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Grünes Licht für sechs Forschergruppen

27.01.2005 - (idw) Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

DFG gewährt finanzielle Mittel für zunächst drei Jahre Nr. 3
27. Januar 2005

Um die Kooperation herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei innovativen Forschungsvorhaben zu fördern, richtet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sechs neue Forschergruppen ein. Dies entschied der zuständige Bewilligungsausschuss in seiner Sitzung vom 21. Januar. DFG-Forschergruppen zeichnen sich durch wissenschaftliche Zusammenarbeit in einer überschaubaren Zahl von Einzelprojekten aus, die höchste Qualität und Originalität auf internationalem Niveau erkennen lassen. Den neu eingerichteten Gruppen stehen in den nächsten drei Jahren rund 8,7 Millionen Euro zur Verfügung sowie die Aussicht auf Förderung für weitere drei Jahre.

Die Forschergruppen im Einzelnen:

Differentialgeometrie und diskrete Geometrie miteinander zu verbinden und dadurch eine Vielzahl von interessanten Fragen bearbeiten zu können, ist das Ziel der Forschergruppe "Polyedrische Flächen: Geometrie und Kombinatorik" der Technischen Universitäten Berlin und Darmstadt. Teilnehmenden Nachwuchswissenschaftlern eröffnet dieses Forschungsvorhaben nicht nur eine vielseitig forschungsorientierte Ausbildung, sondern ebenfalls die Aussicht, an der Entstehung eines international führenden Projekts teilzuhaben.
Die Initiatoren der zweiten Forschergruppe aus der Mathematik "Algebraische Zykel und L-Funktionen" arbeiten bereits heute auf internationalem Spitzenniveau. Als Team werden sie nun an den Universitäten Regensburg und Leipzig wichtigen Fragestellungen aus dem Umfeld der Bloch-Kato-Vermutung nachgehen, die vom Clay Mathematics Institute als eines der sieben Millennium-Probleme identifiziert wurde.

Hemmende Neuronen haben die Aufgabe, die Aktivitäten anderer Nervenzellen im Gehirn zu unterbinden. Ihre Funktion zu untersuchen bedeutet, den Funktionsmechanismus des Nervensystems zu verstehen, eine Aufgabe, der sich die Forschergruppe "Synaptic Inhibition: Molecular Determinants of Inhibitory Neurons within Defined Networks" der Universität Heidelberg widmen wird. Mit einem methodischen Repertoire, das von der Molekulargenetik über die Proteinbiochemie bis zur Elektrophysiologie reicht, ist diese Gruppierung im internationalen Vergleich einzigartig.

Im Bereich Bodenkunde wird die Forschergruppe "Dynamik von Bodenprozessen bei extremen meteorologischen Randbedingungen" der Universitäten Bayreuth, Jena und Göttingen klimatische Extremsituationen anhand eines Freilandexperiments untersuchen. Zwei Standorte im Fichtelgebirge bieten den beteiligten Bodenkundlern, Hydrologen, Mikrobiologen und Pflanzenökologen einmalige Forschungsbedingungen und die Möglichkeit, einen wichtigen Beitrag zur Klimaforschung zu leisten.
Bodenkunde ist ebenfalls Gegenstand der Forschergruppe "Veterinary Medicines in Soils: Basic Research for Risk Analysis" an der Technischen Universität Berlin. Das interdisziplinär und überregional organisierte Forschungsteam will die Wirkung und den Verbleib von Tierarzneimitteln im Boden mit Hilfe verschiedener Modelle und molekularer Methoden untersuchen. Aufgrund des ganzheitlichen Untersuchungsansatzes werden die Forscher mit ihrem Projekt eine wichtige Lücke in der europäischen Forschungslandschaft schließen.

In der Forschergruppe "Geobiologie von Organo- und Biofilmen: Koppelung der Geosphäre und Biosphäre über mikrobielle Prozesse" werden Mikrobiologen und Geologen Gemeinschaften von Mikroben in Fließgewässern und subterranen Lebensräumen untersuchen. Dabei werden ihre Effekte auf biogeochemische Elementkreisläufe und Gesteinsbildung für die Forscher der Universität Göttingen, der Technischen Universität Braunschweig sowie anderer Einrichtungen im Vordergrund stehen. Von den Ergebnissen versprechen sich die Wissenschaftler unter anderem Einsichten in die Evolution der Geobiosphäre.


Weiterführende Informationen
Weitere Informationen zum Thema Forschergruppen:
www.dfg.de/forschungsfoerderung/koordinierte_programme/forschergruppen/
Weitere Informationen: http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/koordinierte_programme/forschergruppen/
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