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Tagung: Die Machtfrage: "Dimensionen institutioneller Macht"

09.03.2005 - (idw) Technische Universität Dresden

Eine Tagung mit dem Thema "Dimensionen institutioneller Macht" findet vom 10. bis 12. März 2005 im Kulturrathaus der Stadt Dresden, Königstr. 15, statt. Veranstaltet wird die interdisziplinäre Tagung vom Sonderforschungsbereich (SFB) 537 "Institutionalität und Geschichtlichkeit" an der TU Dresden. Die Beiträge der Tagung beschäftigen sich mit dem Phänomen der Machtentfaltung und gehen unter anderem folgenden Fragen nach: Inwiefern basiert Macht auf Tradition? Welche Formen der Macht zeigen sich in den Medien? Welche Rolle spielen Bilder und Symbole bei der Wahrnehmung von Macht? Wie generiert und erhält sich Macht durch Institutionen?
Befragungen zeigen, dass das Bundesverfassungsgericht das höchste Vertrauen aller Institutionen in Deutschland genießt. Politischen Institutionen dagegen scheinen die Deutschen zu misstrauen. "Insbesondere die Legislative des Bundestages weist ein geringes Vertrauen auf und rangiert fern abgeschlagen auf hinteren Plätzen", sagt Professor Gert Melville, Sprecher des SFB 537. Worin sich das Institutionenvertrauen von Verfassungsgerichtsbarkeit und Bundestag unterscheidet, zeigen die Ergebnisse einer vom SFB 537 durchgeführten repräsentativen Umfrage unter der deutschen Bevölkerung, deren Ergebnisse auf der Tagung vorgestellt werden. Bisher war nie in systematischer und empirischer Weise geklärt worden, worauf das Vertrauen gegenüber dem Bundesverfassungsgericht beruht. Die empirische Studie leistet einen Beitrag zur Erforschung von Verfassung und Demokratie in Deutschland.
Über das Verhältnis des Bundesverfassungsgerichts zu Politik und Öffentlichkeit wird Professor Hans-Jürgen Papier, der Präsident des Bundesverfassungsgerichts referieren.
Der erste Bürgermeister der Stadt Dresden, Dr. Lutz Vogel, der Generalsekretär der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Dr. Reinhard Grunwald und der Sächsische Staatsminister der Justiz, Geert W. Mackenroth, werden auf der Tagung Grußworte sprechen.
Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte SFB 537 "Institutionalität und Geschichtlichkeit" ist der einzige geisteswissenschaftliche SFB mit Hauptsitz in Sachsen und besteht seit 1997. "Der SFB ist eines der Highlights an der TU Dresden", sagt Professor Gert Melville. Die Forscher betrachten die Funktionsweise von Institutionen historisch von der Antike bis zur Gegenwart, um bestimmte stabilisierende Mechanismen und Prinzipien kultureller Ordnungen zu analysieren.

Dabei wird auch die Beziehung zwischen dem Spielregelwerk Verfassung und den sozialen und kulturellen Voraussetzungen betrachtet, auf denen das 'Instrument' Verfassung beruht. Der SFB, an dem drei Fakultäten der TU Dresden sowie italienische Partner mitarbeiten, setzt sich aus 16 Teilprojekten zusammen.

Diese Presseinformation bitte auch an die Kultur- und Politikredaktion weiterleiten.
Informationen für Journalisten: Prof. Gert Melville, Sprecher des SFB 537 "Institutionalität und Geschichtlichkeit", Tel. 0351 463-36498, -37581 (Sekretariat) oder 09561 42457, E-Mail: gert.melville@t-online.de

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