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"Master of Medical Education" in Deutschland eingeführt

17.02.2005 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Zweijähriger berufsbegleitender Studiengang bildet Führungspersonen für medizinische Lehre aus / Initiative von Medizinischem Fakultätentag und sieben Fakultäten Die medizinische Ausbildung in Deutschland befindet sich im Umbruch. Die vor zwei Jahren eingeführte neue ärztliche Approbationsordnung (ÄAppO) hat in den medizinischen Fakultäten zu einer Neuorientierung in der ärztlichen Ausbildung geführt. Ausgehend von der zumeist umfassenden wissenschaftlichen Ausbildung muss das Studium vor allem mehr Praxisnähe beinhalten. Als Kernpunkte der Reformen ist die Einführung neuer Lehr- und Lernformen vorgesehen, die auf einer stärkeren Problemorientierung und auf Kleingruppenunterricht aufbauen. Damit die Studienreform Erfolg haben kann, ist allerdings eine vermehrte pädagogisch-didaktische Professionalisierung der Dozenten dringend erforderlich, wie dies in vielen internationalen Hochschulen schon lange erfolgreich der Fall ist.

Der Medizinische Fakultätentag (MFT) hat diese Herausforderung aufgegriffen und als fakultätsübergreifende Institution eine Akademie für Ausbildung in der Hochschulmedizin (AHM) gegründet. Zusammen mit sieben besonders engagierten Fakultäten wurde nun ein zweijähriger berufsbegleitender Aufbaustudiengang "Master of Medical Education (MME)" ins Leben gerufen. Der Studiengang soll Führungspersonen ausbilden, die ihre erworbene Expertise im Vermittlungsprozess als Multiplikatoren für die Weiterentwicklung der medizinischen Ausbildung an den medizinischen Fakultäten aktiv werden sollen. Er ist organisatorisch an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg etabliert, die dankenswerterweise die Federführung übernommen hat.

Der Mastertitel wird von der Universität Heidelberg gemeinsam mit den Universitäten Berlin, Dresden, Essen, Heidelberg, Köln, München (LMU) und Tübingen verliehen werden, deren Vertreter bei der Ausrichtung des Studienganges kooperieren. Als Dozenten wirken Ausbildungsexperten von nationalen und internationalen Universitäten mit. Die bundesweite Vernetzung wird ohne Zweifel den Austausch in Fragen des Medizinstudiums fördern und zur Einführung von Qualitätsstandards in der medizinischen Ausbildung beitragen.

Der Medizinische Fakultätentag und die beteiligten Universitäten sind in besonderer Weise dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Heinz-Nixdorf-Stiftung dankbar, die den Studiengang in großzügiger Weise über einen Zeitraum von 4 Jahren unterstützen. Die Teilnahmegebühren kommen zur Hälfte von den entsendenden Fakultäten, zur anderen Hälfte als Förderung durch die Heinz-Nixdorf-Stiftung und den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft aus Mitteln des gemeinsamen Programms "Neue Wege in der Medizinerausbildung". Der erste Jahrgang mit 24 Teilnehmern aus 19 deutschen Fakultäten hat das Studium im Wintersemester 04/05 aufgenommen.

Die Bewerbungsfrist für die nächste Teilnehmergruppe endet am 15. Juli 2005.

Kontakt:
- Prof. Dr. Franz Resch, Studiendekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg
- Prof. Dr. Dr. h.c. Gebhard von Jagow, Präsident des Deutschen Medizinischen Fakultätentages

- Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Putz, Akademie für Medizinische Ausbildung des Deutschen Medizinischen Fakultätentages

Sekretariat MME:
Tel.: 06221 / 56 45 92 (Frau Ásgeirsson)
E-Mail: liane.asgeirsson@med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
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Weitere Informationen: http://www.med.uni-heidelberg.de/aktuelles/
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