: FuzzyMAN: An Agent-Based Electronic Marketplace with a Multilateral Negotiation Protocol. In: Lecture Notes in Artificial Intelligence Vol. 3187, G. Lindemann, J. Denziger, I. Timm, R. Unland (Eds.), Multiagent System Technologies, Proceedings of the second German conference MATES, Erfurt, Germany, September 29-30, 2004, Springer Berlin Heidelberg, ISBN 3-540-23222-2, pp. 126-140.
Inhalt: In this contribution, conceptual foundations, the architecture, and the implementation of an agent-based electronic marketplace, FuzzyMAN (Fuzzy Multi-Agent Negotiations) are presented. Software agents on that marketplace negotiate about multiple issues according to a multilateral negotiation protocol. The protocol is based on a sequence of bilateral negotiations and on a pre-selection procedure which chooses suitable partners for negotiations first. Special attention is given to the feature that the agents' preferences are expressed in fuzzy terms. The application domain for our implementation is buying and selling "labor". Agents act on behalf of employers (looking for employees) and employees (looking for jobs). A mediator agent in FuzzyMAN supervises and coordinates the actions on the marketplace. Characteristics of the architecture and its implementation are described. Open research questions are discussed in the final section.

Pechstein, Matthias: Wohin mit den wirtschaftlich nicht einsetzbaren Beamten der Post-Nachfolgeunternehmen? - Zuweisung an dritte Unternehmen oder subsidiäre Beschäftigungs-/Kostentragungspflicht des Bundes? In: Zeitschrift für Beamtenrecht, Heft 9, Seite 293-305.
Inhalt: Mit der Privatisierung der vormals Deutschen Bundespost und der Gründung von drei Post-Nachfolgeunternehmen waren besondere Probleme des Beamtenrechts verbunden. Die bei der Deutschen Bundespost beschäftigten Beamten wurden auf der Grundlage einer ergänzenden Regelung im Grundgesetz den Post-Nachfolgeunternehmen zugewiesen. Insbesondere bei der Telekom stellen sich seither aufgrund der marktwirtschaftlichen Orientierung vielfältige Probleme einer adäquaten Beschäftigung dieser Beamten. Die Telekom hat bereits mehrere tausend Beamte einer Personalservice-Agentur zugewiesen, ohne ihnen dort allerdings eine angemessene Beschäftigung zu ermöglichen. Der Beitrag befasst sich mit den verfassungsrechtlichen Bedingungen und Grenzen eines Einsatzes dieser Beamten bei dritten Unternehmen sowie einer subsidiären Beschäftigung-/Kostenpflichtigkeit des Bundes.

Peine, Franz-Joseph / Brünneck, Alexander von (Hrsg.): Staats- und Verwaltungsrecht für Brandenburg, Baden-Baden, Nomos-Verlag 2004, 513 S.
Inhalt: Das Buch behandelt die wichtigsten Bereiche des brandenburgischen Landesrechts. Die Kerngebiete Verfassungsgeschichte, Verfassungsrecht, Stellung des Landes in der EU, Kommunalrecht, Verwaltungsorganisation, Grundlagen des Verwaltungshandelns, Allgemeines Polizei- und Ordnungsrecht, Bauordnungsrecht, Raumordnung, Landesplanung, Umweltrecht, Öffentliches Wirtschaftsrecht und Kulturverwaltungsrecht werden systematisch und problemorientiert dargestellt. Die Auslegung der landesrechtlichen Regelungen durch die Gerichte und ihre Bedeutung für die Praxis von Staat und Verwaltung werden erläutert. Weiterführende Literatur und die maßgeblichen Entscheidungen der Gerichte werden nachgewiesen.

Riesenhuber, Karl: Die Auslegung und Kontrolle des Wahrnehmungsvertrags, Berlin (de Gruyter Recht) 2004, XXIV + 183 S.
Inhalt: Der Vertrag zwischen Urheber und Verwertungsgesellschaft (Wahrnehmungsvertrag) weist verschiedene Besonderheiten auf, die bei seiner Auslegung und bei der Inhaltskontrolle zu berücksichtigen sind. In der Monographie werden die Grundregeln der Auslegung und Kontrolle des Wahrnehmungsvertrags, die sich aus dem Urheberrechtswahrnehmungsgesetz, dem Urheberrechtsgesetz, dem Bürgerlichen Gesetzbuch sowie dem deutschen und Europäischen Kartellrecht ergeben, systematisch erörtert. Zudem nimmt der Autor zu den Plänen der Angleichung des Wahrnehmungsrechts in Europa Stellung.

Scheffler, Uwe / Halecker, Dela-Madeleine: Die Problematik der Beweiswürdigung bei drogenbedingter Fahrunsicherheit i.S.d. § 316, In: Blutalkohol Vol. 41 (2004), S. 422-433.
Inhalt: Der Aufsatz beschäftigt sich mit der Problematik des Nachweises einer drogenbedingten Fahrunsicherheit (bzw. Fahruntüchtigkeit) i.S.d. § 316 StGB. Die Autoren versuchen zu belegen, dass die rechtliche Konstruktion einer sog. "absoluten" Fahrunsicherheit ab einer bestimmten Wirkstoffkonzentration (wie bei Alkohol am Steuer jedoch seit langem anerkannt) elementaren Prinzipien des Beweisrechts widerspricht. Der Nachweis einer drogen- wie auch einer alkoholbedingten Fahrunsicherheit darf deshalb in jedem Fall nur unter Berücksichtigung zusätzlicher Faktoren erfolgen.

Schlögel, Karl: Das Jahrhundertprotokoll. Harry Graf Kesslers Tagebuch 1880-1937, In Merkur, Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken, Heft 663/2004, 557-568.
Inhalt: Harry Graf Kesslers Tagebuch, nach vielen Jahrzehnten endlich komplett und auf zum Teil abenteuerliche Weise wieder aufgefunden, ist neben Victor Klemperers Tagebuch vielleicht das bedeutendste diaristische Werk in deutscher Sprache. Es umfasst mehr als ein halbes Jahrhundert und ist ein präzise beobachteter funkelnder Kommentar zu einer Welt, die untergegangen ist.

Schultz, Helga / Kub, Eduard: Wirtschaftsnationalismus als Entwicklungsstrategie ostmitteleuropäischer Eliten. Die böhmischen Länder und die Tschechoslowakei in vergleichender Perspektive, Prag/Berlin 2004.
Inhalt: Die gemeinsame Publikation von Wirtschaftshistorikern der Prager Karls-Universität und der Viadrina befasst sich vornehmlich mit der nationalen Wirtschaftspolitik der Tschechoslowakei und dem wirtschaftlichen Nationalitätenkampf in den böhmischen Ländern. Nostrifizierung der Industrie- und Bankenpolitik sind ebenso Thema empirischer Studien wie der Einsatz der Reklame, die Politik der katholischen Kirche und die Rolle der Verbände. Mit den Beiträgen von Uwe Müller und Torsten Lorenz kommt die Entwicklung in Polen und Preußen vergleichend in den Blick.

Söllner, Albrecht: Interaktionsanalyse und Relationship Marketing, In: Backhaus, K.; Voeth, M. (Hrsg.), Handbuch Industriegütermarketing, Wiesbaden, S. 437-454.
Inhalt: Durch Arbeitsteilung und Tausch können Menschen ihren Wohlstand steigern. Teilweise sind Transaktionen aber aus der Sicht einer oder beider Transaktionsparteien problematisch, z.B. weil eine hohe Unsicherheit über den Transaktionsausgang besteht oder weil aus der Transaktion Abhängigkeiten resultieren. Als letzte Konsequenz unterbleibt die Transaktion und potentielle Kooperationsgewinne gehen verloren. In dieser Situation bieten enge und vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen nicht selten einen Ausweg. Geschäftsbeziehungen können als ein Koordinationsmechanismus interpretiert werden, der Kooperationsprobleme löst, indem er Interaktionsspielregeln bereitstellt, die den Kooperationspartnern Sicherheit geben.

Stephan, Andreas / Soete, Birgit: Entrepreneurship, Innovation and Growth, Industry and Innovation, In: Industry and Innovation, Special Issue 11(3), S. 161-263.
Inhalt: Innovative activity is a central element shaping both the competitiveness and the economic development of nations and regions. The capacity to innovate has been shown to serve as the driving engine of economic growth and job creation. The papers in this special issue support the view that entrepreneurship and innovative SMEs play a crucial role in promoting economic growth. With regards to knowledge spillovers in regional innovation systems, universities have a significant impact on the location choice of new ventures, and consequently on the technology and know-how transfer. A major obstacle for new high technology firms is early stage finance. However, contrary to the general assumption, the private equity industry does not in general provide a solution to the financing problems of early stage high-risk entrepreneurs. Given the imperfections of the capital market, there is a rationale for governmental support of high-risk entrepreneurs.

Wolf, Gerhard / Wojdalska, Katarzyna: Die Kriminalitätslage im Grenzgebiet. Daten - Wissenschaftliche Beurteilung - Ausblick.

Inhalt: Eine realistische Bestandsaufnahme ergibt, dass eine wissenschaftliche Analyse und Erklärung der gesamten Kriminalität im Grenzgebiet illusorisch ist. Die Gründe hierfür liegen nicht in Besonderheiten der Situation im Grenzgebiet, sondern in den ungelösten Grundproblemen der Kriminologie. Es werden die Gründe für die Aussichtslosigkeit einer wissenschaftlichen Analyse der Grenzkriminalität dargelegt und Beispielsanalysen zur gegenwärtigen Kriminalitätslage im deutsch-polnischen Grenzgebiet gegeben.

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