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Der Mord an Theo van Gogh, seine Hintergründe, seine Folgen

22.02.2005 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut

Der Historiker Leo Lucassen und der Politikwissenschaftler Dietrich Thränhardt diskutieren am 2. März 2005 um 19.30 Uhr im Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen im Rahmen der Gesprächsreihe "Kultur Kontroversen" die Frage, wie freiheitliche Gesellschaften ihre Migrations- und Integrationspolitik gestalten und mit Menschen umgehen sollen, denen diese Freiheiten nicht selbstverständlich sind. Ein Mord zwingt die Niederlande über ihre Einwanderungspolitik und über ihr Verhältnis zu den Minderheiten nachzudenken. Der gewaltsame Tod Theo van Goghs hat das Land in einen Schockzustand versetzt. Der Regisseur wurde im November letzten Jahres von einem Niederländer marokkanischer Herkunft ermordet. Der Hintergrund: Van Gogh hatte gemeinsam mit der aus Somalia stammenden Ayaan Hirsi Ali, einer engagierten Feministin, Gegnerin des islamischen Fundamentalismus und niederländischen Parlamentsabgeordneten, einen Fernsehfilm gedreht, der die Unterdrückung der Frauen im Islam thematisiert. Der Mörder und sein Umfeld setzten daraufhin Ayaan Hirsi Ali, die als Abgeordnete Polizeischutz genießt, und Theo van Gogh auf eine Todesliste. Nach dem Mord zeigte eine Serie von Anschlägen auf Schulen, Moscheen und Kirchen die ungezügelte Wut in der Bevölkerung. Die politische Klasse ihrerseits sucht nach Strategien, die eine offene Spaltung der Gesellschaft verhindern sollen. Die Frage, wie eine demokratische Gesellschaft ihre Migrations- und Integrationspolitik gestalten soll, stellt sich jedoch nicht nur für die Niederlande, sondern für Europa insgesamt. Am Mittwoch, dem 2. März 2005 um 19.30 Uhr, diskutieren Prof. Dr. Leo Lucassen (Institute for Migration and Ethnic Studies, Amsterdam University) und Prof. Dr. Dietrich Thränhardt (Institut für Politikwissenschaft, Universität Münster) über den Mord an Theo van Gogh, seine Hintergründe und seine Folgen (auch) für Europa. Die Diskussion moderiert PD Dr. Michael Zimmermann (Dezernat für Bildung und Kultur, Essen; Universität Bochum).

Die öffentliche Veranstaltung findet im Kulturwissenschaftlichen Institut, Goethestr. 31, 45127 Essen statt. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kwi-nrw.de oder der Telefonnummer 0201/7204-160.

Die Kultur Kontroversen sind eine Gesprächsreihe des Kulturwissenschaftlichen Instituts, Essen und des Kulturdezernats der Stadt Essen. Bisher nahmen an den Kultur Kontroversen teil: Lale Akgün, Heiner Bielefeld, Michael Bommes, Ulrich Borsdorf, Hermann Boventer, Micha Brumlik, Kurt Eichler, Christian Esch, Max Fuchs, Hermann Glaser, Narciss Göbbel, Albrecht Göschel, Margarethe Goldmann, Marion Grob, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Volker Hassemer, Hartmut Häußermann, Ulrich Heinemann, Hansgünther Heyme, Richard Kiessler, Georg W. Költzsch, Georg Kohler, Klaus R. Kunzmann, Peter Landmann, Sylvia Löhrmann, Kaspar Maase, Barbara Mettler-von Meibom, Bernd Meyer, Thomas Meyer, Julian Nida-Rümelin, Eckart Pankoke, Linda Reisch, H. Peter Rose, Jörn Rüsen, Oliver Scheytt, Axel Schildt, Dietmar N. Schmidt, Olaf Schwencke, Christof Siemes, Klaus Tenfelde, Bernd Wagner, Rainer Wirtz, Michael Zimmermann.

Sabine Rehorst
Kulturwissenschaftliches Institut
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Goethestr. 31. 45128 Essen
Tel.: 0201/7204-160. Fax: 0201/7204-159
www.kwi-nrw.de

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