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Werkzeugentwicklung sichert Marktstellung

15.02.2005 - (idw) Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Forschungsverbünde

Neue Technologie- und Maschinenkonzepte für den Werkzeug- und Formenbau sind das Thema des neuen Bayerischen Forschungsverbunds Flexible Werkzeugsysteme (ForWerkzeug). Sprecher ist Prof. Dr.-Ing. Michael F. Zäh von der TU München. Im Boot sind insgesamt drei Lehrstühle der TU München, zwei Lehrstühle aus der Universität Erlangen-Nürnberg, das Bayerische Laserzentrum gGmbH und 38 Industriepartner. Die Bayerische Forschungsstiftung unterstützt den Verbund in den nächsten drei Jahren mit 1,81 Mio. ¤. Weitere 2,52 Mio. ¤ steuern die Partner aus der Wirtschaft bei. Schlüsselfunktion des Werkzeugbaus
1,2 Mio. Menschen beschäftigt die bayerische Industrie in etwa 8 000 Unternehmen und der Werkzeug- und Formenbau hat eine Schlüsselfunktion. Bereits heute stehen die Unternehmen der Branche unter erheblichem Druck, um gegen Billiglohnländer wettbewerbsfähig zu sein. Die Anforderungen an Flexibilität und Herstellkosten von Produktionsmaschinen lassen sich mit den am Markt verfügbaren Verfahren und Vorgehensweisen zur Werkzeugentwicklung zunehmend schwerer erfüllen. "In drei Jahren" so Prof. Dr. Michael Zäh, Sprecher von ForWerkzeug, "wollen wir eine deutlich erweiterte Palette an Methoden und Fertigungsverfahren haben, die sich für die Individualisierung besonders eignen."
Das soll gelingen durch die beschleunigte Entwicklung neuer Simulationsmodelle, eine längere Lebenszeit und die mindestens teilweise Wiederverwendung bestehender Werkzeuge. Den drei Bereichen Konstruktion, Herstellung und Qualitätssicherung von Werkzeugen und flexiblen Werkzeugsystemen widmen die Wissenschaftler im neuen Verbund deshalb besonderes Augenmerk. Drei projektübergreifende Arbeitskreise sorgen für den Informationsfluss zwischen den einzelnen Teams. Sie beschäftigen sich mit den Themen "Oberfläche und Verschleiß", "Modellbildung und Simulation" und den so genannten "Rapid Technologien".

Optimierte Wirtschaftlichkeit
Mit ganzheitlichen Strategien wird der geförderte Verbund den Herstellungskosten von Werkzeugen zu Leibe rücken: Verbesserung der Oberflächengüte, Genauigkeit und Flexibilität. Die Wissenschaftler bei ForWerkzeug entwickeln Konzepte für die Konstruktion von flexiblen, modularen Werkzeugen, testen neue Herstellungsverfahren und optimieren bewährte Technologien. Mittels Sensorik ist es beispielsweise möglich, intelligente Werkzeuge herzustellen, die dadurch robuster und langlebiger werden. Eine Schlüsselrolle nimmt die präventive und begleitende Qualitätssicherung ein. Optimale Wirtschaftlichkeit bedeutet im Werkzeugbau "so genau wie nötig, so ungenau wie möglich". Für die Forscher heißt dies, die Qualitätssicherung bereits bei der Werkzeugentwicklung vorzusehen.

Kontakt:
Dr.-Ing. Matthias Meindl
ForWerkzeug
iwb - TU München
Anwenderzentrum Augsburg
Beim Glaspalast 5
86153 Augsburg
Tel (0821) 5 68 83 - 21
Fax (0821) 5 68 83 - 50
E-mail matthias.meindl@iwb.tum.de
Internet http://www.abayfor.de/forwerkzeug ab 1. März 2005
Weitere Informationen: http://www.abayfor.de
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