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Personalführungs-Know how und Medienkompetenz für die Ukraine

28.02.2005 - (idw) FernUniversität in Hagen

Der Zeitpunkt hätte kaum günstiger sein können, um in der Ukraine ein Projekt auf der Grundlage einer erfolgreich abgeschlossenen Kooperation zu beginnen: Das Tempus-Tacis-Projekt "INDUSTMENT - Industrial Relations and Personnel Management" der FernUniversität in Hagen und Partnern aus der Ukraine und Österreich wurde im Dezember 2002 erfolgreich beendet. Nun startet das neue Tempus-Projekt Human Ressources Management (HUREMA) mit teilweise den selben Akteuren.

Das neue Weiterbildungsfernstudium Human Ressources Management führt in vier Semestern zum Master-Abschluss. FernUniversität, Johannes-Kepler-Universität Linz in Österreich und Staatliche Technische Universität für Bauwesen und Architektur Charkow arbeiten dabei mit den neuen Partnern Charkower Staatlichen Akademie für Stadtwirtschaft, Nationale Technische Jurij-Kondratjuk-Universität Poltawa und Südukrainische Staatliche Pädagogische Uschinski-Universität Odessa zusammen. Die Projektpartner decken den gesamten östlichen und südlichen Teil der Ukraine mit mehreren Hunderttausend Deutsch sprechenden Menschen ab. Die Laufzeit des 500.000-Euro-Projekts endet am 30.08.2007.

Die exzellente Zusammenarbeit und die guten Ergebnisse des beendeten Projekts sind eine sichere Bank für die Zukunft. Günstig ist auch die Klärung der politischen Situation in der Ukraine mit der Neuausrichtung zur Europäischen Union hin. Gleiches gilt für das große Interesse westlicher Firmen an dem Staat. Der Umbruch ist aber nicht nur günstig für das Projekt, er macht es sogar notwendig. So erfordert die Auflösung hierarchischer Strukturen den Erwerb moderner Kompetenzen in der Unternehmens- und Personalführung. Und zwar berufsbegleitend.

Auf der Bologna-Nachfolgekonferenz in Berlin hatte die Ukraine 2003 klar zum Ausdruck gebracht, dass sie bis zur Folgekonferenz in Bergen in diesem Jahr ihre Studienangebote reformieren würde, um aufgenommen zu werden. Hierbei will die Bundesrepublik Deutschland sie durch Hochschulpartnerschaften unterstützen. Allerdings sind die Rahmenbedingungen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung noch instabil, der Aufbau neuer Strukturen erfordert umfangreiche Unterstützung und ein effektives Zusammenwirken von Wissenschaft, Ausbildung und Praxis notwendig.

"Man hat dort sehr gut erkannt, dass der radikale Nachholbedarf an Qualifizierung allein mit Präsenzlehre nicht zu schaffen ist", erläuterte FernUni-Projektleiter apl. Prof. Dr. Rudolf Miller, Institut für Psychologie im Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften, bei der Auftaktveranstaltung an der FernUniversität in Hagen. Im Bereich des universitären Fernstudiums findet also die Hagener Hochschule ein breites Betätigungsfeld für den technischen, fachlichen und didaktischen Systemtransfer vor.

Angesichts der hohen Motivation aller Beteiligten - das gilt besonders für Studieninteressierten - sowie des Potenzials von Unternehmen, die Beschäftigte qualifizieren lassen könnten, ist trotz des heutigen Mangels an Hardware und Infrastruktur ein "Technologiesprung" nicht ausgeschlossen: Sogar virtuelle Seminare sind in dem Land, in dem bisher ein Fernstudium mit modernsten Technologien á la FernUniversität praktisch unbekannt war, vorgesehen. Dabei kommt dem jetzigen Studienzentrum mit 15 PC und den fünf weiteren Standorten mit je 5 Computern zentrale Bedeutung zu. Entwickelt werden soll auch mindestens eine CD-ROM, um das Know how weiter zu geben. Für das Training der Dozenten und die Organisation des Fernstudienzentrums ist die Linzer Uni verantwortlich.

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