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Hyposensibilisierung hilft Immunsystem auf die Sprünge

21.01.2005 - (idw) Technische Universität Chemnitz

Chemnitzer Allergie-Experte erläutert das Verfahren der Hyposensibilisierung und mögliche gesundheitliche Risiken Immer mehr Deutsche leiden unter Allergien. Neuesten Statistiken zufolge ist bereits ein Drittel der Bevölkerung von Heuschnupfen, Asthma & Co. betroffen, Tendenz weiter steigend. Um Allergien in den Griff zu bekommen, kommt vor allem die Hyposensibilisierung zum Einsatz, mit der das betroffene Immunsystem regelrecht trainiert wird. Zu dem Thema "Was ist Hyposensibilisierung und welche gesundheitlichen Risiken sind damit verbunden?" wird am 26. Januar 2005 Privatdozent Dr. med. Ernst-Wilhelm Schmidt, Chefarzt der Klinik für Pulmologie des Klinikums Chemnitz, sprechen. Der kostenfreie Vortrag findet ab 17.30 Uhr im Hörsaal 204, Böttcher-Bau, Straße der Nationen 62, statt.

Hintergrund: Hyposensibilisierung

PD Dr. med. Ernst-Wilhelm Schmidt: "Eine Hyposensibilisierung kommt in erster Linie bei Heuschnupfen, Asthma bronchiale und einer ausgeprägten Bienen- und Wespengiftallergie in Betracht, sie kann also nicht bei allen allergischen Erkrankungen durchgeführt werden. Geeignete Allergene für eine Hyposensibilisierung sind die Pollen von Bäumen, Gräsern, Getreide und Kräutern sowie Hausstaubmilben, Tierepithelien und in seltenen Fällen Schimmelpilze. Die Erfolgsraten sind mit über 90 Prozent am höchsten bei der Bienen- und Wespengiftallergie, gefolgt von den Pollen von Birke, Gräsern und Roggen mit 40 bis 80 Prozent. Dagegen werden mit nur 50 Prozent vergleichsweise geringe Erfolge bei Milben beobachtet. Bei Tierallergenen sind gute Ergebnisse bei Katze und Pferd zu erwarten, während beim Hund kaum mit Erfolgen zu rechnen ist.

Je jünger der Partient ist und je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto höher sind die Erfolgsaussichten. Insgesamt kann eine Hyposensibilisierung zu einer Abschwächung der Heuschnupfen- oder Asthma-Symptome führen. Auch findet der Wechsel vom Heuschnupfen zum Asthma seltener statt. Bei der Insektengiftallergie wird das Risiko gefährlicher Komplikationen durch einen Stich von Biene und Wespe erheblich verringert.

Üblicherweise wird die Hyposensibilisierung mittels einer Injektion in das Unterhautgewebe durchgeführt. In den letzten Jahren wurden aber auch alternative Wege der Allergenzufuhr gefunden, etwa die Anwendung über die Schleimhaut von Mund und Nase."

Weitere Informationen gibt Privatdozent Dr. med. Ernst-Wilhelm Schmidt, Chefarzt der Klinik für Pulmologie des Klinikums Chemnitz, Telefon (03 71) 33 34 35 50, E-Mail e.schmidt@skc.de .
Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de http://www.klinikumchemnitz.de
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