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Mit POF wohnt sich's schöner - Musterwohnung in der Nürnberger Südstadt eingeweiht

07.04.2005 - (idw) Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg

In Nürnberg ist am Mittwoch, 6. April, die POF-Musterwohnung offiziell eröffnet worden. In wohnlicher Atmosphäre präsentieren dort die Spezialisten des Anwendungszentrums für polymere optische Fasern der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule zusammen mit ihren Partnern High-Tech-Anwendungen für das Eigenheim der Zukunft. In einer Feierstunde in der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule betonte Mittelfrankens Regierungspräsident Karl Inhofer, wie gut sich das POF-AC unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Poisel und Prof. Dr. Olaf Ziemann in die Technologielandschaft eingefügt habe. "Wir sind auf einem guten Weg, nicht nur technologische, sondern auch wirtschaftliche Ziele zu erreichen", so der Regierungspräsident weiter. Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Roland Fleck beglückwünschte die Hochschule und das Institut zu den Forschungsarbeiten und überbrachte den Dank der Stadt. "Das POF-AC und die POF-Musterwohnung sind wichtige Bausteine für Projekte der High-Tech-Offensive in der Städteachse", unterstrich Fleck, "Die Projekte helfen, Nürnberg national wie international als Technologiestandort zu profilieren." Nach einem Fachvortrag von Prof. Dr. Olaf Ziemann - der wissenschaftliche Leiter des POF-AC sprach zum Thema "Die POF auf dem Weg nach Haus" - ging es für die rund 60 Gäste zur Besichtigung in die POF-Musterwohnung in der Nürnberger Fuggerstraße.

Daten und Strom: Alle Signale an Bord
Dort wird gezeigt, welche Anwendungen mit optischen Plastikfasern im Heim- und Hausgebrauch möglich sind. Unter Federführung des POF-AC haben sich neun Firmen aus Europa und Japan das Ziel gesetzt, neue Technik in einer wohnlichen und damit vertrauten Umgebung als Dauerausstellung zu präsentieren. Daten und Signale werden über die intelligenten Plastikfasern ausgetauscht, die nicht nur störsicher, sondern auch leicht zu verbauen und zu installieren sind. So entsteht ein Vorgeschmack, wie das Multimedia-Heim der Zukunft aussehen kann.

Eine Gruppe der Fraunhofer-Gesellschaft demonstriert in der Wohnung, wie Strom und Daten kombiniert in einer Leitung aus einem Stecker transportiert werden und so Fernseher mit Strom sowie dem Bild- und Tonsignal versorgen. Ähnlich geht die Schweizer Firma Reichle & de Massari vor, nur installiert sie die POF in den bekannten Telefonstecker. Mitsubishi zeigt die Übertragung von Satellitensignalen mit POF, Infineon, Hamamatsu und Ratioplast präsentieren die entsprechenden Sender und Empfänger. Während Leoni passende Kabel zur Verfügung stellt, komplettieren DieMount mit seiner hoch effizienten Einkoppeltechnik und Knürr die Liste der "Einrichtungsfirmen".

Mitarbeiter des POF-AC haben unter Projektleitung von Prof. Olaf Ziemann ein Wohnzimmer, ein Arbeits- und zwei Kinderzimmer eingerichtet, in denen die intelligenten Fasern gut versteckt sind, aber dennoch wirkungsvoll den PC mit dem TV-Gerät, der Satteliten-Schüssel oder dem Telefon verbinden. Ziel ist es, dem Laien, aber auch Fachbesuchern in einer Dauerausstellung zu demonstrieren, wie viele Vorteile die zukunftsträchtige Heimverkabelung bietet.

Kurz-Info: Was ist POF?
Polymere Optische Fasern (POF) sind Lichtwellenleiter aus hochtransparentem Kunststoff. Sie sind in der Lage, Licht zu führen, genau so, wie es metallische Kabel mit elektrischem Strom tun. Dabei kommt überwiegend hochtransparentes Acrylglas (PMMA) zum Einsatz, das so extrem durchsichtig ist, dass man im Vergleich Fensterscheiben 400 Mal dicker bauen könnte, ohne an Durchblick zu verlieren. Eine POF besitzt einen Innenbereich, den sogenannten Kern aus PMMA, der von einem dünnen Mantel mit einer kleineren Brechzahl umgeben ist. Durch Totalreflexion wird dabei im Kern das Licht nahezu verlustfrei geführt. Die POF bieten zahlreiche Vorteile: Sie sind störsicher, kostengünstig, leicht zu installieren und nicht zuletzt hoch flexibel.


Kontakt
POF-AC, Prof. Dr. Hans Poisel, Telefon 09 11 / 58 80 11 89 oder hans.poisel@fh-nuernberg.de. Alles über POF auch auf der Website www.pofac.de.

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Rückfragen von Medienvertretern bitte an die Pressestelle der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg, Telefon 09 11 / 58 80 41 01 (Marc Briele) oder presse@fh-nuernberg.de. Gerne senden wir Ihnen auf Wunsch Fotos aus der POF-Musterwohung zur kostenfreien Verwendung zu.
Weitere Informationen: http://www.pofac.de
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