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Erblindungen möglichst verhindern

18.01.2005 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Erblindungen möglichst verhindern - über 300 Experten diskutieren neue Entwicklungen in Diagnostik und Therapie des Glaukoms

Über 300 Experten aus dem In- und Ausland nehmen am 7. Halleschen Symposium der Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg - mit Übertragungen aus vier Operationssälen des Zentral-OPs in die Hörsäle - am 22./23. Januar 2005 teil. Die Veranstaltung findet im Universitätsklinikum der Medizinischen Fakultät, Ernst-Grube-Str. 40, in Halle (Saale) statt. Die Mediziner beschäftigen sich mit der Krankheit, die weltweit die häufigste Ursache für eine nicht wieder rückgängig zu machende Erblindung ist: dem Glaukom, im Volksmund auch als "grüner Star" bezeichnet. Zirka 66,8 Millionen Menschen waren zur Jahrtausendwende am Glaukom erkrankt; 6,7 Millionen von ihnen waren bereits daran beidseitig erblindet. Unter einem Glaukomschaden versteht man den Untergang von Nervenzellen an der Netzhaut mitsamt ihrer Nervenfasern. Die Folge davon sind Ausfälle im Gesichtsfeld. Bei der Entstehung des Schadens spielen mehrere Faktoren (z. B. der erhöhte Augeninnendruck oder eine gestörte Sehnervendurchblutung) eine Rolle. Heimtückisch dabei ist, dass der Patient keine Schmerzen hat und die Krankheit daher oft zu spät diagnostiziert wird. Dabei kann bei rechtzeitiger Erkennung und Behandlung des Glaukoms eine Erblindung in den meisten Fällen verhindert werden.

Das bevorstehende Symposium beschäftigt sich mit den modernsten Methoden der Früherkennung einer Glaukomerkrankung. Die neuesten Diagnostikmethoden sind hierbei weitgehend in der Bevölkerung noch unzureichend bekannt und werden vielfach auch nur in spezialisierten Zentren angeboten.

Das Glaukom-Symposium ermöglicht es Augenärzten und interessierten Augenlaien sich über diese neuesten Behandlungsmethoden zu informieren. In einer sogenannten Live-Chirurgie werden Glaukomoperationen aus vier Operationssälen in den Hörsaaltrakt übertragen und mit den Teilnehmern die Möglichkeiten eines chirurgischen Vorgehens beim Glaukom diskutiert. Zusätzlich werden die namhaftesten Glaukomspezialisten aus dem deutschsprachigen Raum den aktuellen Stand in Diagnostik und Therapie vortragen.

Die bereits jetzt hohe Anzahl an teilnehmenden Augenärzten belegt, dass diese ärztliche Weiterbildung zum Thema Glaukom sowohl in Qualität als auch in Quantität deutschlandweit seinesgleichen sucht. Am Freitagnachmittag vor dem Symposium, am 21. Januar 2005, werden zwei Wet-Lab-Veranstaltungen in den Seminarräumen durchgeführt: in diesen Praxisseminaren können Ärzte die wichtigsten derzeitigen glaukomchirurgischen Techniken trainieren und auch kombinierte Eingriffe (Glaukom und Katarakt) durchführen. Außerdem werden High-Tech-Geräte für die Glaukom-Früherkennung, -Verlaufskontrolle und -Langzeitbeurteilung vorgestellt. Dabei können die Symposiumsteilnehmer selbst Patienten an diesen neuen Geräten untersuchen und Befunde erheben.

Weitere Informationen zum Programm finden sich auf der Internet-Seite der Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde:

http://www.medizin.uni-halle.de/kau/index.php?cid=71

Theresia Wermelskirchen
Pressesprecherin
Klinikum der Medizinischen Fakultät
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
06097 Halle (Saale)
Tel.: 0345 55-75748
Fax: 0345 55-75749
E-Mail: theresia.wermelskirchen@medizin.uni-halle.de

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