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Akademischer Senat der Universität Rostock positioniert sich zu den Sparmaßnahmen

24.02.2005 - (idw) Universität Rostock

Der Akademische Senat der Universität Rostock sieht das von der Landesregierung beschlossene Personalkonzept, nach dem im Hochschulbereich 600 Stellen bis zum Jahr 2017 fortfallen sollen, ausgesprochen kritisch. Die Sparmaßnahmen werden sich in jedem Fall negativ auf die Entwicklung von Forschung und Lehre und damit auch negativ auf die Zukunft des Landes auswirken. Die Mitglieder des Akademischen Senates befürchten, dass die Universitäten und Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern ihre Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und darüber hinaus verlieren. Es geht um die Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns!
So lässt nach Auffassung von Senator Prof. Bernhard Lampe (Fakultät für Informatik und Elektrotechnik) das Gesamtkonzept des Landes nicht erkennen, dass Bildung und Wissenschaft als tragende Säulen für die Zukunft angesehen werden.
Vor allem die studentischen Vertreter im Senat gaben ihrer Befürchtung Ausdruck, dass die Schwächung der Universitäten zweifelsfrei eine weitere dramatische Abwanderung junger Menschen in benachbarte Bundesgebiete, einen schmerzlichen Rückgang an Wirtschaftspräsenz, eine Verarmung der Kulturangebote sowie eine spürbare Verminderung der Lebensqualität zur Folge hätten. Darüber hinaus forderten sie nachdrücklich eine stärkere Beteiligung der Universitätsgremien bei der weiterführenden Diskussion über die Vorschläge der Rektoren und das Verfahren zur Umsetzung der Sparmaßnahmen. Dabei müsse die im Landeshochschulgesetz festgeschriebene Autonomie der Hochschulen
ebenso respektiert werden wie die Ende des vergangenen Jahres vorgelegten Hochschulentwicklungspläne.
Der Akademische Senat bewertet die Zusammenarbeit der beiden Rektoren aus Rostock und Greifswald in dieser für ihre Universitäten so schwierigen Situation als positiv. Er nahm ihre Vorschläge zur Umsetzung der Sparmaßnahmen zur Kenntnis und führte eine intensive Diskussion. Dabei wurden, in Sorge um die Zukunft der Hochschulausbildung in Rostock, zahlreiche Bedenken geäußert. Die Professoren Ralph Weber (Dekan der Juristischen Fakultät) und Theo Nebel (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät) warnten davor, dass sich die vorgeschlagene Schließung der Studiengänge Betriebswirtschaftslehre, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaft an der Universität Rostock ausgesprochen negativ u. a. auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes auswirken könnte.

Prof. Dr. Edda Siegl
T: 0381 498 6330

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