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Bildungsqualität von Schulen: Tagung an der Universität Mannheim

09.03.2005 - (idw) Universität Mannheim

Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutieren Vorschläge zur Verbesserung des deutschen Schulunterrichts Die Universität Mannheim veranstaltet vom 10. bis 12. März das 8. BIQUA-Rundgespräch, bei dem sich die Teilnehmer in Vorträgen über die Qualität des deutschen Schulunterrichts informieren und Verbesserungsvorschläge diskutieren. BIQUA steht für "Bildungsqualität von Schule: Schulische und außerschulische Bedingungen mathematischer, naturwissenschaftlicher und überfachlicher Kompetenz" und ist der Titel eines im April 2000 ins Leben gerufenen Schwerpunktprogramms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Die Wissenschaftler des BIQUA-Programms untersuchen, welche Faktoren des Schulunterrichts die Qualität von Bildungsprozessen und -ergebnissen nachhaltig beeinflussen und wie das soziale Umfeld eines Schülers sein Lernverhalten prägt. Darüber hinaus entwickeln sie konkrete Strategien, die die Lernerfolge der Kinder und Jugendlichen verbessern sollen. So ist ein Ansatz, den Frontalunterricht durch Methoden zu ersetzen, die mehr Eigeninitiative von Seiten der Schüler fordern - wie zum Beispiel Gruppenarbeiten oder Referate. "Außerdem ist es wichtig, dass sich Unterrichtsinhalte mehr auf reale Situationen beziehen", sagt Professor Dr. Manfred Hofer, Erziehungswissenschaftler an der Universität Mannheim.

Sein Lehrstuhl ist mit dem Projekt "Gesellschaftlicher Wertewandel und seine Konsequenzen für die allgemeine schulische und mathematisch-naturwissenschaftliche Lernmotivation" am BIQUA-Programm beteiligt. Hierbei untersucht eine Gruppe von Wissenschaftlern, in wieweit Motivationsprobleme der Schüler im Unterricht auf den gesellschaftlichen Wertewandel zurück zu führen sind. "Jugendliche stecken ihre Energie heute mehr als früher in die Freizeit mit Freunden, in ihre Handys und den Konsum. Damit muss das Interesse an der Schule konkurrieren", so Professor Hofer, der das Projekt auch auf der BIQUA-Tagung präsentieren wird.

Ein weiterer Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung wird die Besichtigung des BASF-Firmengeländes und der Schülerlabore des Unternehmens in Ludwighafens sein. Dort hält der Sprecher des BIQUA-Programms, Professor Dr. Manfred Prenzel vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel, einen Vortrag zum Thema "PISA und das DFG-Schwerpunktprogramm BIQUA". Professor Prenzel koordiniert die Pisa-Studie für Deutschland. Im Anschluss an seinen Vortrag findet eine Podiumsdiskussion mit den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Lehrkräften sowie Politikern und Bildungsadministratoren statt.

Weitere Informationen:

-zur Tagung: http://www.ew2.uni-mannheim.de/biqua8
-zu BIQUA: http://www.ipn.uni-kiel.de/projekte/biqua/biqua.htm
-zum Mannheimer Teilprojekt:
http://www.ew2.uni-mannheim.de/wertewandel/

Kontakt:
Dr. Marten Clausen, Telefon 0621/181-2210, marten.clausen@phil.uni-mannheim.de

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