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Auch kleinste Kinder haben große Schmerzen

03.02.2005 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Auf den "Dattelner Kinderschmerztagen - Kongress für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativversorgung" vom 17. bis 19. Februar im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen erörtern internationale Experten neueste Erkenntnisse zur Bekämpfung und Linderung von Schmerzen bei Kindern "Es ist ein Irrglaube, dass Frühgeborene noch keine Schmerzen empfinden können", betont Dr. Boris Zernikow von der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln, einer kooperierenden Klinik der Universität Witten/Herdecke. Zernikow ist wissenschaftlicher Leiter der "3. Dattelner Kinderschmerztage - Kongress für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativversorgung" vom 17. bis 19. Februar 2005 im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen. Zu den Programmpunkten der europaweit einmaligen Veranstaltung gehören auch Vorträge zum Thema "Kleinste Kinder - größte Sorgen" mit den neuesten Forschungsergebnissen zur Schmerztherapie bei Frühgeborenen.

Rund 800 Teilnehmer werden erwartet - neben Kinderärzten, Kinderkrankenschwestern und -pflegern auch Psychologen, Sozialarbeiter und Physiotherapeuten. "Unser Kongress ist multiprofessionell angelegt", sagt Wilma Henkel vom Verein "eigenes leben - Hilfen für Kinder mit Schmerzen oder lebensverkürzenden Krankheiten", der die Tagung zusammen mit der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln veranstaltet. Im Gegensatz zu den Vorgängerkongressen gibt es auf den diesjährigen Kinderschmerztagen parallel zu den deutschen Angeboten auch ein komplettes Programm in englischer Sprache. Von den rund 80 Referenten kommen 17 aus dem Ausland.

Den Auftakt der Dattelner Kinderschmerztage unter der Schirmherrschaft der nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerin Birgit Fischer bildet am 17. Februar ein "Education Day", auf dem die Grundlagen der Schmerztherapie dargestellt werden. Im Hauptprogramm am 18. und 19. Februar reichen die Themen von Möglichkeiten der Akupunktur in der Schmerztherapie über spezielle Verfahren in der Krebsbehandlung bis zur medizinischen und psychologischen Begleitung sterbender Kinder. Ein Workshop mit dem Titel "Wie viel Nähe ist gut? Über die eigene Betroffenheit und den Umgang damit" thematisiert die Rolle und das Selbstverständnis von Professionellen in der Versorgung sterbender Kinder.

In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 3.000 Kinder an lebensverkürzenden Krankheiten - 500 davon an Krebs. Mehr als 200.000 Heranwachsende leiden an chronischen Schmerzen. Zu den Ursachen zählen neben Krebs auch Migräne und rheumatische Erkrankungen. Die Bekämpfung und Linderung von Schmerzen bei Kindern ist eine noch junge medizinische Disziplin. Zur Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln, einem der Veranstalter der Kinderschmerztage, gehört das Institut für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin. An dem bundesweit einmaligen Institut unter Leitung von Dr. Boris Zernikow wird Kindern mit Schmerzen und lebensverkürzenden Krankheiten von einem Team unterschiedlicher Berufsgruppen multiprofessionell und interdisziplinär geholfen.

Die 3. Dattelner Kinderschmerztage wenden sich an ein Fachpublikum. Vertreter der Medien sind herzlich willkommen.


Weitere Informationen:
Wilma Henkel, Leiterin der Geschäftsstelle "eigenes leben e.V." und Projektmanagerin des Institut für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln
Tel.: 02363/975-180, E-Mail: eigenes-leben@web.de
Ein Programm der Veranstaltung gibt es auch unter: www.eigenes-leben-ev.de/frames_kontakt.html
Weitere Informationen: http://www.eigenes-leben-ev.de/frames_kontakt.html
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