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Leitfaden für Ärzte: Onkologie Unkonventionelle und supportive Therapiestrategien15.03.2005 - (idw) Klinik für Tumorbiologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Beratung schützt vor Scharlatanen
FREIBURG. Der Wunsch vieler Patienten, parallel zu ihrer konventionellen Krebstherapie selbst aktiv zum Behandlungserfolg beizutragen, hat zu einer Öffnung der klassischen Schulmedizin für komplementäre Therapiemethoden geführt. Zugleich zeigt aber die Vielfalt der sich auf dem Markt befindlichen Verfahren, dass eine fachliche Bewertung und Orientierung dringend notwendig ist. Dazu wollen der Onkologe Prof. Clemens Unger und der Psychoonkologe Prof. Joachim Weis, beide Klinik für Tumorbiologie Freiburg, mit dem von ihnen herausgegebenen Buch "Onkologie - Unkonventionelle und supportive Therapiestrategien" beitragen.
"Wir möchten den behandelnden Ärzten und anderen in der Onkologie tätigen Berufsgruppen einen Leitfaden für die fachliche Orientierung und die Beratung Patienten in die Hand geben", so Prof. Unger. In dem Band werden von einem erfahrenen Autorenteam zentrale Bereiche der unkonventionellen und unterstützenden Behandlungsmethoden nach neuestem Kenntnisstand und auf der Grundlage aktueller Studienergebnisse dargestellt und kritisch bewertet. Das Themenspektrum umfasst Sport- und Bewegungstherapie, Ernährung, Psychoonkologische Behandlungskonzepte, Immuntherapien sowie unkonventionelle Medikamente wie zum Beispiel Mistel, Enzyme, Thymuspräparate, Vitamine und viele mehr.
Der Schwerpunkt des Buches liegt auf den Themenbereichen, die einerseits für die supportive Betreuung von Patienten einen großen Stellenwert besitzen und zum anderen in der derzeitigen Diskussion sowohl klinisch als auch wissenschaftlich interessant sind. Die einzelnen Fachgebiete werden im Überblick dargestellt, zur vertiefenden Lektüre verweisen die Autoren auf ausgewählte weiterführende Literatur.
"Dass viele onkologische Patienten unkonventionelle Behandlungsmethoden anwenden, ist mittlerweile durch zahlreiche Studien belegt", betont Weis. Überwiegend werden diese Verfahren nicht als Alternative zur Schulmedizin in Anspruch genommen, sondern als ergänzende Maßnahme. "Die Patienten wollen selbst etwas zur Behandlung beitragen, die eigenen Ressourcen aktivieren und ihre Autonomie erhalten", so Weis weiter. Er verweist auf Studien, die belegen, dass Patienten, die unkonventionelle Behandlungsmethoden in Anspruch nehmen, eine höhere Lebensqualität haben. Umso wichtiger sei es, diese Bedürfnisse von Patienten frühzeitig zu erkennen, um sie bei der individuellen Krankheitsverarbeitung zu unterstützen und vor Scharlatanen zu schützen.
Clemens Unger, Joachim Weis (Hg.)
Onkologie - unkonventionelle und supportive Therapiestrategien
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2005
196 Seiten, 24,-Euro
ISBN 3-8047-2101-X
Rezensionsexemplar auf Anfrage
Kontakt:
Barbara Riess
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Klinik für Tumorbiologie
Tel: 0761 206 1109
Fax: 0761 206 1107
e-mail: riess@tumorbio.uni-freiburg.de
Weitere Informationen:
http://www.tumorbio.uni-freiburg.de
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