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Flexibler, klarer - und etwas schlanker: Das Berufsbildungsreformgesetz reformiert auch das Bundesinstitut für Berufsbil

05.04.2005 - (idw) Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Das am 1. April 2005 in Kraft getretene Berufsbildungsreformgesetzstellt stellt nicht nur die Berufsausbildung in Deutschland auf eine neue Grundlage und erlaubt mehr Flexibilität und Offenheit gegenüber neuen Herausforderungen. Auch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), seit 35 Jahren als Einrichtung des Bundes für die Politik, Wissenschaft und Praxis der beruflichen Bildung tätig, erhält durch die Gesetzesnovelle neue Entwicklungsmöglichkeiten. So beschreibt und erweitert das neue BBiG u.a. die Aufgaben des BIBB klarer und flexibler, modifiziert seine Organisationsstruktur, baut Bürokratien ab und gibt ihm einen wissenschaftlichen Beirat als Ratgeber bei Forschungsfragen an die Seite. Das BIBB ist daher, wie der Präsident des Instituts, Prof. Dr. Helmut Pütz zusammenfasst, "...mit der verabschiedeten Fassung des Berufsbildungsreformgesetzes in vollem Umfang einverstanden (und zollt) dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wegen dieser Gesetzesinitiative hohe Anerkennung".

Das Berufsbildungsreformgesetz fügt das BIBB mit der Beschreibung seiner Aufgaben und Organisationsstruktur wieder ein in das Berufsbildungsgesetz (BBiG). Hier war es bereits 1969 verankert, erhielt jedoch 1981 mit dem Berufsbildungsförderungsgesetz ein eigenes Errichtungsgesetz. Nach der Novellierung und Zusammenführung beider Gesetze ins neue BBiG in der Fassung von 2005 ist das BIBB nun wieder in den "Schoß des Muttergesetzes" zurückgekehrt.

Welche Auswirkungen hat die Gesetzesnovellierung auf das BIBB im Einzelnen?

Zum Beispiel

reduziert sich die Mitgliederzahl des Hauptausschusses des BIBB von 53 auf 29 (Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Länder je acht; fünf Vertreter/innen des Bundes halten die acht Stimmen des Bundes); die Flexibilität und Arbeitsfähigkeit des Gremiums wird damit deutlich verbessert;

wird der "Ausschuss für Fragen behinderter Menschen" zum Ständigen Unterausschuss des Hauptausschusses;

entfällt aufgrund der Verkleinerung des Hauptausschusses der 1993 eingerichtete Ständige Ausschuss; seine Aufgaben werden in den Hauptausschuss integriert;

führt das Berufsbildungsreformgesetz einen "Wissenschaftlichen Beirat" als neues Beratungsgremium des BIBB bei Forschungsangelegenheiten ein und betont damit ausdrücklich die Stellung des Instituts als Forschungsinstitution. Aufgabe des Wissenschaftlichen Beirats ist, die Qualität der Forschungsarbeit des Instituts zu kontrollieren, zu sichern und zu evaluieren;

sind Fachausschüsse und auch der Länderausschuss gestrichen; die Aufgaben des Länderausschusses gehen auf den Bund-Länder-Koordinierungsausschuss über;

ermöglichen die neuen gesetzlichen Bestimmungen dem BIBB, Aufträge von Dritten einzuwerben und damit seine Kompetenz auch Auftraggebern außerhalb der Bundesverwaltung zur Verfügung zu stellen;

stellt das neue BBiG begrifflich klar, dass die Grundfinanzierung des Instituts durch Zuschüsse des Bundes erfolgt und ersetzt damit die bisherige, missverständliche Formulierung "Zuwendungen".

Weitere Informationen zum Berufsbildungsreformgesetz und seinen Neuerungen sowohl für das BIBB wie insgesamt für die Berufsausbildung in Deutschland enthält die aktuelle Ausgabe 2/2005 der BIBB-Zeitschrift "Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis (BWP)" zum Thema "Reform des Berufsbildungsrechts - nach 35 Jahren neuer Schwung für die berufliche Bildung" und hier u.a. die Beiträge von

· Johanna Mölls, "Das Berufsbildungsreformgesetz: Neuerungen für das BIBB in Organisationsstruktur, Aufgabenwahrnehmung und Finanzierung"
· Tomas Sondermann, "Das Berufsbildungsreformgesetz von 2005: Was ist neu und anders?"

Die Zeitschrift ist zum Preis von 7,70 ¤ zu beziehen beim W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG, Postfach 10 06 33, 33506 Bielefeld, Tel. 0521/911 01-11, Fax: 0521/911 01-19, E-Mail: service@wbv.de

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