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Internationale Tagung von BfN und Heinrich-Böll-Stiftung - Sperrfrist - 16: 00 Uhr -

25.11.2002 - (idw) Bundesamt für Naturschutz

Naturschutz - (Aus-) Löser von Konflikten?
Leistet morderner Naturschutz einen Beitrag zur Konfliktprävention ?

Berlin/Bonn, 25.11.2002: "Frieden und Entwicklung sind dauerhaft nur auf der Grundlage gesicherter natürlicher Ressourcen und deren gerechter Verteilung möglich", sagte Prof. Hartmut Vogtmann, Präsident des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), heute in Berlin. Die Verknappung natürlicher Ressourcen sei heute schon vielerorts Auslöser von Konflikten. Die dreitägige Veranstaltung wurde von der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Simone Probst, eröffnet.

Die nachhaltige Sicherung natürlicher Ressourcen und der gerechte Vorteilsausgleich aus deren Nutzung sind zentrale Anliegen deutscher und internationaler Umweltpolitik. Gleichzeitig ist eine internationale Sicherheitspolitik ohne die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen schwer vorstellbar. "Moderner Naturschutz hat die Aufgabe, die Naturschätze zu sichern und zu einer sozial und wirtschaftlich nachhaltigen regionalen Entwicklung beizutragen und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Konfliktprävention", erläuterte der BfN-Präsident.

Als ein Beispiel dafür nannte Vogtmann das Konzept der Biosphärenreservate der UNESCO. Sie vereinen auf gleicher Fläche den Schutz der natürlichen Ressourcen und eine nachhaltige Regionalentwicklung. Außerdem wirken sie als Kommunikationsplattform, die Vertrauen für gemeinsame Problemlösungen schafft. In diesem Zusammenhang unterstützt das Bundesamt für Naturschutz gegenwärtig das Ansinnen Chinas, Kasachstans, der Mongolei und Russlands, ein grenzüberschreitendes Biosphärenreservat im Altai-Gebirge einzurichten. Zu dem von der Bundesregierung geplanten ressortübergreifenden Aktionsplan zur zivilen Krisenprävention sollte der Naturschutz einen festen Beitrag liefern.

Zum Auftakt der Konferenz von BfN und Heinrich-Böll-Stiftung diskutierten namhafte Gäste aus unterschiedlichen Institutionen über das Thema "Naturschutz und Krisenprävention": Dr. Uschi Eid, MdB; Julius Luy, Auswärtiges Amt; Tschingis Aitmatov, Botschafter der Republik Kirgistan bei der EU; Prof. Dr. Vogtmann, Präsident des Bundesamtes für Naturschutz; Dr. Edda Müller, Deutscher Rat für nachhaltige Entwicklung, Berlin; Pekka Haavisto, United Nations Environment Program - Post Disaster and Post Conflict Assessment Unit, Genf.

In einem fachlichen Teil werden internationale Experten aus Naturschutz, Entwicklungspolitik und der Konfliktforschung die Thematik vertiefen, um zu konkreten Schritten zu gelangen. Die Fachkonferenz wird am 26. und 27. November in der Galerie der Heinrich-Böll-Stiftung fortgesetzt.
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