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Hallescher Mediziner an Ausarbeitung von Leitlinien zur Behandlung von Brustkrebs beteiligt

25.02.2005 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Gynäkologen aus Sachsen-Anhalt auf dem neuesten Stand der Forschung

Ausgewiesene Mammakarzinom-Spezialisten aus ganz Deutschland informieren die Gynäkologen Sachsen-Anhalts auf einem Brustkrebs-Symposium über neue Erkenntnisse in der Forschung und Behandlung des Mammakarzinoms am 26. Februar 2005 in Halle (Saale), Universitätsklinikum, Ernst-Grube-Straße 40, 9 bis 17 Uhr. Der Direktor der Universitätsfrauenklinik und Leiter des Brustzentrums, Professor Dr. Christoph Thomssen, hat maßgeblich an der Ausarbeitung der neuen Behandlungsleitlinien mitgearbeitet. Jährlich sterben in Deutschland mehr als 18.000 Frauen an Brustkrebs, etwa drei Mal so viele erkranken erstmals daran, darunter etwa 1500 in Sachsen-Anhalt. Die medizinische Behandlung hat in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht - die Zahl der Todesfälle konnte gesenkt werden. Über die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung und über die Entwicklung der Behandlungsmethoden informieren gemeinsam das Brustzentrum des Klinikums der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle und die Universitätsfrauenklinik der Otto-von-Guerike-Universität Magdeburg während eines Symposiums in Halle die Gynäkologen des Landes Sachsen-Anhalts und darüber hinaus. Die Veranstaltung stößt auf eine große Resonanz, da nicht jeder Gynäkologe an den internationalen Tagungen teilnehmen kann. Die beiden Universitäten geben deshalb den Ärzten mit dem Symposium die Möglichkeit, die betroffenen Frauen dennoch nach den neuesten Erkenntnissen behandeln zu können. Mehr als 100 Mediziner aus Sachsen-Anhalt, aber auch aus Thüringen und Sachsen haben sich bereits dazu angemeldet.
Anerkannte Referenten wie Professor Dr. Christoph Thomssen, Direktor der Universitätsfrauenklinik der Martin-Luther-Universität Halle, und Professor Serban-Dan Costa, Universitätsfrauenklinik der Otto-von-Guerike-Universität Halle, berichten über die Ergebnisse zweier wichtiger Konferenzen zum Mammakarzinom, die am Ende des vergangenen Jahres beziehungsweise zu Beginn 2005 stattfanden sowie über internationale Behandlungsleitlinien.

In San Antonio (USA) wurde über aktuelle Ergebnisse und neue Entwicklungen im Bereich der klinischen Forschung diskutiert. Die Veranstaltung gilt als der weltweit wichtigste Kongress zu diesem Thema. Die neuen und für die nächsten beiden Jahre gültigen internationalen Leitlinien zur primären Therapie des Mammakarzinoms wurden in St. Gallen (Schweiz) beschlossen.

Die "Organkommission Mamma" der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) hat Leitlinien zur Diagnose und Therapie des Mammakarzinoms herausgegeben. An dieser Ausarbei-tung hat Professor Thomssen maßgeblich mitgearbeitet. Der Experte der Universitätsfrauenklinik Halle ist stellvertretender Sprecher dieser Kommission. Diese AGO-Leitlinien sind auch Basis der interdisziplinären Behandlungs-Empfehlungen der Deutschen Krebsgesellschaft, an deren Ausarbei-tung Professor Thomssen ebenfalls beteiligt war.
Das Brustzentrum des Klinikums der Medizinischen Fakultät genießt somit über Sachsen-Anhalt hinaus einen guten Ruf bei der Diagnose und Behandlung des Mammakarzinoms, denn die Leitlinien werden hier nicht nur hervorragend umgesetzt, sondern auch inhaltlich mitgestaltet. Sämtliche diagnostische Methoden, Operationsmethoden inklusive rekonstruktiver Verfahren werden auf einem hohen Niveau angeboten, ebenfalls alle Chemotherapieverfahren.


Die Tagung wird von der Ärztekammer und dem Berufsverband der Frauenärzte Sachsen-Anhalts empfohlen. Die Teilnahme wird von der Ärztekammer Sachsen-Anhalts mit sechs Fortbildungspunkten bewertet.

Informationen und Anmeldung:
http://www.symposium-online.de/halle2005 und http://www.unifrauenklinik-halle.de
oder Tel. 0345 55-71847

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