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Kunstpädagogik und allgemeine Bildung

10.03.2005 - (idw) Universität Leipzig

Am Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig findet vom 11. bis 13. März 2005 eine bundesweite kunstpädagogische Tagung mit Gästen aus Österreich und der Schweiz statt. Es werden mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Die Tagung geht zurück auf eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Initiative der kunstpädagogischen Einrichtungen der Akademie der bildenden Künste München, der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, der Universität Dortmund, der Universität Hamburg und der Universität Leipzig sowie des Fachverbandes für Kunstpädagogik (BDK).
Die Tagung beginnt am Freitag, 11. März 2005, 12.00 Uhr, und wird vom Rektor der Universität Leipzig, Prof. Dr. Franz Häuser, und Vertretern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus eröffnet.
Gastredner sind u. a. der Kunstwissenschaftler Prof. Dr. Hans Dieter Huber, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (Freitag, 13.00 Uhr), Johannes M. Hedinger von der Gruppe Com&Com, Zürich (Freitag, 14.00 Uhr) sowie der Bild- und Medientheoretiker Prof. Dr. Christian Doelker, Zürich (Sonntag, 9.00 Uhr).
Mit besonderer Spannung wird die Rede von Ursula Sowa, Obfrau von Bündnis 90/Die Grünen in der Enquete-Kommission "Kultur in Deutschland" des Deutschen Bundestages erwartet (Freitag, 18.15 Uhr).

Die Fokussierung der Tagung auf das Thema "Kunstpädagogik im Projekt der allgemeinen Bildung" geht davon aus, dass das Projekt einer "allgemeinen Bildung" eine Erbschaft der Aufklärung und des Humanismus (Hegel, Humboldt) ist. Es formuliert - ähnlich wie das von Jürgen Habermas so genannte "Projekt der Moderne" - einen bis heute nicht vollständig eingelösten Anspruch, der in den siebziger Jahren von Bildungstheoretikern wie Wolfgang Klafki ausdrücklich mit dem politischen Projekt des demokratischen und freiheitlichen Menschen- und Staatsbildes verknüpft wurde. Demokratie ist kein Zustand, sondern ein permanent unvollendetes Projekt. Diesen prinzipiell uneinlösbaren Anspruch, gerade seine ästhetische Dimension, gilt es heute verstärkt in Erinnerung zu rufen - gegen Tendenzen der neoliberalen Ökonomisierung des Bildungssystems, in denen der umfassende Anspruch einer allgemeinen Bildung vernachlässigt zu werden droht.
In fünf Sektionen werden Kunstpädagoginnen und -pädagogen über Fragen wie Kunstpädagogik und Bildungsstandards, Kunstpädagogik und Neue Medien, schulische und außerschulische Kunstpädagogik und Ganztagsschule, Kunstpädagogik zwischen Schule und Hochschule sowie Kunstpädagogik und neue Studienformen diskutieren.

Im Rahmen der Tagung findet am BIP Kreativitätsschulzentrum Leipzig, Torgauer Straße 114, 04347 Leipzig, eine Ausstellung "Kunstpädagogische Projekte" statt. Die Ausstellung versteht sich als retrospektiver Blick auf kunstpädagogische Praxis.


Weitere Informationen:
Prof. Dr. Frank Schulz
Telefon: 0341 97-37250
E-Mail: fschulz@uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/artdoc
Fax 0341 97-37259

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