Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 28. November 2014 

Die Natur steht Pate für Materialdesign - Innovationskongress Material Innovativ, 10.03.2005, Messezentrum Nürnberg

03.03.2005 - (idw) Bayern Innovativ Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH

Von Geckos, Haifischen oder dem Werkstoff Holz - Biomimetik für neue Funktionsmaterialien
Innovationskongress über Anwendungen neuer Materialien vom Automobil bis zur Luft- und Raumfahrt, vom Maschinenbau bis zur Elektronik und Medizintechnik
Eröffnungsrede von Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu Die Natur steht Pate: Materialdesign greift zunehmend biologische Prinzipien und Systeme auf und erforscht im Rahmen der Biomimetik die Übertragbarkeit natürlicher Baupläne auf die Formulierung neuer, technisch nutzbarer Materialien.
Die Hautstruktur von Haien mit ihren äußerst günstigen Strömungswerten ist beispielsweise Vorbild einer sogenannten Riblet-Folie, die den Reibungswiderstand von Flugzeugrümpfen senkt und Treibstoffeinsparungen bringt. Facettenaugen der Motte reflektieren dank einer feingenoppten Struktur einfallendes Licht nur minimal und bieten so Ansätze für künstliche Mikrostrukturen, die Glasflächen entspiegeln oder die Effizienz von Solarzellen steigern. Über das Prinzip der enormen Haftfähigkeit von Geckofüßen beabsichtigen Wissenschaftler, Gewebe mit synthetischen Polymer-Härchen für besonders griffige Sportschuhe oder auch für Autoreifen mit besonders starker Haftung herzustellen.
Beispiele, die im Rahmen des Symposiums Material Innovativ am
10. März 2005 im Nürnberger Messezentrum vorgestellt werden. So wird Claus Daniel vom Institut für Werkstoffwissenschaft der Universität des Saarlandes u.a. am Beispiel des Geckos auf die Mikro-Nano-Strukturierung von Oberflächen mit neuartigen Funktionalitäten eingehen.

Prinzipien der Natur auch bei Faserverbundwerkstoffen

Das Prinzip der Einbettung hochfester, elastischer Fasern in eine weiche Matrix ist bekannt von natürlichen Materialien wie dem Holz.
Die Materialwissenschaft ist dem Geheimnis dieses "Bauplans" auf der Spur, um hocheffiziente Bauteile aus faserverstärkten Kunststoffen insbesondere für die Luft- und Raumfahrt aber auch für das Automobil zu entwickeln. Dr. Michael Kupke, Manager Composite Fuselage von Airbus Bremen wird auf topaktuelle Konzepte und Technologien für zukünftige Rumpfstrukturen im Flugzeugbau eingehen. Materialmix und konstruktive Gestaltung sind entscheidend für aerodynamische und mechanische Eigenschaften bei optimaler Einsparung von Gewicht und Kosten.

Bayerns Staatsminister Dr. Otto Wiesheu hält Eröffnungsrede

Welche Innovations- und Anwendungspotenziale neuartige Materialien eröffnen, präsentiert der Innovationskongress Material Innovativ am 10. März 2005 im Congress Centrum der Messe Nürnberg. Dieser wird federführend konzipiert von der Bayern Innovativ GmbH in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern GmbH und mit umfassender Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.
Staatsminister Dr. Otto Wiesheu wird in seiner Eröffnungsrede zum Thema 'Technologiepolitik für Innovation und Wachstum' sprechen. Anschließend stellen rund 30 Experten aus Industrie und Forschung richtungsweisende state-of-the-art Entwicklungsansätze vor sowie beeindruckende Innovationen aus einem breiten Spektrum an Werkstoffgruppen wie Leichtmetalle, Keramik, Glas, Faserverbundwerkstoffe, Kunststoffmembranen oder Textil.
Weitere Informationen: http://www.bayern-innovativ.de/material2005 http://www.bayern-innovativ.de/kongress-tv
uniprotokolle > Nachrichten > Die Natur steht Pate für Materialdesign - Innovationskongress Material Innovativ, 10.03.2005, Messezentrum Nürnberg
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/96021/">Die Natur steht Pate für Materialdesign - Innovationskongress Material Innovativ, 10.03.2005, Messezentrum Nürnberg </a>