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Alanus Hochschule im Blickfeld Studenten der bildenden und darstellenden Kunst zeigen ihre Werke

11.03.2005 - (idw) Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Vom 17. bis 20. März öffnet die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft ihre Ateliers, und die Studenten zeigen ihr künstlerisches Schaffen den kritischen Blicken der interessierten Öffentlichkeit. "Im Blickfeld" nennt sich dementsprechend auch die Veranstaltung.

Zur Ausstellungseröffnung
am Donnerstag, den 17.03. um 11.30 Uhr laden wir Sie herzlich ein!

Im Anschluss besteht ab 13.00 Uhr die Möglichkeit zu einem Presserundgang und zum Gespräch mit den Fachdozenten.

Ein besonderer Reiz der diesjährigen Ausstellung liegt in der räumlichen Gegebenheit der Hochschule. Denn um den Hochschulkern entstehen zur Zeit Hochschulneubauten und -anbauten, die sich in unterschiedlichen Stadien der Fertigstellung befinden. "Die unbenutzten, nicht ganz fertigen und sterilen Räume mit der einer Baustelle eigenen Neutralität und Herbheit schaffen ungewöhnliche Ausstellungsplattformen und bieten eine interessante räumliche Herausforderung gerade für die Studenten der Bildhauerei, die ja stark raumbezogen arbeiten", so Jochen Breme, Leiter des Fachbereichs Bildhauerei. Die Studenten des zweiten Studienjahres werden beispielsweise ihre modellierten lebensgroßen Akte auf der Betondecke des Zwischengeschosses eines noch nicht fertigen Anbaus ausstellen und den Figuren damit bereits den Weitblick über das Tal und die Rheinebene ermöglichen, den die Studenten nach Fertigstellung des Gebäudes genießen können. Betrachtet werden können die Werke durch einen noch provisorischen Mauerdurchbruch, der dem Besucher auch den Zugang zum Rohbau verschafft.
Aus dem Fachbereich Bildhauerei sind außerdem Metall- und Betonarbeiten von Studenten des ersten Studienjahres zu sehen sowie zahlreiche individuelle Einzelarbeiten graphischer, plastischer und installatorischer Art zu ganz verschiedenen Themen und aus unterschiedlichen Materialen (u.a. Treibholz, Parafin, Backoblaten, Kohlblätter, Tetrapacks). Als eine in mehreren Arbeiten wiederzufindende Thematik lässt sich die Tendenz ausmachen, Dinge aus der Alltagsumgebung unserer modernen Zivilisation herauszufiltern, sie ästhetisch zu verarbeiten und wieder sinnlich zu machen, ihnen inhaltlich einen neue Wertigkeit zu geben bzw. mit ihnen eine neue Zwischenrealität aufzubauen.

"Umfang und Qualität konnten bei der diesjährigen Ausstellung, im dritten Jahr nach der staatlichen Anerkennung der Hochschule, noch einmal deutlich gesteigert werden", verspricht Nikolaus von Kaisenberg, Prorektor und Professor im Fachbereich Architektur.
Aus diesem Fachbereich ist eine thematisch in sich geschlossene Ausstellung zu sehen. Studenten aller Jahrgänge haben sich mit dem Thema "Bürowelten als Lebensraum" beschäftigt. Innerhalb einer vorgegebenen städtebaulichen Struktur am Kopf der Victoriabrücke in Bonn verwirklichten die Studenten unterschiedliche Bürokonzeptionen und detaillierten diese bis in Material und Möblierung durch. Aufgabe war sowohl Einzelarbeitsplätze als auch offene Bürolandschaften und Kombibüros zu entwerfen. Zu beachten waren dabei die Aspekte Ruhe und konzentriertes Arbeit sowie gleichzeitig Transparenz und Kommunikation. So entstanden etwa "office.boxes", die für moderne Büronomaden zu kurzem stationärem Aufenthalt und konzentrierter Ruhe gestaltet wurden, und multifunktionale Gemeinschaftsflächen.

Aus dem Fachbereich Malerei werden neben Landschaftsbildern und Kopien alter Meister von Studenten des ersten Studienjahres zahlreiche individuelle Werke ausgestellt werden.
Hervorzuheben ist unter anderem eine umfangreiche Portraitausstellung mit Selbstportraits, Blindzeichnungen und Gegenbildern, d.h. Portraits, die die Negation des Abgebildeten zu erfassen versuchen. Hier wurde unter anderem mit Scherenschnitt, Installationen und Fotoverfremdungen gearbeitet. Kuriose Ergebnisse verspricht auch die Ausstellung des Kurses "Nurmut - Jäger und Sammler". "Es ging darum, zunächst noch ohne Gestaltungskriterien Material zu sammeln (Fotos, Fragmente, Worte), in einer zweiten Stufe ein Projekt zu realisieren, das sich in den öffentlichen Raum einmischt, und dabei ein größtmögliches Risiko einzugehen, gleichzeitig aber konsequent nach selbst aufgestellten Regeln zu verfahren, um dann schließlich mit einer Dokumentation alle drei Stufen zu einem Werk zu vereinen" so erläutert Prof. Andreas Reichel die Aufgabenstellung des Kurses. Die Ergebnisse sind ganz individuell und reichen von Audio-Video-Projekten über Schreib-Performances und Rauminstallationen bis zu Tätowierungsprojekten.

Erläutert werden alle Arbeiten der bildenden Künstler Freitag bis Sonntag jeweils um 14.00 Uhr im Rahmen einer Führung mit den Fachbereichsdozenten.

Die darstellenden Künste zeigen ihre Ergebnisse in zwei großen Aufführungsblöcken: Am Freitag Nachmittag und Abend werden ab 16.00 Uhr die Studenten der Eurythmie ihre Bewegungskunst zum Teil mit musikalischer Unterstützung des Hochschulchors auf der Bühne darbieten. Am Samstag Nachmittag steht ab 14.00 Uhr Wortkunst und Literarisches Theater auf dem Programm: Sprechend, spielend und singend präsentieren Studenten des Fachbereiches Sprachgestaltung/Schauspiel Stücke von circa 30 Minuten, so dass der Zuschauer jederzeit hinzustoßen kann. Geplant sind unter anderem "Dshamilja" von T. Aitmatov, "Elf Minuten" von P. Coelho, ein literarisches Nietzsche-Portrait und Texte von Pirandello.


Das vollständige Programm des gesamten Wochenendes einschließlich aller Workshops für die Besucher findet sich im Internet unter: http://www.alanus.edu
Weitere Informationen: http://www.alanus.edu
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