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Geflügelt und beredt: Abschied vom einzigen deutschen Ukrainistikprofessor Valerij M. Mokienko

19.01.2005 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

PM 014/2005

Der Linguist und Ethnolinguist Prof. Dr. Valerij Michailovich Mokienko, der einzige in Deutschland lehrende Professor für Ukrainistik, geht zum Ende des laufenden Wintersemesters 2004/2005 nach zehn Jahren Greifswald in den Ruhestand. Am 27. Januar 2005 hält Professor Mokienko um 16 Uhr im Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft in der Greifswalder Domstraße 20a (Rückgebäude) seine Abschiedsvorlesung: "Die Slavia im europäischen Sprachraum. Sprichwörter, Redensarten und geflügelte Worte".

Die an diesem Tage gehaltenen Ansprachen (Grußworte von Rektor Rainer Westermann und Dekan Manfred Bornewasser, und von Vasyl Khymynets, dem 1. Sekretär der Botschaft der Ukraine in Deutschland, sodann die "Würdigung eines Wissenschaftlers" von Prof. Ulrike Jekutsch und Dr. Harry Walter und eine Rede "Über die Greifswalder ukrainistischen Wege von Prof. V. Mokienko" von seinen Mitarbeitern Priv.-Doz. Ralf Göbner und Dr. Alexander Kratochvil) umrahmen viele Musikstücke und auch Lieder.

Das Institut für Slawistik wird um eine sehr farbige Facette ärmer, wenn der auch in den Vogeldialekten bewanderte, am 16. Februar 1940 in Kertsch in der Ukraine geborene Prof. Dr. Mokienko (aus deutschen Altersgründen) zurück an seine Heimatuniversität St. Petersburg geht, wo er noch mindestens fünf weitere Jahre forschen und lehren wird. Er hat die Universität durch die seit Jahren erfolgreiche Sommeruniversität "Ukrainicum" und zahlreiche Kulturveranstaltungen und -verbindungen bereichert und verläßt die Hansestadt mit einer Liste von zur Zeit 655 sprachwissenschaftlichen Publikationen, viele davon voller Sprachwitz und nicht nur in einer Sprache. Seine Werke über die Sprichwörter und die Sprachangewohnheiten im östlichen, aber auch zentralen Europa, sind bis in?s Galizische übersetzt.

Wer in Zukunft als Ukrainistik-Professor in Greifswald weiß, "wo der Barthel den Most holt" oder ob "die Maus keinen Faden abbeißt" oder wer weiß, wie sich die russische und ukrainische Jugendsprache rasend schnell weiterentwickelt, ist zunächst noch ungewiß.

Sicher ist die Feier am 27. Januar 2005 in der Domstraße 20a und später am Abend im Slavistenkeller "Tschajka" für Prof. Dr. Valerij M. Mokienko. Herzliche Einladung!

Info: Prof. Dr. Valerij M. Mokienko, Institut für Slawistik, Domstraße 9a,
17487 Universität Greifswald, Tel. 03834-86-3220, Fax 03834-86-1248,
mokienko@uni-greifswald.de
Weitere Informationen: http://www.uni-greifswald.de/~slawist/
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