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Uni Bamberg ist "Partnerhochschule des Spitzensports"

31.01.2005 - (idw) Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Am 26. Januar war es soweit: Die Universität Bamberg ist offiziell "Partnerhochschule des Spitzensportes". Dieses Projekt, das der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) vor fünf Jahren initiiert hat, schafft Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern einen Nachteilsausgleich, damit sie ihre akademische Ausbildung trotz der hohen zeitlichen Belastungen des Spitzensports erfolgreich absolvieren können. Die Otto-Friedrich-Universität ist die 58. Hochschule, die den Kooperationsvertrag unterzeichnet hat.

Prof. Dr. Dr. Godehard Ruppert, Rektor der Universität Bamberg, freute sich über die Vereinbarung. "Partnerhochschule des Spitzensports" sei nicht nur einfach ein neues Label. In den Fakultäten solle konkret damit gearbeitet und ein Bewusstsein dafür geschaffen werden. Schließlich werden die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem sportlichen Bereich auch in der Wirtschaft immer wichtiger - Fakten, denen das universitäre Sportzentrum unter der Leitung von Dr. Stefan Voll schon länger Rechnung trägt.

Spitzensportler verstärkt an Studium interessiert
Dass Spitzensportler neben ihrer Sportkarriere verstärkt an einem akademischen Abschluss interessiert sind, verdeutlichte der Generalsekretär des adh, Olaf Tabor: "Seit 1992 ist der Studierenden-Anteil im Olympia-Team von 27 auf 34 Prozent gestiegen. Dazu kamen bei der Olympiade in Athen noch neun Prozent der Teilnehmer, die bereits einen akademischen Abschluss erreicht hatten." Umso wichtiger sei die Bereitschaft der Universitäten, den Sportlern durch eine Flexibilisierung des Studiums entgegenzukommen.

Gegenseitiges Geben und Nehmen
Konkret bedeutet das Prädikat "Partnerhochschule des Spitzensports", dass zwischen Universität und Sportler ein Vertrag über gegenseitige Leistungen unterzeichnet wird. Die Universität sichert die Flexibilisierung der Studien- und Rahmenbedingungen zu. So vermittelt sie zum Beispiel bei universitätsinternen Prüfungen, sofern diese aufgrund des leistungssportlichen Engagements nicht zum vorgegebenen Zeitpunkt abgelegt werden können. Auch bei den Anwesenheitszeiten und dem Gewähren von Urlaubs- und Freisemestern kommt man den Spitzensportlern entgegen. Die kostenfreie Nutzung der Hochschulsportanlagen, Bereitstellen von Trainingsmöglichkeiten und Unterstützung durch Mentoren wird zugesichert. "Vor allem die Kooperation mit GHP Bamberg soll ausgeweitet werden", erklärte der Leiter des Sportzentrums. Bamberg sei schließlich nicht umsonst bekannt als Basketball-Hochburg - ein Vorhaben, das auch der Sportdirektor des Deutschen Basketballbundes, Wolfgang Brenscheidt, begrüßte. Auch er freut sich auf die Kooperation.

Studieninhalte unberührt
Die Sportler wiederum verpflichten sich, bei Meisterschaften für die Universität zu starten und auch gegebenenfalls repräsentative Aufgaben zu übernehmen. In den "Genuss" dieser organisatorischen Hilfe können Studierende kommen, die dem A-, B- und C-Nationalkader (auch Junioren) des jeweiligen Sportfachverbandes angehören. Dass die Studieninhalte natürlich unberührt blieben, betonte noch einmal Dr. Stefan Voll.

Weitere Informationen: http://www.uni-bamberg.de/~ba2st99/home

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