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Stratmann fordert Bundesregierung im Interesse der Hochschulen zur Zusammenarbeit auf

16.03.2005 - (idw) Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Aktuelle Stunde des Deutschen Bundestages
Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann hat die Bundesregierung im Interesse der Hochschulen zur Zusammenarbeit in der Forschungsförderung aufgefordert. BERLIN. Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann hat die Bundesregierung im Interesse der Hochschulen zur Zusammenarbeit in der Forschungsförderung aufgefordert. Stratmann vertrat in einer Aktuellen Stunde des Deutschen Bundestages am Nachmittag in Berlin ein von den unionsgeführten Ländern vorgelegtes Einigungspapier mit dem Titel "Forschungsoffensive Deutschland".

Nach dem vom niedersächsischen Wissenschaftsminister vorgestellten Konzept sollen in einem Sonderprogramm Graduiertenschulen und Exzellenzcluster durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit einem Volumen von 1,9 Milliarden Euro gefördert werden. Er wies in seiner Rede darauf hin, dass der Bund jedoch seinen Mittelansatz für den Hochschulbau genau um den Betrag gekürzt habe, den er in der sogenannten Exzellenzinitiative für die Spitzenforschung aufbringen wollte. "Die besonders leistungsfähigen Universitäten laufen derzeit Gefahr, je erfolgreicher sie sind, um so stärker ausgezehrt zu werden," so Stratmann. Deshalb müssen sie in ihrer Forschungsinfrastruktur mit einem Zuschlag auf die Projektkosten von 20 Prozent gestärkt werden. Im Unterschied zur nicht verabschiedeten Exzellenzinitiative des Bundes berücksichtige das Länderkonzept, dass man Spitzenuniversitäten nicht von oben verordnen könne, sondern "sie erwachsen von unten heraus." Er wies ferner darauf hin, dass bereits jetzt die leistungsstärksten zehn Universitäten 32 Prozent und die ersten 20 bereits 55 Prozent der DFG-Mittel einwerben würden, "auch ohne einen Wettbewerb um den Titel 'Spitzenuniversität', wie auch immer der definiert wird."

Die Länder wüssten, dass Wissenschaftspolitik international ausgerichtet sein müsse, dies widerspreche jedoch nicht dem Föderalismus. Dieser setze gegenseitiges Vertrauen voraus und schaffe mehr Wettbewerb, Qualitätssicherung und Leistungssteigerung. Stratmann: "Unser Föderalismus ist kooperativ angelegt und ein internationaler Exportschlager. Der Bund aber verhält sich antiföderalistisch."

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