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Dr. Martini-Preis 2005 verliehen

14.02.2005 - (idw) Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Der älteste Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, der Dr. Martini-Preis, wurde bereits im Jahre 1880 von Hamburger Kaufleuten gestiftet. Er zeichnet jedes Jahr hervorragende Nachwuchswissenschaftler/-innen aus, die in Hamburger Krankenhäusern tätig sind und sich mit klinischer Grundlagenforschung und neuen Therapieansätzen beschäftigen. Er ist mit insgesamt 11 000 Euro dotiert. Das Kuratorium der Dr. Martini-Stiftung hat heute den Preis an eine Nachwuchswissenschaftlerin und zwei Nachwuchswissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) vergeben. Die Arbeiten der Preisträger zeigen in vorbildlicher Weise, dass klinische Grundlagenforschung entscheidend zu einer Verbesserung der Behandlung von Kranken führen kann. Die Preisverleihung nahm Professor Dr. Ansgar W. Lohse als Kuratoriumsvorsitzender der Dr. Martini-Stiftung vor.

Dr. Sonja Schrepfer und Dr. Tobias Deuse, Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie, teilen sich 7000 Euro für ihre Untersuchungen einer neuen Gruppe von Substanzen, die für einen Einsatz als Immunsuppressiva nach Transplantationen in Frage kommen. In verschiedenen Kleintiermodellen zur akuten und chronischen Organabstoßung sowie in Zellkulturuntersuchungen konnten erstmals die Effizienz der so genannten Malononitrilamide nachgewiesen und neue Wirkmechanismen aufgedeckt werden. Da die sich zurzeit im klinischen Einsatz befindlichen immunsuppressiven Medikamente mit zum Teil erheblichen Nebenwirkungen einhergehen, ist die Entwicklung neuer, schonenderer Medikamente dringend erforderlich. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die Malononitrilamide auf schonende Weise die Abstoßung eines Transplantats verhindern können. Außerdem konnten die Preisträger weitere positive Effekte der Substanz, insbesondere die Verhinderung von Gefäßstenosen, nachweisen.

Priv.-Doz. Dr. Axel Methner, Klinik für Neurologie, wurde mit 4000 Euro ausgezeichnet. Er beschäftigte sich mit dem Phänomen, dass ein kleiner Schlaganfall vor einem großen Schlaganfall schützen kann. Diese so genannte ischämische Präkonditionierung beruht zum Teil auf der Tatsache, dass bei einem kleinen Schlaganfall das Protein BI-1 hochreguliert wird. Dr. Methner fand heraus, dass dieses Protein daraufhin die Gehirnzellen vor Zelltod schützt, indem es den Kalziumspiegel in der Zelle senkt.

Ein Foto von der Preisverleihung erhalten Sie gern per E-Mail.

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